Berichte der LM 2026
„Hier im Landesleistungszentrum (LLZ) ist ja heute überhaupt nichts los!“, sagte ein Schütze am Wochenende mit einem Augenzwinkern. Die Realität sah aber völlig anders aus: Der Parkplatz des LLZ war gerammelt voll – so voll, dass die Fahrzeuge sogar auf die gegenüberliegende Straßenseite ausweichen mussten.
An beiden Wettkampftagen herrschte auf den Anlagen absolute Hochspannung und reger Betrieb. Ob auf dem Kleinkaliberstand, dem Luftdruckwaffenstand oder dem Großkaliberstand – überall wurde verbissen um die Landesmeistertitel, Platzierungen und die Tickets für die Deutschen Meisterschaften gekämpft. Viele Favoriten hielten dem Druck stand und konnten ihre Titel erfolgreich verteidigen. Auf der anderen Seite gab es aber neue Landesmeister, bei denen die Freude riesengroß war, weil sie den einen oder anderen Favoriten erfolgreich vom Thron stoßen konnten. Ein tolles Beispiel dafür ist Tatjana Reckendorf (Erster Eckernförder SchV). Bei ihrem ersten großen Wettkampf im Wettbewerb 25 m Revolver .45 ACP schoss sie ein super Ergebnis und wurde mit dem 3. Platz belohnt.
„Dass Alter im Sport keine Rolle spielt, bewies Claus Closius vom PC Rendsburg eindrucksvoll“. Als ältester Teilnehmer trat er mit sage und schreibe 87 Jahren noch an drei verschiedenen Großkaliberwettkämpfen teil.
Dass der Sport auch seine ganz eigenen, kuriosen Geschichten schreibt, zeigte sich an diesem Wochenende ganz deutlich. Beim Reinigen seines Revolvers vor den Landesmeisterschaften war Bilal Bakindi (TSV Klausdorf) mit dem Schraubendreher abgerutscht und hatte sich diesen in den Daumen gerammt, wodurch er verletzungsbedingt unter starken Schmerzen antreten musste. Am nächsten Tag kam es noch schlimmer, als die gereinigte Waffe einen Defekt hatte und er auf einen Ersatzrevolver ausweichen musste. Trotz dieses Handicaps kämpfte er sich durch und qualifizierte sich erfolgreich für den Endkampf.
Zum Endkampf trat er dann mit einem Revolver von einem Schützenkollegen – Stefan Degler – an. Damit sorgte Bilal Bakindi für ein echtes Unikum, das im Schießsport Seltenheitswert hat: Er benötigte im Laufe eines einzigen Wettkampfes sage und schreibe drei verschiedene Revolver, um diesen überhaupt beenden zu können.
Bei den fünf Probeschüssen setzte Bilal Bakindi die Schüsse bei der 8 auf 12 Uhr. Nach Rücksprache mit der Standaufsicht und dem Leihgeber Stefan Degler erhielt er die Freigabe zur Visierkorrektur. Nach einer kurzen fachlichen Diskussion darüber, wie weit nachjustiert werden müsse – im Raum standen drei bis vier Klicks –, entschied er sich, das Visier um vier Klicks („Knacken“) zu verstellen. Nach den ersten fünf Wertungsschüssen korrigierte er das Visier nochmals um weitere zwei bis drei Klicks, was das Trefferbild verbesserte. Am Ende reichte es unter diesen turbulenten Umständen zwar nicht mehr für einen Podestplatz, dennoch zog Bilal Bakindi zum Abschluss des Wettkampfes ein positives Fazit: Der geliehene Revolver habe trotz allem hervorragend in der Hand gelegen.
Auch hinter den Kulissen wurde logistische Höchstleistung geboten. Die Sportleitung hatte alle Hände voll zu tun, um die Ummeldungen reibungslos zu koordinieren und bei Fragen Rede und Antwort zu stehen. Auch die Waffenkontrolle hatte alle Hände voll zu tun, um die Sportgeräte zu überprüfen! Nach dem abgeschlossenen Wettkampf wurden zügig die Urkunden gedruckt, damit die Siegerehrung schnell vonstattengehen konnte.
Ein ganz besonderes sportliches Highlight lieferten die Kampfrichter und die Standaufsichten rund um Rolf Eckstein! Von wegen, nur die Schützen betreiben hier Sport: „Die Schützen sind die Sportler, weil sie schießen, aber wir sind auch Sportler – und zwar Laufsportler!“, hieß es aus dem Team. Nach jeweils fünf Schuss bedeutete das jedes Mal: ab nach vorne, Scheiben wechseln und wieder zurück. Und das zigmal am Tag, bei vier verschiedenen Wettkämpfen. Ein echtes Mammutprogramm zu Fuß!
Was wäre so ein langes Wochenende aber ohne die richtige Stärkung? Ein riesiges Lob geht an das Catering-Team, das von morgens früh bis nachmittags alle Schützen, Betreuer, Fans und Kampfrichter verwöhnt hat. Von frisch belegten Brötchen am Morgen über ein deftiges Mittagessen mit Currywurst, Schnitzeln und leckerer Spargelsuppe bis hin zu einer großen Auswahl an Torten und Kuchen war alles dabei. Hungrig musste hier garantiert niemand nach Hause fahren!
Alle Ergebnisse: siehe Ergebnislisten!
Wer glaubt, das Leben als Kampfrichter und Standaufsicht sei eintönig, der kennt die Truppe vom Großkaliberstand nicht. Den ganzen Tag Standaufsicht zu machen verlangt nicht nur Konzentration, sondern manchmal auch eine gehörige Portion Einfallsreichtum – besonders, wenn man Kampfrichterin Birgit Bruhn an seiner Seite hat.
Birgit ist eine treue Seele auf dem Stand, bringt jedoch eine anatomische Besonderheit mit: Sie ist recht klein gewachsen. Als es wieder einmal ans Abkleben der Scheiben ging, richtete Birgit einen fast schon flehentlichen Appell an die Schützen:
„Leute, bitte trefft heute doch einfach nur das Schwarze! Ins Weiße braucht ihr gar nicht erst schießen – da komme ich zum Abkleben einfach nicht ran!“
Also musste eine Lösung gefunden werden! Sofort rauchten die Köpfe und die Vorschläge flogen nur so durch den Schießstand. Um Birgit auf die nötige Arbeitshöhe für die Fehlschüsse im Weißen zu bringen, wurden keine Kosten und Mühen gescheut – zumindest theoretisch:
Der erste Vorschlag war Eine fahrbare Hebebühne für den Stand anzuschaffen. Damit könnte Birgit elegant und stufenlos zu jedem Ausreißer hochfahren.
Andere plädierten für einen soliden Laufklotz zum Draufstellen, um die fehlenden Zentimeter auszugleichen.
Ein ganz besonders findiger Kopf wollte das Problem lieber an der Wurzel packen. Wenn ein Schuss schon ins Weiße geht, sollte das zumindest ordentlich quittiert werden. Die Idee: Ein akustisches Signal für Fehlschüsse. Da das aktuelle Geräusch aber noch zu wünschen übrig lässt, forderte die Runde kurzerhand ein völlig neues Glockenspiel für die Trefferrückmeldung. Wenn schon daneben, dann wenigstens mit Melodie!
Ob Birgit nun bald mit der Hebebühne durch den Stand fährt oder die Schützen aus Angst vor dem neuen Glockenspiel plötzlich alle nur noch Zehner schießen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedenfalls sicher: Langweilig wird es auf diesem Schießstand so schnell nicht!
Am 13. und 14. Juni 2026 fand auf dem Schießstand in Krummenort die Landesmeisterschaft im Skeet statt. Los ging es an beiden Tagen pünktlich um 08:30 Uhr. Insgesamt traten 13 hochmotivierte Skeetschützen aus den Vereinen Wurftaubenclub Rendsburg, Jagd- und Sportschützenclub Warder und dem Sportverein Fargau gegeneinander an.
Auf dem Programm standen insgesamt 125 Scheiben, aufgeteilt auf drei Runden à 25 Scheiben am Samstag und weitere zwei Runden am Sonntag.
Das Wetter machte es den Schützen an diesem Wochenende allerdings nicht leicht. Von sehr stürmischem Wind und plötzlichen Regengüssen war alles dabei. Durch dieses sehr wechselhafte Wetter war es gar nicht so einfach, die Flugbahn der Wurfscheiben richtig einzuschätzen, sodass der eine oder andere Schuss leider danebenging.
Die Schützen ließen sich die Laune aber nicht verderben: Alle hielten an beiden Tagen tapfer durch und kämpften bis zum Schluss um jede einzelne Scheibe.
Das Skeetschießen ist eine Hochburg des WTC Rendsburg. Lediglich der JSC Warder durchkreuzte mit Anja Reese (69/Damen I) und Frank Sievers (61/Herren III) den totalen Triumpf des WTC Rendsburg
Ergebnisse: siehe Ergebnisliste
Dass beim SSV Kassau hervorragende Jugendarbeit geleistet wird, zeigt sich seit Jahren – so auch in diesem Jahr bei den Landesmeisterschaften im Wettbewerb Luftgewehr-3-Stellung für den Schüler- und Jugendbereich.
Im Wettbewerb der weiblichen Schülerklasse triumphierte Gotje Janshen mit herausragenden 589 Ringen vor den beiden Reinfelderinnen Emma Metzing (582) und Jasmin Alter (565).
In der männlichen Jugendklasse setzte sich mit Lukas Bünning ebenfalls ein Kassauer an die Spitze. Mit 581 Ringen siegte er souverän vor Luis Rathke (Schwartuer SchG/571) und seinem Vereinskameraden Julius Schumacher (544).
Für Gotje Janshen und Lukas Bünning läuft es rund. Bei ihren bisherigen zwei Starts bei den diesjährigen Landesmeisterschaften konnten beide bereits ihre zweite Einzelmedaille in Gold bejubeln!
In der weiblichen Jugendklasse sicherte sich Mia Riedler (SchV Redderschmiede) mit 571 Ringen den ersten Platz. Damit krönte sie sich nicht nur zur Landesmeisterin, sondern schoss auch ihr bisher bestes Ergebnis auf einer Meisterschaft! Sie setzte sich knapp vor Linnea Bruhn (SchV / 568) und Laura Willmann (SSV Kassau / 562) durch.
Die männliche Schülerklasse dominierte der Reinfelder Malte Gesswein mit 543 Ringen. Dahinter folgten Theo Hamer (519) und Oliver Marvin Meisburger (511, beide Lensahner SchG).
Den Mannschaftssieg bei den Schülern holte sich das Trio Joris Velten Behrens, Sofia Knolinski und Liv Roß vom SchV Elmenhorst. Mit 1595 Ringen siegten sie deutlich vor dem Trio der Lensahner SchG (1534).
Das absolute Spitzenergebnis schoss die Schüler-Mannschaft des SSV Kassau Das Trio Alexander Arlt, Gotje Janshen und Emma Metzing erzielte sehr gute 1726 Ringe. Da das Trio außer Konkurrenz schoss, um ein Qualifizierungsergebnis für Deutschen Meisterschaften zu haben, konnten sie kein Landesmeister werden.
Am vergangenen Wochenende herrschte auf dem Schießstand des Schützenvereins Quickborn-Renzel wieder absoluter Hochbetrieb. Denn die Landesmeisterschaften der Vorderladerdisziplinen standen auf dem Programm an. Für viele Teilnehmer bedeutete das Event echten sportlichen Marathon, da sie in mehreren Disziplinen gleichzeitig an den Start gingen.
Spitzenreiter im Dauerbrenner-Programm war Walter Boysen, der stolze 10 verschiedene Disziplinen absolvierte. Dicht auf den Fersen waren ihm Ralph Nolte mit 8 Starts sowie Peter Kletzin und Frank Zonak mit jeweils 7 Starts. Auch Günther Giesbrecht (6 Starts), Harald Jahn, Uwe Vogt (je 6 Starts) sowie Carsten Cordes, Angelika Nolte, Michael Gust, Thomas Krumm und Peter Menzer (je 5 Starts) zeigten enormen sportlichen Ehrgeiz und traten mehrfach an. Für die Schützen bedeutete dies oft puren Stress: Kaum war ein Wettkampf beendet, hieß es schnell den Vorderlader wechseln, um direkt auf dem 50- oder 100-Meter-Stand die nächste Herausforderung anzunehmen.
Obwohl das Vorderladerschießen nach wie vor als Männerdomäne gilt, zeigten die Damen bei diesen Landesmeisterschaften auch ihr Können. Mit Birgit Bruhn, Gabriele Kleuter, Angelika Nolte, Kerstin Petersen, Anita Schröder, und Andrea Zonak kämpfte eine Frauenriege erfolgreich um Titel und Platzierungen.
Als absolute Medaillen-Garanten entpuppte sich dabei das Ehepaar Angelika und Ralph Nolte, die zusammen unglaubliche 17 Einzel- und Mannschaftsmedaillen einheimsten.
Ralph Nolte sicherte sich im Einzel insgesamt 6 Mal Edelmetall, darunter stolze 5 Mal Gold.
Seine Frau Angelika stand ihm nichts nach und gewann im Einzel 5 Medaillen, davon 3 Mal Gold. In ihrer Paradedisziplin, dem Perkussionsfreigewehr 100 m, glänzte Angelika Nolte mit herausragenden 142 Ringen. Damit bewies sie eindrucksvoll, dass sie völlig zu Recht für das Deutsche Nationalteam und die anstehenden Weltmeisterschaften in Österreich nominiert wurde.
Die Meisterschaften verlangten den Schützen ein enormes Maß an Flexibilität ab, da der Wechsel zwischen den verschiedenen Kurzwaffen-Disziplinen die ständige Umstellung auf völlig unterschiedliche technische Gegebenheiten erfordert.
So ist die Steinschloss-Pistole ein Einzellader, bei dem im Gegensatz zu modernen Waffen erst das Pulver in der Pfanne abbrennen muss, bevor der eigentliche Hauptschuss bricht. Das erfordert ein extrem langes Nachhalten. Bewegt der Schütze die Waffe im Moment des typischen „Zischens“ auch nur einen Millimeter, ist die erhoffte Zehn weg.
Die Perkussionspistole ist zwar ebenfalls ein Einzellader, bricht den Schuss durch das Zündhütchen jedoch wesentlich schneller und direkter. Hier müssen sich die Sportler von der trägen Zündung des Steinschlosses blitzschnell auf eine fast „moderne“, direkte Schussauslösung umstellen.
Beim Perkussionsrevolver wiederum wartet eine ganz andere Herausforderung: Als Mehrlader verlangt er dauerhafte, lückenlose Konzentration, da hier 5 Schuss am Stück abgegeben werden müssen.
Auch bei den Gewehren zeigten sich die vielseitigen Anforderungen des Sports:
Wie auch bei den Kurzwaffen gibt es hier die Steinschlosszündung und die Perkusionszündung.
Das Klassisches Perkussionsgewehr wird als zivile Sport- und Jagdwaffe auf der 50-Meter-Distanz im Stehen geschossen.
Das Perkussionsfreigewehr wird auf 100 Meter liegend geschossen. Hier sind moderne Hilfsmittel wie Diopter-Visierungen und Ringkorn erlaubt.
Das Perkussionsdienstgewehr ist ein ehemaliges Militärgewehr, das ebenfalls auf 100-Meter-geschossen wird. Hier müssen die Schützen jedoch ganz ohne moderne Hilfsmittel auskommen – nur mit Kimme, Korn, purer Muskelkraft und maximaler Präzision geht es hier ins Schwarze.
Nicht nur die Schützen zeigten bei den Landesmeisterschaften im Vorderladerschießen vollen Einsatz und absolvierten oft mehrere Disziplinen hintereinander – auch das Team hinter den Kulissen leistete Enormes. Auf der Anlage in Quickborn-Renzel waren die Kampfrichter und Standaufsichten im pausenlosen Dauereinsatz, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu garantieren.
Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung von Organisator Ralph Nolte. Während er die gesamte Veranstaltung koordinierte und überall dort einsprang, wo Not am Mann war, ließ er es sich nicht nehmen, am Wochenende selbst in in mehreren Disziplinen an den Start zu gehen. Es ist absolut bewundernswert, wie er trotz der enormen organisatorischen Belastung und der ständigen Verantwortung rundherum den Fokus fand, um sich auf seine eigenen Starts zu konzentrieren.
Ein ebenso großes Lob gebührt den Standaufsichten. Sie blicken auf extrem lange, anstrengende Tage auf dem Stand zurück. Selbst von starken Erkältungen ließ sich in der Truppe niemand aufhalten: Es wurde eisern durchgehalten, um verlässlich für die Schützinnen und Schützen da zu sein.
Hand in Hand mit den Standaufsichten arbeitete das Team der Auswertung und der IT. Die Auswerter hatten alle Hände voll zu tun, um die Vielzahl an beschossenen Scheiben präzise und zügig auszuwerten. Kaum waren die Ringe ermittelt, wurden die Ergebnisse gleich in den Laptop gegeben. Parallel wurden direkt die Urkunden gedruckt und alles Weitere für die Siegerehrungen vorbereitet. Dank dieses reibungslosen Ablaufs mussten die Schützen nicht lange auf ihre Urkunden und Medaillen warten.
Was wäre so ein langes Meisterschaftswochenende ohne die passende Stärkung? Während der gesamten Landesmeisterschaften wurde natürlich auch unermüdlich für das leibliche Wohl aller Beteiligten gesorgt. Die Crew stand den ganzen Tag parat, um Schützen und Helfer mit Essen und Getränken zu versorgen und bei Kräften zu halten.
Ohne diesen großartigen, ehrenamtlichen Einsatz aller Beteiligten wäre eine solche Landesmeisterschaft schlichtweg nicht durchführbar.
Bei den DSB‑Auflage-Landesmeisterschaften zeigten die Schützinnen und Schützen in den beliebten Auflage-Disziplinen Spitzensport. Sowohl mit dem Luftgewehr als auch in den Kleinkaliber-Wettbewerben (50 m und 100 m) wurde um jeden Zehntelring gekämpft, was zu sehr guten Ergebnissen und hauchdünnen Entscheidungen führte.
Das höchste Einzelergebnis des gesamten LM-Wochenendes wurde in der Disziplin Luftgewehr Auflage erzielt. Mit sehr guten 318,4 Ringen sicherten sich Sven Pardy (SchV Tornesch, Senioren I) und Antje Fiedler (PC Rendsburg, Senioren I weiblich) die Spitzenwerte im Einzelklassement.
Gerhard Ayszoll vom Schützenverein Malente (Senioren IV) krönte sich zum 3-fachen Landesmeister, denn er gewann alle drei Auflage-Wettbewerbe (LG 317,4, KK 50 m 304,2 und KK 100 m 313,6).
Der dominierende Verein dieser Meisterschaften war der SC Kalübbe (Senioren III). Die Schützen aus Kalübbe zeigten eine beeindruckende mannschaftliche Geschlossenheit und enorme Nervenstärke über alle Disziplinen hinweg. Gekrönt wurde diese Leistung durch die Landesmeistertitel in den Mannschaftswertungen Luftgewehr Auflage (947,4) und KK Auflage 50 m (918,4).
Betrachtet man die Verteilung der Einzelmedaillen (Gold, Silber, Bronze) über alle Altersklassen der drei Disziplinen, so teilen sich der SC Kalübbe und der SchV Neumünster den Status als erfolgreichste Medaillensammler: SC Kalübbe kann insgesamt 10 und SchV Neumünster 6 Einzelmedaillen verbuchen.
Besonders spannend machten es die Schützinnen und Schützen in den Mannschaftswertungen, wo die Entscheidung über den Landessieg teilweise erst mit dem allerletzten Schuss fiel. Ein absoluter Nervenkrimi spielte sich im Wettbewerb KK-Gewehr 100 m Auflage (Senioren III) ab: Hier siegte der SchV Neumünster mit einem Gesamtergebnis von 934,8 Ringen – mit einem minimalen Vorsprung von gerade einmal 0,4 Ringen vor dem SC Kalübbe I (934,4 Ringe) und dem ringgleichen SSC Fockbek (ebenfalls 934,4 Ringe).
Nicht weniger dramatisch verlief die Einzelentscheidung bei den Senioren III im Luftgewehr. Dieter Pirsig (Scharbeutzer SchV) sicherte sich mit 315,8 Ringen mit dem Luftgewehr den Titel – dicht gefolgt von Wilfried Krause (SchV Stockelsdorf) mit 315,4 Ringen und Thomas Rönfeldt (SC Kalübbe) mit 315,0 Ringen.
Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,5 Ringen sicherte sich Angelika Spieck (Senioren I) von der Elmshorner SchG bei KK 50 m-Auflage den Landestitel (307,9), vor Stephanie Baasch (SchV Rendsburg/307,4).
Auch bei den Seniorinnen IV war es mit dem Luftgewehr bis zum letzten Schuss spannend. Mit 311,8 Ringen siegte Karin Hirsch (SFC Ottendorf ) ganz knapp vor Brigitte Friedrichs (SSC Fockbek/311,6).
Ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die beiden Mannschaftskameraden des SC Kalübbe im Wettbewerb KK 50 m Auflage (Senioren V), das Peter Weinreich mit 307,9 Ringen und einem hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Ringen vor Werner Petersen (307,8) für sich entschied.
Bei den Landesmeisterschaften stellten die Schützen des PC Rendsburg erneut ihre Extraklasse unter Beweis. Sowohl in den Mannschafts- als auch in den Einzelwettbewerben der Disziplinen Zentralfeuerpistole .30/.38 und 25 m Standardpistole war das Team kaum zu schlagen. Zahlreiche Titel konnten souverän verteidigt oder sogar mit deutlichen Steigerungen neu errungen werden.
In der Mannschaftswertung Herren I der Zentralfeuerpistole .30/.38 ließ der PC Rendsburg der Konkurrenz keine Chance. Mit tollen 1669 Ringen holte sich das Trio den 1. Platz und übertraf das Vorjahresergebnis (1635 Ringe) um starke 34 Ringe. Der zweitplatzierte PolSV Eutin folgte mit deutlichem Abstand (1453 Ringe).
Frank Zitzke (PC Rendsburg) sicherte sich mit 559 Ringen bei den Herren II den Landesmeistertitel. Damit verbesserte er sich im Vergleich zu seinem Vorjahressieg noch einmal um 4 Ringe. Andreas Hüfner (Itzehoer SchV, 537 Ringe) und Ronny Kühn (PC Rendsburg, 527 Ringe) komplettierten das Podium.
Bei den Herren III setzte sich der Fahrdorfer Stefan Vollertsen mit 549 Ringen vor Titelverteidiger Viktor Deleske (PC Rendsburg/546) an die Spitze. André Wittke (SSG Schenefeld) belegte mit 521 Ringen Platz 3.
Mit überragenden 564 Ringen dominierte Uwe Hofmann (PC Rendsburg) die Herrenklasse IV, und gewann unangefochten Gold. Holger Nesemann (PC Rendsburg) sicherte sich mit 539 Ringen Silber, vor Bernd Görges (Böklunder Sportschützen, 533 Ringe).
Standardpistole: Ein sehr seltenes Bild bot sich in der Mannschaftswertung der 25 m Standardpistole (Herren I). Die Schützen des PC Rendsburg holten nicht nur mit 1581 Ringen überlegen den Landesmeistertitel (und steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Ringe), sondern schossen auch im Einzel ein absolut kurioses Ergebnis: Viktor Deleske, Uwe Hofmann und Frank Zitzke erreichten alle drei exakt 527 Ringe! Der Schützenverein Reinfeld landete mit 1271 Ringen auf Rang 2.
Tom Jasper Kurz (SpFrSch Neumünster/Herren I) siegte mit 504 Ringen knapp vor Thore Moldenhauer (SSG BooKuRiTra, 502 Ringe) und Tatjana Reckendorf (Erster Eckernförder SchV, 466 Ringe).
Frank Zitzke (PC Rendsburg/Herren II) feierte mit seinen 527 Ringen den nächsten Einzeltitel. Zwar blieb er knapp hinter seinem Vorjahresergebnis (531 Ringe), verteidigte den 1. Platz jedoch erfolgreich vor Andreas Hüfner (Itzehoer SchV, 504 Ringe) und Tim Schröder (Ahrensburger SchG, 499 Ringe).
Viktor Deleske (PC Rendsburg/Herren III) holte sich mit 527 Ringen die Goldmedaille. Silber ging an Stefan Vollertsen (SpSch Fahrdorf, 525 Ringe), Bronze an Matthias Knuth (VfB Schuby, 511 Ringe).
Uwe Hofmann sicherte sich bei den Herren IV mit 527 Ringen den Titel vor seinem Vereinskollegen Holger Nesemann (512 Ringe). Gagik Sahakian (Sportschützen Fahrdorf) belegte mit 502 Ringen den dritten Platz.
Mit einem Gesamtergebnis von 1202,2 Ringen sicherte sich das Trio des Scharbeutzer SchV den ersten Platz. Den Grundstein dafür legten Ole Seide mit guten 403,3 Ringen und Niklas Woisin mit 402,1 Ringen, die damit auch die Plätze 1 und 2 in der Einzelwertung belegten. Matti Persson komplettierte das Siegerteam mit 396,8 Ringen.
Die erste Mannschaft des SSV Kassau landete mit 1187,5 Ringen auf dem Silberrang. Bester Einzelschütze der Kassauer war Florian Jeger, der mit 400,5 Ringen den 3. Platz in der Einzelwertung erkämpfte. Die zweite Mannschaft des SSV Kassau belegte mit 1168,0 Ringen den dritten Platz im Gesamtklassement.
Bei den Damen I feierte der SSV Kassau einen Doppelsieg. Die erste Mannschaft mit Lina Meier, Hannah Ehlers und Natalie Seveke holte sich mit starken 1215,8 Ringen den Meistertitel. Die zweite Mannschaft erzielte 1203,1 Ringe. Maßgeblichen Anteil daran hatte Eyleen Heuwinkel, die mit sehr guten 412,8 Ringen das absolute Top-Ergebnis des gesamten Tages schoss und sich damit souverän den Einzelsieg in der Damenklasse sicherte. Auf dem dritten Podestplatz folgte die Mannschaft des SchV Elmenhorst mit 1186,4 Ringen.
In der Altersklasse Herren II siegte Mirco Viebrantz (SSV Kassau I) mit 396,4 Ringen. Knapp dahinter folgte Frank Reintjes (SchBrSch Kl Nordende-Lieth) mit 395,8 Ringen. Rang drei errang Andre Knaack (Olympia Börm/Dörpstedt), er erzielte 392,9 Ringe.
Bei den Damen II setzte sich Marina Knaack vom SchV Hattstedt mit 396,6 Ringen an die Spitze. Der 2. Platz ging mit 391,7 Ringen an die Elmenhorsterin Anja Burmeister. Knapp dahinter folgte auf Platz 3 Judith Viebrantz (390,9).
In der Klasse Herren III zeigte Sören Hochwald (Lübecker SpSch) mit 396,8 Ringen eine klasse Leistung und gewann damit den Landestitel. Sein Mannschaftskamerad Karl-Heinz Blumtritt folgte mit 393,2 Ringen auf dem 2. Platz. Jens Tröller (Ahrensburger SchG, 390,7) errang den dritten Podestplatz.
Bei den Damen III gingen die ersten beiden Plätze an den SchV Norderbrarup. Tanja Bruhn sicherte sich mit 392,9 Ringen vor ihrer Vereinskameradin Dorit Klees (390,7) den Titel. Kirsten Moldenhauer (SSG BooKuRiTra, 380,7) komplettierte das Siegertrio auf Platz drei.
In der Klasse Herren IV holte sich Klaus Müller (SchB Glasau-Sarau) mit 381,8 Ringen souverän den Einzelsieg. Dahinter folgten Elmar Diemer (Bredstedter SchV, 363,3) und Jörg Wolff (SchV Hattstedt, 360,5).
Bei den ältesten Teilnehmern, den Herren V, triumphierte Klaus Staack (SchG Burg) mit 365,4 Ringen. Uwe Bahnsen (Handewitter SchG, 347,5) und Wolfgang Mahnke (Friedrichsorter SchV, 341,0) errangen den 2. und 3. Platz.
Karin Schröder (SSV Kassau) setzte sich bei den Damen V mit 349,6 Ringen an die Spitze. Mit 339,1 Ringen ging der 2. Platz an Lore Bausch (SchV Großenbrode).
Bei den Parasportlern erreichte Kristan Nickels (SSC Fockbek) starke 398,7 Ringe, und Klaus Richard Welz (Boostedter SchG) kam auf 360,0 Ringe.
Auflage-Sportpistole (25m)
In der Mannschaftswertung der Senioren I setzten sich die Rendsburger (Viktor Deleske, Sven Jürgensen, Uwe Hofmann) mit starken 858 Ringen deutlich gegen den TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert (800 Ringe) durch.
Bei den Senioren II siegte Dirk Heim (TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert) mit 287 Ringen denkbar knapp vor Uwe Hofmann (PC Rendsburg, 286 Ringe) und Manfred Lind (Sportschützen Flensburg, 285 Ringe).
Die Mannschaftswertung der Senioren III ging an den SchV Quickborn-Renzel mit 840 Ringen, gefolgt vom SchV Rellingen (813 Ringe) und SchV Kappeln (804 Ringe).
In der Einzelklasse Senioren IV feierte Stjepan Kvestak (SchV Rellingen) mit 282 Ringen den Landestitel. Dahinter folgen Isabelle Knaipp (Schwartauer SchG / 268) und Bernd Görges (SchV Kappeln / 267).
Bei den Senioren V siegte Kai-Roland Suck (SpSch Flensburg) mit 269 Ringen. Knapp dahinter auf den 2. Platz setzte sich Manfred Dreyer (SchV Rellingen / 265). Den dritten Podestplatz errang Ulrich Dreyer (SchGem. Rathjesdorf / 254). Bei den ältesten Startern, den Senioren VI, siegte Karl-Heinz Jöhnck (SpSch Flensburg / 271).
Freie Pistole (50m)
Auch mit der Freien Pistole untermauerte der PC Rendsburg seine Vormachtstellung. Die Mannschaftswertung der Herren III ging mit 1503 Ringen souverän an das Rendsburger Trio (Viktor Deleske, Holger Nesemann, Uwe Hofmann). Die Einzelwertung ging klar mit 524 Ringen an den Rendsburger Viktor Deleske. Stefan Vollertsen von den Fahrdorfer SpSch errang mit 501 Ringen den zweiten Platz und Eckhard Nielson (SchV Reinfeld) mit 451 Ringen den dritten Platz.
In der Einzelwertung Herren IV feierte Gagik Sahakian (SpSch Fahrdorf) mit 497 Ringen den Titel, hauchdünn vor Uwe Hofmann (PC Rendsburg / 495). Platz 3 holte sich sein Mannschaftskamerad Holger Nesemann (484).
Bei den Herren II überzeugte Jonas Kofoed Hansen (SpSch Fahrdorf) mit starken 523 Ringen auf dem Goldrang. Dahinter folgen Ronny Kühn (PC Rendsburg / 475) und Daniel Greutner (SpFrSch Neumünster / 453).
Sven Samelin (Scharbeutzer SchV) setzte sich mit großem Vorsprung bei den Herren I mit 478 Ringen an die Spitze. Platz 2 und 3 errangen Dominik Ohl (SSV Kassau / 450) und Phillip Spethmann (SchV Quickborn-Renzel / 421).
DSB-Nachwuchsschütze Tjark Wolfgang Buchwald (SchV Neumünster) holte sich bei den Junioren I mit sehr guten 526 Ringen den Landestitel. Platz 2 errang der Fahrdorfer Maximilian Schaarschmidt (483).
In den Auflage-Wettbewerben der 50m-Distanz sicherte sich der PC Rendsburg bei den Senioren I den Mannschaftstitel (819 Ringe), während Holger Nesemann die Einzelwertung der Senioren II mit 271 Ringen gewann und auch Viktor Deleske (Senioren I) mit 284 Ringen eine weitere Goldmedaille holte.
Der SchV Quickborn-Renzel holte den Mannschaftssieg bei den Senioren III (811 Ringe), angeführt von Klaus-Jürgen Bruhn, der die Einzelwertung der Senioren IV mit 278 Ringen dominierte. Bei den Senioren V stand Karl-Heinz Jöhnck (SchV Tarp) mit 261 Ringen – wie auch schon bei der Sportpistole Auflage – ganz oben auf dem Podest. Die Silber- und Bronzemedaille errangen Manfred Dreysel (SchV Rellingen / 243) und Kai-Roland Suck (SchV Tarp / 232).
Die Einzelwertung bei den Senioren III gewann Uwe Fuhlendorf (SchV Quickborn-Renzel) mit 273 Ringen vor seiner Mannschaftskameradin Birgit Bruhn (260) und Dieter August (SchV Kappeln / 243).
Schnellfeuerpistole (25m)
Zum Abschluss des Meisterschaftswochenendes stand die dynamische Disziplin Schnellfeuerpistole an. Auch hier war der PC Rendsburg in der Klasse Herren I nicht zu schlagen und holte mit der Mannschaft (Frank Zitzke, Viktor Deleske, Holger Nesemann) und insgesamt 1565 Ringen den Titel. Auch der Einzeltitel ging an Rendsburg: Frank Zitzke siegte mit 540 Ringen deutlich vor Hendrik Gerken (SchG Beckersberg / 498) und Tim Schröder (Ahrensburger SchG / 480).
In der spannenden Einzelentscheidung der Herren III bezwang Viktor Deleske (PC Rendsburg) mit 514 Ringen Stefan Vollertsen von den SpSch Fahrdorf (512 Ringe) knapp. Nur einen Ring (511) dahinter folgt Holger Nesemann (PC Rendsburg) auf dem 3. Platz.
Bei den Junioren II ging der Einzelsieg an Maximilian Schaarschmidt (Sportschützen Fahrdorf) mit 428 Ringen.
Auch am zweiten Tag der Landesmeisterschaft in Quickborn hieß es für die Schützen noch einmal: vollste Konzentration! Nach den dynamischen und präzisen Entscheidungen mit dem Unterhebelrepetierer am Vortag standen nun die Wettbewerbe mit dem Ordonnanzgewehr auf dem Programm.
In der Klasse Herren III holte sich der Lokalmatador Arne Beyer mit 250 Ringen den ersten Platz mit geschlossener Visierung.
Bei den Herren III mit offener Visierung triumphierte Rolf-Martin Borchard von der SSG Schenefeld, der mit 303 Ringen die Goldmedaille holte. Den Doppelsieg für die SSG Schenefeld perfekt machte André Wittke, der sich mit 243 Ringen den zweiten Platz sicherte. Die Bronzemedaille ging an den bereits in der geschlossenen Variante erfolgreichen Arne Beyer (SchV Quickborn-Renzel), der mit 230 Ringen seine zweite Einzelmedaille des Tages einfuhr.
In der Klasse Herren IV mit geschlossener Visierung sicherte sich Bernd Mahler (SSG Schenefeld) mit 277 Ringen den Landestitel. Silber ging an Eberhard Rühl vom SchV Klein Wesenberg (255 Ringe), während Heiko Braunschweig vom SchV Elmenhorst mit 219 Ringen das Podium als Dritter komplettierte.
In der Mannschaftswertung der offenen Visierung führte kein Weg an die Vertretung der SSG Schenefeld vorbei. Das Trio, bestehend aus Rolf-Martin Borchard, Udo Flöter und dem frischgebackenen Herren-IV-Landesmeister Bernd Mahler, holte mit insgesamt 840 Ringen souverän den Sieg. Die Mannschaften des SchV Quickborn-Renzel (526 Ringen) sowie des SchV Elmenhorst I (483 Ringen) folgten auf den Plätzen 2 und 3.
Die Nachwuchsschützinnen des SchV Reinfeld machten die Medaillenränge unter sich aus. In einem hauchdünnen Wimpernschlagwettkampf setzte sich Pia Marie Lewenhagen mit nur einem einzigen Ring Vorsprung (1108) gegen ihre Vereinskolleginnen Lisa Helene Busack (1107) und Vivien Tragemann (1068) durch.
In der Herrenklasse setzte Tanja Zupke (SSV Kassau) das absolute Ausrufezeichen des Tages. Mit sehr guten 1111 Ringen dominierte sie das Feld und holte sich verdient die Goldmedaille vor Pascal Hemmje (SSC Fockbek /1102) und Annabell Bruhn (SV Norderbrarup /1071).
Mit guten 3153 Ringen holte sich das Trio vom SV Norderbrarup den Mannschaftstitel. Den Silberrang holte sich die Vertretung des SSV Kassau mit insgesamt 1111 Ringen.
In der Altersklasse Herren II setzte sich Jens Albertsen (SSG BooKuRiTra) mit 1059 Ringen
vor Heiko Bausch (SchV Großenbrode /1041) an die Spitze.
Thomas Probst vom SV Norderbrarup holte sich mit 1062 Ringen bei den HerrenIII den Einzeltitel, dicht gefolgt von Karsten Kudlik aus Ahrensburg (1056) und Gerhard Gerke (SV Norderbrarup / 1020).
Es ist bereits gute Tradition, dass die Landestitelkämpfe Unterhebelrepetierer (25, 50 und 100 m) beim Schützenverein Quickborn ausgetragen wird.
Während auf dem 25-Meter-Stand Dynamik, Rhythmus und die perfekte Beherrschung der Kurzwaffenkaliber im Vordergrund stehen, verlangen die 50- und 100-Meter-Distanzen mit den klassischen Büchsenpatronen absolute Ruhe, Präzision und ein perfektes Auge für den Haltepunkt.
Am ersten Tag der Landesmeisterschaft (LM) stand der Wettbewerb Unterhebelrepetierer über 25 m, 50 m und 100 m an. Einige Schützen hatten an diesem Tag bis zu drei Wettkämpfe und waren somit im Dauereinsatz. Am Ende des Tages gab es daher nicht nur rauchende Läufe, sondern auch erschöpfte Schützen.
Auf die 25 m mussten die Schützen je 20 Schuss Freihand und im Kniend-Anschlag schießen. Bei Freihand hatten die Schützen für 5 Schuss jeweils 10 Sekunden Zeit, im Kniend-Anschlag für 5 Schuss 20 Sekunden – also pure Dynamik! Auf die 50 und 100 Meter müssen die Schützen ebenfalls je 20 Schuss absolvieren. Dort wird aber nicht nach 5 Schuss die Scheibe gewechselt, sondern alle 20 Schuss auf eine Scheibe abgegeben. Dafür haben sie jeweils 20 Minuten Zeit. Hier ist höchste Konzentration gefragt!
Besonders die Schützen der TSV Klausdorf drückten den Landestitelkämpfen ihren Stempel auf und sicherten sich in mehreren Disziplinen die begehrten Titel.
In der dynamischen 25 m-Disziplin setzte sich im Einzel der DSB-Vizemeister vom letzten Jahr Carsten Körner (TSV Klausdorf) mit starken 127 Ringen (101/Finale 26) durch und feierte erneut den Landestitel. Dahinter folgt Michele-Gero Müller von der SpSch Oldenburg, der mit 118 Ringen (94/Finale 24) den 2. Platz belegte. Das Podium komplettierte Mike Klode (SchV Rellingen) mit 112 Ringen (98/Finale 14) auf Platz 3.
Der TSV Klausdorf (mit Andreas Glander, Carsten Körner und Daniela Licher) holte sich mit 256 Ringen souverän den Sieg. Den silbernen Rang sicherte sich der SchV Bargteheide (247 Ringe), gefolgt von der SpSch Oldenburg mit 241 Ringen auf dem 3. Platz.
Auf der 50 m Distanz sicherte sich Fritz Ditschler (TSV Klausdorf) mit sehr guten 454 Ringen (364/Finale 90) Ringen den 1. Platz knapp vor seinem Vereinskollegen Thomas Conradt, der 441 Ringe (358/Finale 83) erzielte. Bronze ging an Arne Sievertsen vom TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert mit 438 Ringen (352/Finale 86).
In der Mannschaftswertung dominierte der TSV Klausdorf (Thomas Conradt, Fritz Ditschler, Jörg Peter Köhn) gewann mit 1049 Ringen souverän und holte Gold. Platz 2 ging an den TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert (998 Ringe), während die SchGem Norderstedt I mit 976 Ringen den 3. Platz auf dem Treppchen bestieg.
Auf der Königsdisziplin über 100 Meter bewies Thomas Conradt (TSV Klausdorf) erneut seine Klasse. Mit 305 Ringen schoss er sich unangefochten zum Einzel-Landesmeister. Platz 2 ging an seinen Teamkollegen Fritz Ditschler (284 Ringe). Den 3. Platz sicherte sich Michele-Gero Müller (SpSch Oldenburg) mit 280 Ringen, der damit seine zweite Einzel-Medaille des Tages einfuhr.
Gold ging ein weiteres Mal in der Mannschaftswertung an die TSV Klausdorf (Thomas Conradt, Andreas Glander, Jörg Peter Köhn) mit insgesamt 773 Ringen. Silber holte sich die Mannschaft der SchGem Norderstedt mit 660 Ringen.
Wettkampflisten Landesmeisterschaft 2026
Landesmeisterschaft Mix-Team
Im Jugendbereich trat mit dem Luftgewehr zwar nur eine Mannschaft an, doch die toppte alles. Sijon Jebe und Kira Kurock von der SSG BooKuRiTra I hatten bereits im Vorkampf mit 806,7 Ringen das Toppergebnis des Tages geschossen. Auch im Finale waren sie nicht zu schlagen: Mit herausragenden 481 Ringen hatte das Jugendteam über 27 Ringe mehr als die Sieger im Erwachsenenbereich. Die erwachsenen Schützen zollten den Jugendlichen neidlos Anerkennung und bejubelten diesen tollen Erfolg.
Bei den Erwachsenen wechselte während des spannenden Finales öfters die Führung. Am Ende sicherte sich der SchV Elmenhorst (Anja Burmeister / Björn Witt) mit 453,4 Ringen den Meistertitel. Platz zwei ging an die SSG BooKuRiTra II (Andy Scheff / Anja Bidinger/393,6), gefolgt vom Scharbeutzer SV (Claudia Seide / Ole Seide), der mit 352,4 Ringen den dritten Platz belegte. Zuvor hatten sich diese drei Mannschaften im Luftgewehrbereich für das Finale qualifiziert: der SSC BooKuRiTra II als Vorkampferster (762,1 Ringe), der SchV Elmenhorst (761,8 Ringe) und der Scharbeutzer SV (756,0 Ringe).
Im Pistolenfinale lief es für den Vorkampfbesten (726), den PC Rendsburg (Svenja Rohwer / Viktor Deleske), hingegen nicht rund; das Duo landete mit 443,6 Ringen auf dem zweiten Platz und ging als Vizemeister vom Stand. Der zweitplatzierte SchV Rellingen (Sandra Klode / Timo Zimmermann/721) zeigte Nervenstärke: Er holte nicht nur den Vorsprung von 5 Ringen des PC Rendsburg auf, sondern zog mit insgesamt 447,7 Ringen vorbei und feierte den Meistertitel. Das Duo Christine und Ingmar Stempell (SchV Elmenhorst) kämpfte sich von Platz 4 im Vorkampf (693) im Finale auf den dritten Platz (382,2). Neben diesen drei Teams hatten sich im Vorkampf der Luftpistole auch der SSC Hemme (702) und die SpSch Fahrdorf (688) die begehrten Finaltickets gesichert.
Dass bei der Mix-Team-Meisterschaft nach den Qualifikationsrunden auch ein Finale geschossen wird, macht den Wettbewerb besonders interessant. Man merkte deutlich, wie sehr sich die Teilnehmer reinknieten. Das große Ziel war es natürlich, sich für das Finale zu qualifizieren – denn dort kann man sich selbst als Drittplatzierter des Vorkampfs noch ganz nach vorne kämpfen und den Landestitel gewinnen.
Die Besonderheit des Mix-Team-Wettbewerbs, der nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes (DSB) ausgetragen wird, besteht darin, dass jeweils ein männlicher und ein weiblicher Schütze gemeinsam an die Startlinie treten. Um sich überhaupt für die Landesmeisterschaft zu qualifizieren, mussten die Vereinsteams im Vorfeld einen Vorkampf auf Kreisschützenverbandsebene absolvieren, bei dem jeder Starter 40 Schuss abzugeben hatte.
Bei der Landesmeisterschaft qualifizieren sich dann die fünf besten Mannschaften für das Finale. Ein besonderes Augenmerk lag diesmal auf der Jugend: Die Nachwuchsschützen schossen gemeinsam mit den Erwachsenen, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. Sie lernten dabei vor allem, die nötige Geduld in den Pausen aufzubringen und diszipliniert auf Ansage zu schießen.
In den ersten drei Finalrunden werden jeweils 5 Schuss in einer Zeit von 300 Sekunden absolviert. Danach folgt jeweils zweimal ein Einzelschuss in je 60 Sekunden auf Ansage, um Platz 5 und die nachfolgenden Ränge zu ermitteln. Erst mit dem 22., 23. und 24. Schuss entscheidet sich schließlich, wer sich den Meistertitel sichert und wer als Vizemeister vom Stand geht.
Während im Luftgewehr-Vorkampf bereits in Zehntelwertung geschossen wird, wird im Luftpistolen-Vorkampf auf Ringwertung geschossen. Im Finale wird in beiden Wettbewerben auf Zehntelwertung geschossen.
Die Landessportleitung würde sich freuen, wenn sich bei den nächsten Landestitelkämpfen noch mehr Vereine an diesem hochinteressanten Wettbewerb beteiligen würden.
Landesmeisterschaft Zimmerstutzen in Elmenhorst
Bei der diesjährigen Landesmeisterschaft Zimmerstutzen Freihand und Auflage in Elmenhorst kamen 19 Teilnehmer aus zehn Vereinen zusammen, um ihre Treffsicherheit unter Beweis zu stellen.
In der Klasse Herren I entwickelte sich der Wettkampf zu einer reinen Vereinsangelegenheit des SchV Elmenhorst. Den Titel sicherte sich Vanessa Pauli mit 267 Ringen, gefolgt von ihren Mannschaftskameradinnen Ronja Diedrich (256 Ringe) und Lisa Schippmann (247 Ringe). In der Klasse Herren III dominierte – wie bereits in den vergangenen Jahren – Frank Reintjes (Ahrensburg) mit 267 Ringen das Feld. Den zweiten Platz belegte der Elmenhorster Björn Witt mit 245 Ringen.
Weitere Landesmeister: Sören Hochwald (Lübecker SpSch/272). Klaus Staack (SchG Burg/253), Anja Bidinger (SSG BooKuRiTra/246) und Klaus Richard Welz (Boostedter SchG/261).
Bei der Auflage setzte sich bei den Senioren I Nicole Ohms (Boostedter SchG/281,5) an die Spitze, dahinter folgt Thorsten Jung (VfB Schuby/275,5).
Bei den Senioren III setzte sich der Schwartauer Werner Petersen mit starken 286,9 Ringen, vor Gerd Brokmann (Lübecker SpSch/283,8) und Klaus Staack (SchG Burg/279,6).
Die Mannschaftswertung bei den Herren Alt entschied die SchGr im SV Hollingstedt für sich. Das Team, bestehend aus Heinz Buchholz, Reinhard Hoffmann und Bruno Krüger, erreichte insgesamt 786,1 Ringe. Der zweite Platz ging mit 546,6 Ringen an die Boostedter SchG.1 Mail App
Pressebericht zur LM Blasrohr 2026
In der Grundschule Sude-West in Itzehoe traten insgesamt 47 Jugendliche, Schützinnen und Schützen in 13 Altersklassen an der Schießlinie zusammen, um die neuen Landesmeister im Blasrohrsport zu ermitteln.
Das sportliche Highlight des Tages lieferte der amtierende Deutsche Meister Manfred Treller (SchGr. im SV Ellingstedt) bei den Herren IV. Mit 599 Ringen erzielte er ein fast perfektes Ergebnis; lediglich eine einzige „saubere“ Neun in der dritten Passe verhinderte das Maximum. Bernd Hammer vom SchV Kappeln (588 Punkte/2. Platz) und Torsten Boldt (583 Punkte/3. Platz/Itzehoer Hockey-Club) tauschten gegenüber den letztjährigen Landestitelkämpfen die Podestplätze.
Christine Kahllund vom SSV Fockbek sicherte sich mit 574 Ringen bei den Damen IV bereits zum dritten Mal hintereinander den Landestitel. Heidi Gottburg-Emcke (SchGr. im SV Ellingstedt) folgt mit 572 Ringen auf den zweiten Platz. Wie im letzten Jahr holte sich Elke Frahm-Koch, ebenfalls SchGr. im SV Ellingstedt, mit 546 Ringen den dritten Platz.
Hans-Peter Kahllund (SSC Fockbek) konnte sich dank einer enormen Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 589 Ringen bei den Herren V überlegen den Titel sichern. Sein Vereinskamerad Gerhard Kröger errang wie im letzten Jahr den Silberplatz (569), gefolgt vom DM-Vizemeister Dr. Ernst Kasten, der mit 564 Ringen auf den Bronzeplatz kam.
Bei den Herren I gab es einen Wechsel an der Spitze. Mit 557 Ringen sichert sich Finn Bechtel (SchV Wilster) den Titel vor dem Titelverteidiger Rafael Tappe Maestro (Itzehoer Hockey-Club/549).
Ina Scheunemann (Elmshorner SchG) siegte deutlich mit großem Vorsprung (585) bei den Damen I vor der Titelverteidigerin Rike Schulczewski (SchV Wilster/569) und Angie Lehmann (Haltenbeker SchV/561).
Bei den Herren II gingen die Medaillen genau wie im letzten Jahr an Reimer Hermann Lohse (Itzehoer Hockey-Club/576), Thomas Kühl (Elmshorner SchG/572) und Ron Nanko (SchV Kappeln/568).
Anja Kühl (Elmshorner SchG) gewann bei den Damen II souverän mit 586 Ringen bereits ihren vierten Landestitel vor Annika Buse (SchV Wilster/550).
Ein starkes Ergebnis schoss auch der Bundessieger von 2023, Stefan Bergfeld (Itzehoer Hockey-Club). Mit 595 siegte er bei den Herren III souverän vor Jens Hoffmann (SchGr im Ellingstedt/567) und Cornel Dumitras (Elmshorner SchG/565).
Bei den Damen ging es besonders eng zu. Am Ende hatte die Vorjahresdritte Birgt Speid (SSC Fockbek) mit 580 Ringen die Nase vorn, gefolgt von Cathrin Hinrichsen (Itzehoer Hockey-Club/577) und Verena Schreiber (Itzehoer Hockey-Club/571).
Weitere Landesmeister gingen zudem an: Gisela Kröger (SSC Fockbek), Jonte Rave (SchV Wilster), Jarik Woicke (SchV Wilster) und Tino Scheunemann (Elmshorner SchG).
Das Organisationsteam rund um den Blasrohr-Referenten Stefan Bergfeld sorgte mit zehn aufgebauten Schießständen für einen reibungslosen Ablauf. Geschossen wurde in zwei Runden auf eine Distanz von sieben Metern (beziehungsweise fünf Metern für die Schüler II), unterbrochen von einer kurzen Pause nach den ersten 30 Schüssen.
„Bei der Begrüßung konnte Blasrohrreferent Stefan Bergfeld auch den Bürgermeister der Stadt Itzehoe, Ralf Hoppe, willkommen heißen. Dieser zeigte sich erfreut, das Event live miterleben zu dürfen, da er zwar bereits von der aufstrebenden Sportart gehört hatte, sie jedoch noch nicht in Aktion gesehen hatte. Der Bürgermeister war sichtlich angetan: Er informierte sich in Gesprächen ausführlich über den Blasrohrsport und hielt das Geschehen auch fotografisch fest. Stefan Bergfeld bedankte sich bei ihm ausdrücklich dafür, dass die Stadt die Halle für die Landesmeisterschaft zur Verfügung gestellt hatte.
Zum Abschluss des Wettkampftages konnte Stefan Bergfeld ein erfreuliches Fazit ziehen, denn die Ergebnisse waren im Vergleich zu den Landesmeisterschaften 2025 zum Teil deutlich besser. Dies weckt die Hoffnung, dass der Norden – sobald der Deutsche Schützenbund (DSB) die Limitzahlen veröffentlicht – wieder einige Schützen zu den nationalen Wettkämpfen entsenden kann, die vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 in Osterode stattfinden.“
Starterliste LM Vorderlader u. Unterheb.
Limitlisten für die Landesmeisterschaft 2026
Limitliste für Gewehr, Pistole ... auch Auflage
Trainingsangebot im LLZ in Kellinghusen
Liebe Schützenschwestern und –brüder,
hier wird es wieder ein offenes Training bzw. ein Vorschießen im Landesleistungszentrum Kellinghusen geben.
Es soll am 10.05.2026 ab 10.00 Uhr stattfinden. Letzter Start 16:00 Uhr. Wir bieten an KK 50 m, KK 100 m, Luftpistole und Luftgewehr.
Die Kosten betragen pro Stunde und Person für das Training
bei Luftgewehr 3,-- € und
bei Kleinkaliber 5,-- €.
Um vorherige Anmeldung für das Training wird gebeten.
Bitte bei Kolja Zalewski schriftlich per Mail, 1.stv.sportleiter@ndsb-sh.de anmelden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Darüber hinaus haben sowohl die Mitarbeiter des NDSB als auch die an den Wettkampftagen verhinderten Wettkampfteilnehmer die Möglichkeit, vorzuschießen.
Bitte bei Bernd Sinner schriftlich per Mail landessportleiter.sportsch@ndsb-sh.de anmelden.
Landessportleitung