Angelika Nolte auf dem Weg zur WM
Für Angelika Nolte vom SchV Quickborn-Renzel beginnt am 14. August das Abenteuer Weltmeisterschaft im österreichischen Eisenstadt. An diesem Tag macht sie sich auf den Weg in den Süden, wo sie am darauffolgenden Tag auf ihre DSB-Mannschaft trifft. Gemeinsam reist das Team anschließend weiter nach Österreich.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nach der Ankunft in Eisenstadt allerdings nicht, denn der erste Tag vor Ort ist straff durchgeplant: Direkt nach dem Eintreffen stehen die obligatorische Waffenkontrolle sowie der offizielle Trainingstag auf dem Programm. Dieser Tag ist für die Schützin von enormer Bedeutung, um das Material ein letztes Mal überprüfen zu lassen und sich an die Gegebenheiten der Stände vor Ort zu gewöhnen.
Sportlich wartet in Österreich ein echtes Mammutprogramm auf Angelika Nolte, bei dem sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen muss. Sie geht in drei völlig unterschiedlichen Disziplinen an den Start:
Perkussionsfreigewehr 100 m liegend: Die Königs- und Lieblingsdisziplin von Angelika Nolte, bei der auf 100 Meter höchste Präzision erforderlich ist.
Steinschlossgewehr 100 m: Eine enorme Herausforderung, bei der sowohl die verzögerungsfreie Zündung des Steinschlosses als auch der Wind auf 100 Meter perfekt berechnet werden müssen.
Perkussionspistole: Der Wechsel auf die Kurzwaffe auf der 25-Meter-Distanz, bei dem absolute Nervenstärke und eine saubere Visierung über Ring oder Fahrkarte entscheiden.
Im Vergleich zu den Landesmeisterschaften wird international ein 13-Schuss-Programm auf zwei Scheiben geschossen. Es gibt keine Probeschüsse – gewertet werden ausschließlich die zehn besten Schüsse.
Genau vor zehn Jahren hat sich die stets freundliche, fröhliche und positiv denkende Angelika Nolte schon einmal für die Weltmeisterschaft qualifiziert und dort Mannschaftsgold geholt.
86-jähriger Willi Dawartz zum dritten Mal König der Husumer Schützengilde
Unter dem Applaus der zahlreichen Mitglieder und Gäste wurde dem 86-jährigen Willi Dawartz vor dem Thordsen-Saal der Königshut aufgesetzt. Mit seiner dritten Königswürde fügte der 86-Jährige der 440-jährigen Geschichte der Husumer Schützengilde von 1586 ein weiteres bemerkenswertes Kapitel hinzu.
Der Sonntag des traditionsreichen Hauptfestes begann mit dem Königsfrühstück. Vor der offiziellen Begrüßung erinnerte Hauptmann Thilo Berg mit dem seit Jahrhunderten gepflegten „Stillen Glas“ an den Gründer der Husumer Schützengilde, Herzog Adolf von Gottorf, Herzog von Schleswig-Holstein. Mit dieser feierlichen Zeremonie gedachte die Gilde ihres Gründers, dessen Bestätigung der Beliebung im Jahr 1586 den Grundstein für die bis heute lebendige Gemeinschaft legte.
Nach der offiziellen Begrüßung richteten die Ehrengäste ihre Grußworte an die Festgesellschaft. Für die Stadt Husum sprach Bürgervorsteher Robert Koch, der als höchster Repräsentant der Stadt insbesondere die Zusammenarbeit mit der Offenen Ganztagsschule sowie das Engagement der Husumer Schützengilde in der Kinder- und Jugendarbeit würdigte. Der erste stellvertretende Bürgermeister der Stadt Husum, Sven-Thomas Schmidt-Knäbel, überbrachte gemeinsam mit ihm die Grüße der Stadt.
Zu den Ehrengästen gehörten Gerhard Quast sowie Abordnungen des Vereins für Bürger-Vogelschießen von 1877 e. V., der Husumer Ringreitergilde von 1826 e. V. und der Schützengilde Dreimühlen von 1958 e. V. Ihre Teilnahme war zugleich Ausdruck der engen Verbundenheit zwischen den traditionsreichen Vereinen und Verbänden der Region.
Einen besonderen Akzent setzte anschließend der Ehrengast Gerhard Quast. Zwischen den einzelnen Gängen des Königsfrühstücks ließ er die Gäste an seinen jahrzehntelangen Erfahrungen im Schützenwesen teilhaben. Mit persönlichen Erlebnissen, historischen Einblicken und feinem Humor verstand er es, die Zuhörer zu fesseln und die Bedeutung von Gemeinschaft, Ehrenamt und Tradition eindrucksvoll zu vermitteln.
„Es kommt mir so vor, als wäre ich erst letztes Jahr hier gewesen. Dennoch sehe ich die positive Entwicklung“, sagte Gerhard Quast mit Blick auf seinen Besuch zum 400-jährigen Jubiläum und das diesjährige 440. Hauptfest.
Gerhard Quast prägte den Schießsport über Jahrzehnte hinweg als Präsident des Norddeutschen Schützenbundes von 1984 bis 2009 und gehörte 35 Jahre dem Präsidium des Deutschen Schützenbundes an. Er ist Ehrenmitglied des Deutschen Schützenbundes, Vorsitzender des Fördervereins für das Deutsche Schützenmuseum in Gotha sowie Vorsitzender des Fördervereins für Schützen in Schleswig-Holstein.
Im Anschluss an das Königsfrühstück wurden die Schießwettbewerbe fortgesetzt. Neben den Gildemitgliedern nutzten auch zahlreiche Gäste die Gelegenheit, sich in einem eigenen Wettbewerb miteinander zu messen. Bis zum Nachmittag herrschte auf den Schießständen reger Betrieb in kameradschaftlicher Atmosphäre.
Höhepunkt des Nachmittags war die feierliche Proklamation der neuen Majestäten. Unter großem Beifall wurde Willi Dawartz mit einem 184-Teiler zum dritten Mal König der Husumer Schützengilde von 1586 proklamiert.
Willi Dawartz liegt nicht nur der Schießsport am Herzen. Der 86-Jährige trainiert regelmäßig und sucht den Austausch mit Jung und Alt. Sein besonderes Interesse gilt dem Nachwuchs. Schon während seiner Selbstständigkeit engagierte er sich in der Ausbildung junger Menschen. Für ihn lebt das Ehrenamt davon, Verantwortung an die nächste Generation weiterzugeben.
„Die Besonderheit, zum dritten Mal die Königswürde zu tragen, ist für mich wie der Start zum Endspurt in mein letztes Lebensquartal. Und doch ist diese Königswürde für mich die wichtigste“, sagte Willi Dawartz nach seiner Proklamation.
Zur Königin wurde Brigitte Petersen proklamiert. Egon Petersen wurde Kronprinz, Vivian Berg Kronprinzessin, Alfred Mordhorst Prinz und Simone Petersen Prinzessin.
Auch die Gildejugend ermittelte ihre neuen Majestäten. Thilo Jörg Dettmer wurde Gildejugendkönig, Dylan Qasemerrang die Würde der Gildejugendkönigin.
Im Anschluss an die Proklamation wurden die Siegerinnen und Sieger der verschiedenen Wettbewerbe geehrt und die Preise überreicht. Den Abschluss des Hauptfestes bildete ein gemeinsames Abendessen in geselliger Runde. In seiner Antrittsrede bedankte sich der neue König Willi Dawartz für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und stimmte die Anwesenden auf ein gemeinsames Königsjahr ein.
Der Vorstand der Husumer Schützengilde bedankt sich herzlich bei allen Helferinnen und Helfern. Ein besonderer Dank gilt Edeka Jessen, famila, HaGe Baumarkt, Knudsen Wohnen, Schuh Mader, den Stadtwerken Husum und Uhren Sievers, die mit ihrem Engagement wesentlich zum Gelingen des Hauptfestes beigetragen haben.
Mit zahlreichen Glückwünschen für die neuen Majestäten und vielen persönlichen Gesprächen klang ein harmonisches Hauptfest aus. Einmal mehr zeigte sich, dass die 440-jährige Husumer Schützengilde von 1586 durch Gemeinschaft, Kameradschaft und gegenseitigen Respekt geprägt wird.
Laufende Scheibe – Deutscher Classic-Cup Laufender Keiler 2026
Auf der 50m-Anlage des SSC Neiden in Sachsen fand vom 10. bis 12. Juli 2026 der 1. „Classic-Cup Laufender Keiler“ des DSB statt.
Nach dem Wegfall der Klasse Herren III bei den Deutschen Meisterschaften und in Anbetracht der Tatsache, dass diese frühestens in einigen Jahren wieder bei der DM ausgeschrieben werden kann, möchte der DSB mit diesem Wettkampf speziell Sportler dieser Altersklasse ansprechen.
Der Wettkampf wurde auf dem KK-Stand auf die alte Keilerscheibe ausgetragen und soll auch künftig fester Bestandteil des DSB-Wettkampfkalenders werden. Das langfristige Ziel bleibt weiterhin die Wiedereinführung der Altersklassen bei den Deutschen Meisterschaften. Bis dahin bietet der „Classic-Cup“ eine hervorragende Alternative und zeigt eindrucksvoll, wie stark diese Klasse in den entsprechenden Disziplinen vertreten ist.
Die beim DSB eingereichten Anträge sowie die Gespräche zur Wiedereinführung der Klasse Herren III in den Disziplinen der Laufenden Scheibe scheinen auf positives Gehör gestoßen zu sein.
Der 1. Platz ging nach Baden-Württemberg. Der vom Bundesreferenten Laufende Scheibe, Matthias Mail, überreichte Pokal ist als Wanderpokal für diesen Wettbewerb gedacht. Wo der 2. „Classic-Cup Laufender Keiler“ im nächsten Jahr stattfinden wird, ist derzeit noch offen.
Drei Starter des NDSB waren bereits am Freitag angereist, um ihre Sportgeräte optimal auf die Anlage einzustellen. Am Samstag und Sonntag wurden die Oldies dann richtig aktiv: Geschossen wurden zwei komplette Wettkämpfe, die am Ende zusammen gewertet wurden.
Den 8. Platz belegte Marcus Kuhlmann mit 954 Ringen.
Direkt dahinter erreichte Thomas Looft mit 923 Ringen den 9. Platz.
Mit stolzen 82 Jahren errang Heinz Anders den 12. Platz.
Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Auflage für das Schießen auf die Laufende Scheibe dem Bundesreferenten sowie den anderen Teilnehmern vorgestellt und in ihren Hintergründen erläutert. Matthias Mail zeigte sich nicht abgeneigt und wird sich nun Gedanken darüber machen, wie diese Neuerung vom DSB umgesetzt werden kann.
Bericht vom
NDSB-Landesreferent Laufende Scheibe
Marcus Kuhlmann
Inklusion im Fokus:
Sportschützenclub Fockbek zu Gast im BG Klinikum Hamburg
Auf Einladung von Peter Richarz und initiiert durch die Informationen unseres Vereinsmitglieds Tjalf Caesar (selbst hochquerschnittgelähmt), machten sich Christine und Hans-Peter Kahllund sowie Gisela Kröger mit vollem Equipment auf den Weg nach Hamburg-Bergedorf.
Das Ziel: Das dortige Querschnittgelähmten-Zentrum der BG Klinik. Die Vorfreude war groß – ebenso wie die gespannte Erwartung, was das Team dort erwarten würde und welche Anforderungen an sie gestellt werden.
Nach einem sehr herzlichen Empfang durch Peter Richarz ging es direkt an die Vorbereitungen. Schon während des Aufbaus der Scheiben, Auflagen, Blasrohre, Stative und des Reinigungsmaterials zogen die Fockbeker die Aufmerksamkeit auf sich. Sowohl Patienten als auch Therapeuten verfolgten jeden Handgriff mit großem Interesse.
Individuelle Anpassung für maximalen Erfolg
Insgesamt rund 15 Patientinnen und Patienten bildeten die wichtigste Zielgruppe des Tages. Das Team des SSC Fockbek stellte sich ganz individuell auf die Ressourcen jedes Einzelnen ein. Mithilfe von Spezialstativen auf den Tischen wurden Greifhöhen und Zielhöhen exakt auf die körperlichen Voraussetzungen der Teilnehmer angepasst.
Ein emotionaler Aha-Moment
Der absolute Höhepunkt des Tages waren die strahlenden Augen der Patienten. Für viele war es ein sichtlich emotionaler Moment und ein spürbarer Stolz, zu erleben, dass es eine Sportart gibt, die sie – teilweise völlig selbstständig oder mit minimaler Unterstützung – ausüben können. Genau hier beginnt echte Inklusion: Sport verbindet und baut Barrieren im Kopf und im Alltag ab.
Begeisterung bei den Therapeuten
Auch das therapeutische Fachpersonal zeigte sich tief beeindruckt. Aus medizinischer Sicht bietet das Blasrohrschießen enorme Vorteile für die Rehabilitation, da es die Lungenfunktion und die Atemmuskulatur auf spielerische, aber hochwirksame Weise trainiert.
Der Besuch im BG Klinikum Hamburg hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig und wertvoll die inklusive Vereinsarbeit des Sportschützenclubs Fockbek ist. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten vor Ort für den inspirierenden Austausch und diesen unvergesslichen Tag!
Schießsportleiter*in-Bogen, der/die Nächsten
Der NDSB führt seit dem Jahr 2024 jedes Jahr mindestens 1 Schießsportleiter Bogen Lehrgang in der Landesturnschule Trappenkamp durch.
Durch das Ausbildungsteam unter Leitung von B Trainer Michael Lehmann sowie den Kampfrichtern Matthias Heidelberg (KR A) und Heinz-Willi Neuhaus (KR B) wurden Anfang Juni 26 wieder 15 TeilnehmerInnen in 34 Lehreinheiten incl. schriftlicher Prüfung auf ihre zukünftigen Aufgaben als Schießsportleiter vorbereitet.
Wie plane ich Veranstaltungen oder Turniere im Verein? Was muss ich zum Thema Sicherheit alles beachten oder Fragen zur Aufsicht wurden intensiv diskutiert. Was muss ich beim Training mit Kindern in deren Entwicklung beachten. Das schwierige Thema sexualisierte Gewalt wurde von Heinz-Willi Neuhaus wieder mit besonderem Einfühlungsvermögen vermittelt. Die anschließenden Gespräche zu diesem Thema zeigten, wie intensiv das Thema die Teilnehmenden mitgenommen hat.
Am Sonntagnachmittag nach der Prüfung konnten Michael Lehmann und Matthias Heidelberg allen Beteiligten erfreut mitteilen, dass alle ihre Prüfung mit hervorragenden Ergebnissen bestanden haben.
Im Herbst werden aus diesem Teilnehmerkreis 4 Schütz*innen schon die nächste Ausbildungsstufe zum Trainer C Basis beginnen.
Mit den Teilnehmenden aus dem Jahr 2022 sowie 2024-2026 wurden rd. 70 Personen zum Schießsportleiter Bogen ausgebildet.
Michael Lehmann, als verantwortlicher Ausbilder Bogen im NDSB: die jährliche Ausbildung beginnend vom Schießsportleiter über den Trainer C Basis bis hin zum erstmaligen Lehrgang für den Trainer C Leistung Bogen wird das Leistungsniveau im Bogenbereich des NDSB kontinuierlich verbessern. Und auch die Vereine werden durch die ausgebildeten Schütz*innen profitieren.
Die Planungen für das Jahr 2027 sind schon wieder im vollen Gange.
Wir freuen uns schon.
Matthias Heidelberg, Michael Lehmann und Heinz-Willi Neuhaus
Blasrohrsport begeistert Besucher im Kreishaus Nordfriesland
Von der ersten Minute an herrschte reger Betrieb an den beiden Blasrohrständen des Kreisschützenverbandes Nordfriesland beim Tag der offenen Tür des Kreises Nordfriesland. Von 11:00 Uhr bis 15:45 Uhr nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, den Blasrohrsport selbst auszuprobieren. Dank zweier Schießstände konnten mehrere Teilnehmer gleichzeitig aktiv werden, sodass keine längeren Wartezeiten entstanden. Besonders beliebt waren die spontanen Wettkämpfe, bei denen Familien, Freunde oder zufällig zusammengefundene Besucher ihr Können unmittelbar miteinander vergleichen konnten.
Viele Gäste hielten erstmals ein Blasrohr in den Händen und waren überrascht, wie schnell sich erste Erfolgserlebnisse einstellten. Gerade weil sich erste Erfolgserlebnisse schnell einstellen, eignet sich der Blasrohrsport hervorragend als Einstieg in den Schießsport. Gleichzeitig werden Konzentration, kontrollierte Atmung, Hand-Augen-Koordination, Körperbeherrschung sowie das Zielen mit beiden geöffneten Augen gefördert. Dadurch eignet sich der Blasrohrsport gleichermaßen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und verbindet Bewegung, Konzentration, Gemeinschaft und Gesundheitsförderung auf besondere Weise.
„Blasrohrsport ist weit mehr als das Treffen einer Scheibe. Wer regelmäßig trainiert, entwickelt Konzentration, Körpergefühl und Selbstvertrauen – und erlebt schon nach kurzer Zeit erste Erfolgserlebnisse“, erläutert Kreisvorsitzender Thilo Berg.
Für den Kreisschützenverband Nordfriesland steht dabei nicht allein das sportliche Ergebnis im Mittelpunkt. Vielmehr bietet der Blasrohrsport die Möglichkeit, eigene Fähigkeiten zu entdecken, Selbstvertrauen zu entwickeln und gemeinsam mit anderen Freude an Bewegung und Konzentration zu erleben. Gerade diese Verbindung aus persönlicher Entwicklung und Gemeinschaft macht den besonderen Reiz dieser Sportart aus.
Immer wieder wurde die Frage gestellt, in welchen Vereinen des Kreisschützenverbandes Nordfriesland Blasrohrsport angeboten wird. Hierzu stellte der Verband seinen neuen Informationsflyer vor, der die 23 Mitgliedsvereine übersichtlich präsentiert und über einen QR-Code direkt zur Internetseite des Kreisschützenverbandes führt. Das Interesse war groß: Es wurden Telefonnummern ausgetauscht und erste Trainingstermine in den Vereinen vereinbart.
Am Rande der Veranstaltung ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Sport. Ein ausführlicheres Gespräch führte Kreisvorsitzender Thilo Berg mit dem Vorsitzenden des Kreissportverbandes Nordfriesland, Matthias Hansen. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Ausbildungsoffensive des Kreisschützenverbandes Nordfriesland sowie der weitere Ausbau qualifizierter Aus- und Fortbildungsangebote für Trainerinnen und Trainer, Jugendleitungen und ehrenamtlich Engagierte.
Unterstützt wurde der Auftritt des Kreisschützenverbandes von der stellvertretenden Vorsitzenden und Damenleiterin Waltraud Mürmann, Sportleiter Karl-Christian Hansen, dem stellvertretenden Kreisjugendleiter Jörg Mahmens sowie Ausbildungsleiter und Vorderladerreferent Dirk Heim. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass die zahlreichen Besucher fachkundig betreut wurden und die Faszination des Blasrohrsports unmittelbar erleben konnten.
Interessierte finden Informationen zu den Mitgliedsvereinen, Trainingsmöglichkeiten sowie zum Aus- und Fortbildungsangebot auf der Internetseite des Kreisschützenverbandes Nordfriesland.
Der Tag der offenen Tür hat eindrucksvoll gezeigt, dass der Schießsport in Nordfriesland weit mehr ist als Wettkampf. Er steht für Gemeinschaft, Gesundheitsförderung, Konzentration und lebenslanges Lernen. Der Kreisschützenverband Nordfriesland wird diesen Weg konsequent weitergehen und auch künftig Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den Schießsport begeistern sowie seine Mitgliedsvereine durch ein modernes Aus- und Fortbildungsangebot unterstützen.
Bericht: KV Thilo Berg
FOTO: TABEA BRUMBACH
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Schuljahres-Abschluss-Wettkampf
Schuljahres-Abschluss-Wettkampf begeistert Kinder, Ehrengäste und Unterstützer
Husum. Mit einem abwechslungsreichen Wettkampf, zahlreichen Ehrengästen und vielen stolzen Kindern und Jugendlichen endete das Schuljahr für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Offenen Ganztagsschule (OGTS) sowie der Förder- und Intensivierungszeit (FiZ) der Theodor-Storm-Schule in der Schießsportanlage der Husumer Schützengilde.
Der Schuljahres-Abschluss-Wettkampf bildet traditionell den Höhepunkt eines Schuljahres, in dem Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Angebote der Husumer Schützengilde nutzen. Die Kurse finden im Rahmen der Offenen Ganztagsschule täglich am Nachmittag sowie zusätzlich als FiZ-Angebote der Theodor-Storm-Schule während der Unterrichtszeit statt.
Zur Eröffnung begrüßte die Husumer Schützengilde zahlreiche Gäste aus Politik, Schule und Gesellschaft. Kreispräsident Frank Zahel würdigte in seinem Grußwort die engagierte Kinder- und Jugendarbeit der Husumer Schützengilde und hob insbesondere die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Schulen, Ehrenamtlichen und Förderern hervor. Dabei stellte er heraus, dass die Angebote weit mehr vermitteln als sportliche Fertigkeiten. Konzentration, Verantwortungsbewusstsein, Fairness, gegenseitiger Respekt und soziale Kompetenzen seien wichtige Grundlagen für die persönliche Entwicklung junger Menschen.
Während des Wettkampfes konnten die Kinder und Jugendlichen ihr Können in den Disziplinen Lichtgewehr, Blasrohr und Bogenschießen unter Beweis stellen. Die modernen und altersgerechten Sportgeräte ermöglichen einen sicheren Einstieg in den Schießsport und fördern gleichzeitig Koordination, Konzentration und Selbstvertrauen.
Neben dem Kreispräsidenten nahmen auch Husums Bürgervorsteher Robert Koch, Bürgermeister Martin Kindl, Vertreter der Schulen sowie Förderer und Unterstützer der Jugendarbeit an der Veranstaltung teil. Während eines Rundgangs informierten sie sich über die vielfältigen Angebote und die moderne Schießsportanlage der Husumer Schützengilde.
Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote und dem Engagement der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer. Viele der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen besuchen die Kurse bereits seit mehreren Jahren und konnten ihre Fortschritte eindrucksvoll unter Beweis stellen. Besonders die Mischung aus sportlicher Herausforderung, Gemeinschaftserlebnis und persönlicher Förderung macht die Angebote der Husumer Schützengilde für viele Schülerinnen und Schüler attraktiv.
Die Verantwortlichen der Husumer Schützengilde sehen die Schulkooperationen als wichtigen Beitrag zur Kinder- und Jugendarbeit in der Region. Neben den sportlichen Inhalten lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, Regeln einzuhalten und respektvoll miteinander umzugehen. Gleichzeitig erhalten sie die Möglichkeit, neue Talente zu entdecken und Selbstvertrauen zu entwickeln.
Der Schuljahres-Abschluss-Wettkampf bot den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit, die im Laufe des Schuljahres erworbenen Fähigkeiten unter Wettkampfbedingungen anzuwenden. Entsprechend groß war die Freude über gelungene Ergebnisse, persönliche Bestleistungen und die verdienten Auszeichnungen bei der Siegerehrung.
Bei der Siegerehrung wurden die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgezeichnet. Den ersten Platz belegte Emma mit 80,2 Punkten vor Mads mit 76,2 Punkten.
Für eine unerwartete Wendung sorgte die nachträgliche Kontrolle der Wertungsunterlagen. Dabei wurde festgestellt, dass der Wertungsbogen von Jaimy versehentlich nicht in die Endauswertung übernommen worden war. Die erneute Berechnung ergab, dass Jaimy mit 75,2 Punkten den dritten Platz erreicht hatte.
Die Husumer Schützengilde korrigierte die Ergebnisliste umgehend. Am Samstagnachmittag erhielt Jaimy Brumbach vor der Schießsportanlage der Husumer Schützengilde aus den Händen von Bürgermeister Martin Kindl seinen verdienten Pokal und die Auszeichnung für den dritten Platz. Die Verantwortlichen entschuldigten sich für das Versehen und gratulierten ihm zu seiner hervorragenden Leistung. Die schnelle und transparente Korrektur wurde von allen Beteiligten positiv aufgenommen und unterstrich die Bedeutung von Fairness und sportlicher Gerechtigkeit.
Jugendschaffer Thilo Berg dankte zum Abschluss den zahlreichen Helferinnen und Helfern, den Kuchen- und Speisenspendern, den Schulen, den Eltern sowie den Förderern. Besonders die Unterstützung durch die Böttcher-Stiftung und das ehrenamtliche Engagement vieler Beteiligter tragen wesentlich dazu bei, dass die Angebote für Kinder und Jugendliche erfolgreich durchgeführt werden können.
Der Schuljahres-Abschluss-Wettkampf zeigte eindrucksvoll, wie Schule, Verein, Ehrenamt und Förderer gemeinsam dazu beitragen, jungen Menschen sportliche, soziale und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Husumer Schützengilde hat sich erneut als wichtiger Baustein der Kinder- und Jugendarbeit in Husum erwiesen
Laufende Scheibe Ländervergleichswettkampf und Grand Prix in Walldorf (Baden-Württemberg)
Gleich 2 hochkarätige Wettkämpfe in den Disziplinen Laufende Scheibe mit internationaler Beteiligung fanden in Walldorf vom 15. – 17.05.2026 statt.
Zu dem Internationalen Ländervergleichswettkampf in den KK-Disziplinen, sowie zu dem Grand Prix mit dem Luftgewehr waren Sportlerinnen und Sportler aus dem In- und Ausland angetreten. Für die anstehende ISSF-Weltmeisterschaft Moving Target in der Disziplin Laufende Scheibe in Tallinn (Estland) vom 21.-25.07.2026 haben der Bundeskader, sowie Athleten aus Katar, Schweden, Finnland, Frankreich, Österreich und Deutschland diese optimale Gelegenheit unter Wettkampfbedingungen genutzt, um ihrer Form den letzten Schliff zu verleihen.
Neben der Europameisterin und den Schützinnen und Schützen, die Deutschland bei der Weltmeisterschaft vertreten, haben auch 2 Schützen vom NDSB in diesem internationalen Teilnehmerfeld sich gut geschlagen.
Unter den Augen vom Bundestrainer erreichte Sven Bentien die folgenden Platzierungen:
50 m Herren I: 22. Platz mit 511 Ringen,
50 m Mix Herren I: 21. Platz mit 338 Ringen,
10 m Herren I: 20. Platz mit 491 Ringen,
10 m Mix Herren I: 17. Platz mit 336 Ringen
Thomas Looft erreichte die folgenden Platzierungen:
50 m Herren III: 4. Platz mit 446 Ringen (trotz Waffendefekt)
50 m Mix Herren III: 5. Platz mit 292 Ringen
Es musste wieder festgestellt werden, wie unterschiedlich die Schießstände sind. Die Sportgeräte mussten vor Ort auch auf diesen Schießstand eingestellt werden.
Die Disziplinen Laufende Scheibe stellen höchste Anforderungen an Konzentration, Kraft, Timing und Präzision. Sie gelten als technisch anspruchsvolle Disziplinen im Schießsport.
Bericht:
NDSB-Landesreferent Laufende Scheibe
Marcus Kuhlmann
Foto: DSB