Limitzahlen für Hannover und Dortmund
DM_Dortmund_-LG_Aufl.-_Limits_03.09.2026 DM_Hannover_-G-P_Aufl.-_Limits_03.09.2026
2. Medaille für den PC Rendsburg
Nach dem Erfolg in der Disziplin 50 m Pistole schlug das Team des PC Rendsburg am vorletzten Wettkampftag der Deutschen Meisterschaft in München-Hochbrück erneut zu. In der Disziplin 25 m Sportpistole (Herren III) sicherten sich Holger Nesemann, Uwe Hofmann und Viktor Deleske mit insgesamt 1.623 Ringen die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung.
Nach dem Präzisionsschießen lag das Trio mit zwei Ringen Vorsprung vor Altenseelbach noch auf dem Silberrang. Im anschließenden Duellwettkampf konnten die drei Rendsburger ihre gewohnte Leistung jedoch nicht ganz abrufen, sie wurden noch überholt und mit 21 Ringen Abstand auf Platz 3 verwiesen.
Hinter diesen Erfolgen steckt Routine, Leidenschaft und Kontinuität. Uwe Hofmann trat bei den diesjährigen Titelkämpfen zu seinem insgesamt 132 an. Seit 1979 kommt er – trotz knapp 10 Jahren Auszeit (1985–1988 sowie 1991–1996) – auf 119 Starts bei den Freihand-Wettbewerben in München sowie seit 2018 auf weitere 13 Starts bei den Deutschen Meisterschaften der Pistolenauflage-Disziplinen in Hannover. Schon 1979 sicherte sich der junge „Spund“ bei seiner allerersten DM-Teilnahme prompt den Titel des Deutschen Luftpistolen-Meisters in der Schülerklasse.
Holger Nesemann gehört seit Jahrzehnten zu den absoluten Urgesteinen des Schießsports. Seine erste Deutsche Meisterschaft schoss er 1973, damals wurden die Meisterschaften noch in Wiesbaden ausgetragen. Seit 2011 schießt er für den PCR und hat sich seitdem jedes Jahr für die Deutschen qualifiziert. In seinen 53 Jahren im Schießsport war er bei 52 Deutschen Meisterschaften ununterbrochen dabei und absolvierte über 160 Start, lediglich die Corona Pandemie unterbrach seine beeindruckende Serie.
Viktor Deleske komplettiert das erfahrene Team als verlässliche Stütze. Er begann 2014 mit dem Sportschießen und ist seit 2015 ununterbrochen in München sowie seit 2018 bei den Auflage-Wettbewerben in Hannover bei den Titelkämpfen dabei.
Mit diesem erneuten Medaillenerfolg unterstreicht der PC Rendsburg einmal mehr seine Ausnahmestellung als erfolgreichster Verein des NDSB bei diesen Titelkämpfen.
Und der Hunger auf weitere Erfolge ist noch lange nicht gestillt. Zusammen mit Frank Zitzke, Uwe Knapp und Ronny Kühn, die ebenfalls bei der Deutschen Meisterschaft am Start waren, richtet sich der Blick schon jetzt nach vorne. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an – oder wie Holger Nesemann mit einem Schmunzeln ergänzte: „In einigen Wettbewerben ist das Ganze schließlich noch ausbaufähig!“
JSC Warder triumphiert in Dornsberg
Die Wurfscheibenschützen des JSC Warder zeigten bei den Deutschen Meisterschaften im FITASC-Parcours in Dornsberg eine überragende Leistung. Neben einem Premierensieg in der Herren-Mannschaftswertung feierte der Verein Gold, Silber und Bronze in den Einzelwettbewerben.
Simon Sommerfeld sicherte sich mit hervorragenden 180 Scheiben seinen ersten Einzeltitel bei den Herren. In einem hochdramatischen Wettkampf setzte er sich mit nur einer einzigen Scheibe Vorsprung gegen Johann Rößle (Drei Linden Zusmarshausen / 179 Scheiben) durch. Die Entscheidung fiel erst in der allerletzten Runde. Simon Sommerfeld bewahrte kühlen Kopf und traf 24 Scheiben, während sein Konkurrent auf 21 Treffer kam.
Komplettiert wurde das starke Ergebnis durch Hendrick Wienandts, der sich mit 177 Scheiben die Bronzemedaille sicherte.
Auch in der Mannschaftswertung führte kein Weg am JSC Warder vorbei. Gemeinsam mit Marius Elpers – dem Deutschen Meister im Compak Sporting vom Mai– holten Simon Sommerfeld und Hendrick Wienandts mit 530 Scheiben den Mannschaftstitel nach Warder. Damit feierte die Herren-Mannschaft eine Premiere und sicherte sich zum ersten Mal den Titel im FITASC-Parcours, nachdem sie bereits im Frühjahr beim Flinte Compak Sporting auf dem 1. Platz gelandet war.
Ein absoluter Garant für Medaillen ist seit Jahren auch Martje Meyer. Sie führte nach der sechsten Runde bei den Damen mit fünf Scheiben Vorsprung, musste dann aber die Seriensiegerin Nicole Hewing vom WTC Flamschen (WF/158) doch noch ziehen lassen. Mit drei Scheiben (155) Rückstand gewann die die Silbermedaille.
„Der Samstag war extrem anspruchsvoll, dafür war der Sonntag bezüglich der Scheiben etwas ausgeglichener. Persönlich hatte ich ein sehr gutes Gefühl: Ich konnte meine Leistung sowie meinen aktuellen Trainingsstand auf den Punkt abrufen und hatte viel Spaß.“ so Martje Meyer.
Es war ein schönes und hervorragend organisiertes Meisterschafts-Wochenende. Bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad spielte das Wetter am Samstag bestens mit. Auch ein kleiner Regenschauer am Sonntag tat der hervorragenden Stimmung und dem reibungslosen Ablauf des Wettkampfs keinen Abbruch.
Robby gibt alles für unseren Verband
Unser brandneues NDSB-Maskottchen Robby feierte seinen ersten großen Auftritt und ging direkt bei der diesjährigen Maskottchen-Olympiade an den Start. Mit viel Einsatz, Sportsgeist und bester Laune vertrat er die Farben des Norddeutschen Schützenbundes.
In drei spannenden Disziplinen musste Robby sein Geschick unter Beweis stellen:
Zum Auftakt war pure Standfestigkeit gefragt. Robby bewies enormen Gleichgewichtssinn und hielt starke 2:14 Minuten auf einem Bein durch.
Bei der zweiten Aufgabe ging es um Präzision beim Ballwurf auf einer Leiter. Hier landeten leider zwei von drei Bällen im Aus, sodass Robby einen Punkt einfahren konnte.
Im finalen Spiel waren die grauen Zellen der Maskottchen gefordert. Bei Fragen rund um die Deutsche Meisterschaft – wie etwa nach dem Alter des ältesten Teilnehmers oder der Gesamtzahl der Starter – drehte Robby noch einmal richtig auf und punktete souverän.
Am Ende sicherte sich Robby einen guten 6. Platz in der Gesamtwertung.
Ein besonderer Dank gilt unserem 2. stellvertretenden Landesjugendleiter Matti Persson, der in das kostbare Robbenkostüm schlüpfte und unter der Verkleidung alles gab.
Nach dem anstrengenden Wettkampf war Robby zwar verständlicherweise „platt wie eine Flunder“, aber die Freude über das gelungene Debüt überwog.
Der Blick ist bereits nach vorne gerichtet: Im nächsten Jahr möchte Robby definitiv das Treppchen in Angriff nehmen!
Unser Nachwuchs beim RWS Shooty Cup Endkampf
Der siebte Tag der Deutschen Meisterschaften auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück stand ganz im Zeichen der Schüler. Denn der bekannte RWS Shooty Cup Endkampf stand auf dem Programm.
Während auf den anderen Ständen hochkonzentriert um nationale Titel gekämpft wurde, prägten die aufgeregten Schülerinnen und Schüler das Bild auf dem gesamten Gelände.
Schon vor dem eigentlichen Wettkampf wartete das erste Highlight auf unseren Nachwuchs. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit den offiziellen RWS-Shooty-Cup-Shirts ausgestattet. Bei einem Fotoshooting präsentierte sich unser Team gemeinsam mit unserem nagelneuen Maskottchen Robby, das erst am Vortag offiziell vorgestellt worden war und nun seine feierliche Premiere beim RWS Shooty Cup feierte. Zusammen mit den bunten Maskottchen der anderen Landesverbände und unter großem Jubel marschierten die Mannschaften anschließend in die Luftdruckhalle ein – Gänsehautmomente für alle Team!
Für unseren Verband traten Emma Metzing und Alexander Arlt (Luftgewehr) sowie Tjalf Schöning und Aiden Wachowiak (Luftpistole) in der großen Luftdruckhalle an.
Sportlich lief es an diesem Tag leider nicht ganz nach Wunsch. Am Ende mussten sich unsere vier Nachwuchsschützen im RWS Endkampf mit dem letzten Platz zufriedengeben.
Dennoch gab es erfreuliche Lichtblicke. Vor allem unsere Pistolenschützen zeigten eine starke Leistung und schossen sogar bessere Ergebnisse als bei den diesjährigen Landesmeisterschaften.
Am Ende zeigte sich jedoch deutlich die enorm hohe Leistungsdichte im Vergleich zu den anderen Landesverbänden. Das Ergebnis macht klar, wie hoch das Niveau im RWS Endkampf auf Bundesebene ist – ein Ansporn, an dem wir nun weiter arbeiten werden, um in Zukunft weiter vorne mitreden zu können.
Trotz der Platzierung war der Tag ein unvergessliches Erlebnis. Die gesammelten Erfahrungen, die einmalige Kulisse und der Teamgeist mit Robby an der Seite nimmt Emma, Alexander, Tjalf und Aiden niemand mehr!
Unser Maskottchen Robby ist da!
Die Idee, ein Maskottchen Robby zu haben, geisterte der Landesjugendleitung schon länger durch den Kopf. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft 2025 wurden schließlich Nägel mit Köpfen gemacht: Wir brauchen Robby in Lebensgröße!
Unser Landesjugendvorstand machte sich sogleich an die Arbeit. Mit tatkräftiger Unterstützung unseres Jugendkaderbeauftragten Markus Lais berieten wir uns mit anderen Landesverbänden, um den perfekten Partner für dieses besondere Projekt zu finden. Die Empfehlungen führten uns schnell zur Fachfirma Farbula.
Mit ersten Konzeptbildern und vielen kreativen Ideen im Gepäck machten sich Markus und Matti Persson auf den Weg zu Farbula. Vor Ort wurden Details besprochen, erste Entwürfe verfeinert und verschiedene Stoffe auf Herz und Nieren getestet. Als feststand, dass Farbula unsere Vision perfekt umsetzen kann und der Kostenrahmen gesteckt war, ging es an die Finanzierung.
Ein großes Dankeschön geht hierbei an den NDSB, den Förderverein für Schützen in Schleswig-Holstein sowie an einen großzügigen privaten Spender – erst durch diese Unterstützung wurde das Projekt überhaupt möglich!
Der anschließende Herstellungsprozess verlief absolut reibungslos. Dank der hervorragenden Kommunikation und der großen Erfahrung des Farbula-Teams konnte Robby pünktlich zur Deutschen 2026 abgeholt werden.
Genau ein Jahr nach den ersten Plänen war es dann soweit. Im Rahmen des Jugendleiterabends wurde Robby feierlich der Welt präsentiert! Dank der erstklassigen handwerklichen Arbeit von Farbula und seinem enorm hohen Wiedererkennungswert hat Robby die Herzen aller Anwesenden im Sturm erobert. Wir freuen uns riesig auf die vielen gemeinsamen Jahre und Abenteuer, die jetzt vor uns liegen!
Platz 4 für Klaus Richard Welz
Für Klaus Richard Welz (Boostedter SchG) verlief der Para-Zimmerstutzen-Wettkampf insgesamt sehr gut. Lediglich über eine Acht beim letzten Schuss ärgerte er sich etwas. Dennoch erzielte er bei seiner dritten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft sein bisher bestes Ergebnis.
Ein Blick auf die Gesamtergebnisse sorgte allerdings für Frust: Ringgleich mit dem Dritten verpasste Klaus Richard eine Medaille hauchdünn, da bei Ringgleichheit die letzte Serie entscheidet.
Auch die beiden Erstplatzierten lagen lediglich einen einzigen Ring vor ihm.
„Das Ärgerliche ist: Ich hätte nur eine Neun gebraucht, um statt Vierter Deutscher Meister zu werden“, so Klaus.
Bronze für Tjark Wolfgang Buchwald
Nach dem DM Gold-Triumph im Mixed-Team für den Mecklenburgischen Schützenverband ging Tjark (SchV Neumünster) in der Disziplin 50m Pistole für den Norddeutschen Schützenbund an den Start. Trotz eines holprigen Beginns bewies er starke Nerven, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und gewann die Bronzemedaille.
Der Auftakt verlief alles andere als gewünscht. Nach vier zähen Serien – darunter eine schwache 81er-Serie – lag Tjark weit hinter seinen eigenen Erwartungen zurück.
„Ich bin rausgegangen und habe mir klargemacht, dass ich gerade einen Wettkampf schieße“, beschreibt er die Situation. Die kurze Pause brachte den mentalen Umschwung. Zudem reagierte Tjark auf die veränderten Lichtverhältnisse und entfernte den Farbfilter. Die Maßnahme zeigte sofort Wirkung. In der fünften Serie schoss er bärenstarke 94 Ringe.
Auch wenn Tjark selbstkritisch bleibt, ist das Ergebnis bemerkenswert. Mit lediglich vier Trainingseinheiten über die 50m-Distanz – da der Hauptfokus der Saison auf der Luftpistole lag – hatte er bei diesem Wettkampfverlauf nicht mehr mit einer Medaille gerechnet.
Wegen technischer Probleme an der elektronischen Anzeigetafel war seine genaue Platzierung zunächst unklar. Erst gut 20 Minuten nach Wettkampfende, als das Gesamtergebnis schwarz auf weiß auf dem Bildschirm erschien, realisierte er, dass er seine zweite Medaille bei dieser DM errungen hatte.
Bronze für den PCR
Der Pistolenclub Rendsburg (PCR) hat wieder zugeschlagen. Im Wettbewerb 50 m Pistole sicherten sich die Schützen erneut die Bronzemedaille. Damit errang der PCR zugleich die erste Medaille für den Norddeutschen Schützenbund bei diesen Wettkämpfen. Für die Rendsburger Mannschaft ist es zudem ein beeindruckendes Triple, nachdem sie bereits in den beiden Vorjahren 2024 und 2025 jeweils Bronze in dieser Disziplin gewinnen konnte.
Die erfolgreiche Mannschaft trat in der Besetzung Holger Nesemann, Uwe Hofmann und Viktor Deleske an und erzielte gemeinsam ein starkes Gesamtergebnis von 1.521 Ringen. Der Senior im Team, Holger, war an diesem Tag mit 509 Ringen der stärkste Schütze der Mannschaft. Uwe und Viktor steuerten jeweils 506 Ringe zum bronzenen Mannschaftsergebnis bei.
Für Viktor verlief der Start zunächst etwas zäh, sodass er hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. Obwohl sich das Wetter im Laufe des Tages veränderte – von anfänglichem Regen hin zu wärmeren Temperaturen und Sonnenschein –, wollte er dies keineswegs als Ausrede gelten lassen, da die Bedingungen auf dem Stand für alle Schützen gleich waren.
In den ersten Serien fand Viktor noch nicht zu seiner optimalen Form und erzielte zunächst durchschnittliche 86 Ringe. Nach dieser Einstiegsphase sammelte er jedoch seine Konzentration und steigerte sich in der folgenden Serie. Aufder letzten Scheibe hatte er allerdings auch mit Unachtsamkeiten zu kämpfen: Bei einem Schuss löste sich der Abzug unerwartet früh. Der Blick auf die Scheibe bestätigte das Missgeschick – statt der angestrebten 8, 9 oder 10 wurden es nur 2 Ringe. Damit war die Konzentration für den letzten Schuss weg, und zum Abschluss schoss er noch eine Sieben.
Auch wenn das Einzelergebnis für Viktor persönlich unter seinen eigenen Ansprüchen lag, reichte die starke Gesamtleistung des Trios für den verdienten Podestplatz.
Schleswig-Holstein-Abend bei der DM
Bei bester Stimmung und gutem Wetter fand im NDSB-Zelt wieder der traditionelle Schleswig-Holstein-Abend im Rahmen der Deutschen Meisterschaften statt. Im direkten Anschluss an das olympische Wochenende bot das Event die perfekte Gelegenheit, abseits des Wettkampfgeschehens auf der DM in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Landessportleiter Bernd Sinner begrüßte die anwesenden Athletinnen und Athleten, die sich mit ihren starken Leistungen für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert hatten. Sein Gruß galt auch Präsident Lars Rothfuß, allen Trainern, Betreuern, Eltern sowie den mitgereisten Fans. Ein besonderer Dank ging an Christa Bidinger, Sonja Ostermann; Martina Spaude und Christiane Huppert für die Organisation des Abends.
Als besondere Ehrengäste durfte Bernd Sinner die Bundespistolennachwuchstrainerin Jördes Grabe sowie den Landestrainer aus Mecklenburg-Vorpommern, den mehrfachen Olympiasieger Ralf Schumann, sowie die frischgebackenen deutschen Mix-Meister Tjark Wolfgang Buchwald und seine Partnerin Finja Linn Schlünz, die sich nach einem fulminanten Finale die Goldmedaille sicherten, begrüßen.
Bundespistolennachwuchstrainerin Jördes Grabe hob in ihrer Ansprache die gute Jugendarbeit hervor. Sie dankte dem Norddeutschen Schützenbund und seinen Mitgliedern für ihren maßgeblichen Anteil an der Entwicklung junger Nachwuchstalente. „Tjark feierte dieses Jahr bereits seine Premiere bei der Junioren-Weltmeisterschaft und vertrat Deutschland dort hervorragend“, so Jördes Grabe.
„Als Nachwuchstrainerin steht für mich – in enger Zusammenarbeit mit dem Team – fest, dass wir ihn auf seinem Weg Richtung Olympia und Perspektivkader (PK) -Kader weiter voll unterstützen werden. Ohne das Engagement an der Basis, vom Ehrenamt bis hin zum Landestrainer und der gesamten Gemeinschaft des Norddeutschen Schützenbundes, wäre ein solcher Weg nicht möglich. Im Namen des Deutschen Schützenbundes galt daher allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für den starken Einsatz und die bisherigen Erfolge“, so Jördes Grabe.
Auch NDSB-Präsident Lars Rothfuß richtete motivierende Worte an den Nachwuchs, die Eltern und Trainer. Er ermutigte die jungen Sportlerinnen und Sportler, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen: Wenn es einmal nicht wie gewünscht läuft, heiße es dranzubleiben und weiter zu trainieren – der Erfolg stellt sich mit der Zeit ein.
Zudem hob der Präsident die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Norddeutschen und dem Mecklenburgischen Schützenverband hervor. Nur durch eine solche Kooperation könne man Talente bestmöglich fördern. Hier gebe es keinen Raum für Neid, die Entwicklung und das Wohl der Sportlerinnen und Sportler müssen stets an erster Stelle stehen – auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus.
Mit den besten Wünschen für einen guten Appetit, gemütliche Stunden und anregende Gespräche leitete der Präsident schließlich in den geselligen Teil des Abends über.
Deutscher Rekord und Gold-Jubel bei der DM
Mit einer schießsportlichen Meisterleistung der Extraklasse haben sich Tjark Wolfgang Buchwald und seine Mix-Partnerin Finja Linn Schlünz (Junioren) den Titel bei den Deutschen Meisterschaften mit der Luftpistole gesichert. Was das Duo am Stand ablieferte, war Schießsport auf absolutem Spitzenniveau – gekrönt von einem deutschen Rekord.
Im Vorkampf lief es für Tjark noch keineswegs nach Wunsch. Dass der Einzug ins Finale dennoch als Zweitplatzierte geklappt hat, habe ich vor allem Finja zu verdanken, so Tjark. Sie hielt das Duo im Rennen und rettete das Team souverän in die Finalrunde.
Im Finale fand dann auch Tjark zu seiner Stärke zurück, denn was folgte, versetzte selbst erfahrene Fachexperten ins Staunen.
Mit einer unglaublichen Präzision und Nervenstärke lieferte er eine regelrechte Weltklasse-Leistung ab. Über die gesamte Finalserie hinweg leistete er sich lediglich ein einziges Mal eine 9,9 (bei 24 Finalschüssen) – alle anderen Schüsse saßen mitten im Zentrum. Mit diesem überragenden Ergebnis schoss das Team den Sieg heraus und stellte gleichzeitig einen neuen Deutschen Rekord auf. Dieses phänomenale Ergebnis ist eine Marke für die Ewigkeit und dürfte auf Jahre hinaus halten.
Bereits 2024 sorgte Tjark für ein Ausrufezeichen, als er sehr überraschend seine erste Medaille – damals Bronze mit der Luftpistole – gewann.
In der Disziplin Luftpistole, in der er für den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern an den Start geht, qualifizierte er sich als Vierter für das Finale und kämpfte sich dort mit einer starken Leistung bis auf den 3. Platz (Bronzemedaille) vor.
Dass der Wechsel zum Nachbarverband Mecklenburg-Vorpommern mit der Luftpistole Früchte trägt, zeigt die enorme positive Entwicklung: Dort wird Tjark von dem ehemaligen Weltklasse Schützen Ralf Schumann trainiert und gezielt weiterentwickelt.
Einen Wettkampf, Freie Pistole, hat der junge sympathische Tjark noch bei der Deutschen. In diesem Wettkampf startet er für seinen Heimatverband, dem NDSB.
Mit so einer Leistung hätte ich heute Morgen nicht gerechnet, so Tjark. Das Finale einfach so aus zu schießen, ist einfach super, freuten sich beide im anschließenden Sieger-Interview. Ein großer Dank galt dem gesamten Trainer- und Betreuerteam sowie dem Rückhalt in den Vereinen (SchV Neumünster und SchV Vier Tore Neubrandenburg). Trotz der Distanzen beim Training funktioniert das Zusammenspiel perfekt.
DM News
Traditionell fangen die Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in Garching Hochbrück mit den olympischen Disziplinen an.
Mit starken Leistungen, persönlichen Bestmarken und Nervenstärke setzten die Jungschützen und Schützen Ausrufezeichen im nationalen Teilnehmerfeld.
Maximilian Schaarschmidt (SpSch Fahrdorf) sticht mit zwei persönlichen Bestleistungen hervor. Bereits mit der Sportpistole (25 m) knüpfte er nahtlos an seine Form von der Landesmeisterschaft an und belohnte sich trotz kleinerer mentaler Hürden in den letzten beiden Duell-Serien mit einer neuen persönlichen Bestleistung. Am Folgetag setzte er noch eins drauf. Mit herausragenden 553 Ringen stellte er im Wettbewerb mit der Luftpistole eine weitere Bestmarke auf und sicherte sich in einem hochkarätigen Feld den 9. Platz – ein Top-Ten-Ergebnis, auf der Trainer Karl-Heinz Wolf stolz ist.
Ebenfalls stark präsentierte sich Vivien Tragemann (Segeberger BSch, Juniorinnen II) im KK-Liegendkampf. Obwohl es während des ganzen Wettkampfes heftig regnete und Wind war und sie auch erst um 18.30 Uhr Startzeit hatte, ließ sie sich nicht beeindrucken und ging voll fokussiert an den Stand und sicherte sich mit hervorragenden 607,6 Ringen den 21. Platz.
Weniger Wetterglück hatten Pia Marie Lewenhagen und Lisa Helene Busack (beide Segeberger BSch). Ein Unwetter sorgte für einen kurzzeitigen Abbruch des Probeschießens, doch beide kämpften sich trotz widrigster Bedingungen tapfer durch ihren Durchgang.
Tamme Kind vom SchV Reinfeld feierte eine DM-Premiere, und das 2 mit Wettbewerben. Er zeigte in den Wettbewerben KK - 3 Pos. und KK-Liegend solide Leistung
Bereits zum dritten Ml qualifizierte sich Kalina Lyubomirova (Husumer Schützengilde) für die Deutsche Meistershaft. Mit der Luftpistole (Juniorinnen II) erreichte sie mit 535 Ringen den 23. Platz unter 52 Teilnehmerinnen.
Beeindruckend war, dass sie nach einer schwachen Phase mentale Stärke zeigte und direkt im Anschluss ihre Tagesbestserie von 94 Ringen schoss.
Leander Link (SchV Redderschmiede/Junior I) verpasste im KK-Liegendkampf zwar die Medaillenränge, zeigte sich mit einer neuen persönlichen Bestleistung zufrieden.
Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll: Wer ruhig, konzentriert und gut vorbereitet an den Start geht, kann auch auf nationaler Ebene Höchstleistungen abrufen.
Top-Platzierungen bei den Herren II
Auch bei den Herren II gab es Grund zum Jubeln. Mirco Viebrantz vom SSV Kassau schoss im KK-Liegendkampf starke 616,5 Ringe und erreichte damit einen hervorragenden fünften Platz. Er selbst war zwar nicht ganz zufrieden, da zwei Schüsse nicht optimal waren und eine noch bessere Platzierung oder gar eine Medaille verhinderten.
Ebenfalls den Sprung unter die besten zehn schaffte es Jonas Kofoed (SpSch Fahrdorf), der sich mit sehr guten 561 Ringen in der Disziplin Luftpistole den achten Platz sicherte.
4. Platz für Aidan Jones bei der DM Lichtpistole
Aidan Jones vom Scharbeutzer Schützenverein zeigte bei der zweiten Deutschen Meisterschaft im Lichtschießen in Frankfurt am Main eine starke Leistung. In einem spannenden Wettkampf schrammte das Nachwuchstalent als Vierter nur hauchdünn am Siegerpodest vorbei.
Mit hervorragenden 144 Ringen (72/72) fehlten ihm am Ende lediglich zwei Ringe auf den Bronzeplatz – ein tolles Ergebnis auf nationaler Ebene!
Dass Aidan Jones ganz vorne mitschießen kann, stellte er bereits in den vergangenen Jahren unter Beweis. Schon 2024 sorgte er für sportliche Furore, als er beim Norddeutschland-Cup gleich zweimal die Silbermedaille errang. Im darauffolgenden Jahr legte er noch einen drauf und sicherte sich im nordrhein-westfälischen Neuss beim Norddeutschland-Cup die begehrte Goldmedaille im Wettbewerb Lichtpistole-Auflage.
Auch wenn sie keine Medaille gewonnen hat, war die Freude bei Ida Roß (SchV Elmenhorst) riesengroß. Im vergangenen Jahr belegte sie bei der ersten Deutschen Meisterschaft mit 150 Ringen noch den 22. Platz. In diesem Jahr steigerte sie sich mit hervorragenden 169 Ringen auf einen starken zwölften Rang.