Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Landesschützentag stellt Weichen für die Zukunft

Nach der Feierstunde mit Grußworten und Ehrungen erfolgte der satzungsgemäße Teil mit Wahlen, Berichten und der Satzungsänderung.

„Die Delegierten wählen Lars Rothfuß mit überwältigter Mehrheit erneut zu ihrem Präsidenten“. Auch der bisherige kommissarische Landessportleiter Bernd Sinner hat das volle Vertrauen von den Delegierten bekommen.

Zur neuen stellvertretenden Landesschatzmeisterin wurde Britta Petersen (Tornesch) einstimmig gewählt. Die leidenschaftliche Freizeitreiterin, die 2022 vom Leistungsrudern zum Sportschießen wechselte, blickt ihrer neuen Aufgabe im Verband mit großer Freude entgegen. Ihr Ziel ist es, die Verbindung zwischen modernem Sport und gelebtem Brauchtum aktiv mitzugestalten.“

In den Ehrenrat wurden Heiko Rehwoldt, Dirk Möller, Norbert Claußen, Uwe Gluschitz und Ute Barths gewählt.

Bei der geheimen Wahl zum neuen Revisor setzte sich die Diplom Fachwirtin Lisa Schippmann gegen Brigitte Preuß durch. Als Ersatz Revisor wählten die Delegierten Brigitta Grube.

Vor den Wahlen standen die Berichte des Gesamtpräsidium sowie der Referenten auf der Tagesordnung. Zu den Berichten gab es seitens der Delegierten keine Fragen. Ausbildungsleiter Hans-Peter Lange ergänzte seinen Bericht noch, das die Ausbilder den

Vereinstrainern im NDSB noch mehr Fortbildungsmöglichkeiten anbieten wollen. 

„In Zukunft werden in den Bereichen Bogen und Kugel verstärkt Tagesseminare mit jeweils acht Lehreinheiten angeboten. Bitte nennt Hans-Peter Lange per E-Mail Themen und Wünsche für Fortbildungen, die von den Trainern-Ausbildern gehalten werden sollen. Gerne könnt ihr ihm auch Personen benennen, die solche Fortbildungslehrgänge referieren oder  zumindest fachlich unterstützten können. 

Der 2. stellvertretende Landesjugendleiter Matti Persson berichtete von zahlreichen Wettkämpfen und Aktivitäten der Landesjugendleitung. Dieses wurde den Delegierten nicht nur berichtet sondern in einer Powerpointpräsentation eindrucksvoll gezeigt. „Der langersehnte Wunsch das die Jugend im Verband ein eigenes Maskottchen bekommt geht in Erfüllung“, so Matti Person. Leider ist er bis heute noch nicht fertig genäht, aber auf der Deutschen Meisterschaft in München werden wir Geburtstag feiern, da werden wir unser Maskottchen vorstellen. Ein großer Dank galt den Sponsoren unter anderem auch der Förderverein für Schützen in Schleswig-Holstein.

Dem Präsidium  ist einstimmig Entlastung für das Geschäftsjahr 2025 erteilt worden, auch der Jahreshaushalt 2026 ist einstimmig angenommen worden.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Versammlung war die Satzungsänderung. Da die 2018 beschlossene Satzung vom Registergericht nicht eingetragen wurde, lag sie jahrelang brach. Um rechtliche Klarheit zu schaffen, hoben die Delegierten die alte Fassung von 2018 einstimmig auf.

​Im vergangenen Jahr erarbeitete das Gesamtpräsidium einen neuen Entwurf, der im Oktober 2025 vom Verbandsrat befürwortet wurde. Das Finanzamt bestätigte bei einer Vorprüfung bereits, dass die Änderungen die Gemeinnützigkeit des Verbandes nicht gefährden. Das Registergericht hatte nur zwei kleine Anmerkungen, die bereits in den aktuellen Entwurf eingearbeitet wurden. Die neue Satzungsänderung wurde von den Delegierten mit nur einer Gegenstimme angenommen. Das Präsidium soll die neue Satzungsänderung dem Vereinsregister zur Eintragung vorlegen. Die Neufassung der Satzung tritt mit ihrer Eintragung in das Vereins Register in Kraft.

​„Da die Homepage des Verbandes mittlerweile in die Jahre gekommen ist und aufgrund ihrer technischen Beschaffenheit nicht mehr lange betrieben werden kann, haben wir mit der Heise Group einen professionellen Partner gesucht. Dieser wird unsere Website fit für die Zukunft machen, damit wir unsere Mitglieder auch künftig optimal auf dem Laufenden halten können“, so Präsident Lars Rothfuß.

​Ein besonderer Dank gilt Dieter Tucholke, der die Homepage über Jahre hinweg geführt hat. Ebenso dankte Lars Rothfuß dem Kreisschützenverband Rendsburg-Eckernförde – hier insbesondere Kai Ralfs –, der unsere Beiträge bis zur Fertigstellung der neuen eigenen Homepage stets aktuell veröffentlicht.

Es sind zwei Anträge eingegangen, der erste Antrag sah vor, das Stimmrecht für Präsidiumsmitglieder bei Abstimmungen während des Landesschützentages abzuschaffen; dieser wurde jedoch von der Versammlung abgelehnt. Auch der zweite Antrag, der die Berechnung der Versicherungsbeiträge für Zweitmitgliedschaften betraf, fand keine Mehrheit und wurde ebenfalls abgelehnt.

Präsident Lars Rothfuß stellte die neuen Kreisvorsitzenden vor: Marc Miltzow (Ostholstein), Sven Osterhof (Herzogtum-Lauenburg) und Thomas Koll (Dithmarschen)

In seinem Schlusswort gab Präsident Lars Rothfuß noch einige wichtige Termine bekannt. Der diesjährige Landeskönigsball findet wie gewohnt in Travemünde im Maritim am 14. November 2026 statt. 

„Entgegen der Bekanntgabe auf dem Landesschützentag 2025 muss der nächste Landesschützentag am 25. April 2027 leider verlegt werden. Die Veranstaltung findet nun nicht in Brunsbüttel, sondern im Bildungszentrum DEULA in Rendsburg statt. Wir bitten um Beachtung der geänderten Ortsangabe.“

Mit dem Schleswig-Holstein Lied und dem traditionellen Fahnenausmarsch endete der 73. Ordentliche Landesschützentag.

​„Nach dem Fahneneinmarsch und der Totenehrung begrüßte Präsident Lars Rothfuß anlässlich des 73. Ordentlichen Landesschützentages die Gäste sowie die Jungschützen, Schützinnen und Schützen zur Feierstunde im Hotel Maritim in Travemünde.

​Der Einladung waren unter anderem Kirsten Bruhn (Vorstandsmitglied Inklusion des LSV), Dieter Vielbeck (DSB-Vizepräsident Bildung), der DSB-Vizepräsident Finanzen und Präsident des Landesschützenverbandes Mecklenburg-Vorpommern Gerd Hamm, der Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes Alfred Siemer, der Ehrenpräsident des NDSB Günther Kaste  sowie die Ehrenmitglieder Lore Bausch, Uwe Gluschitz, Niko Schwiemann und Markus Lais gefolgt.“

​Kirsten Bruhn, Vorstandsmitglied für Inklusion beim Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) und eine der erfolgreichsten Para-Schwimmerinnen der Welt, sprach ihre volle Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Sie bedankte sich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz, durch den unter anderem die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften im Feldbogen in Kellinghusen ermöglicht wurde. „Das ist keine Selbstverständlichkeit, aber es ist das Fundament unserer erfolgreichen Arbeit“, betonte sie.  

Neben den sportlichen Herausforderungen gibt es viele weitere Aufgaben, wie etwa Satzungsänderungen, der Aufbau einer neuen Homepage sowie die laufende Instandhaltung des Landesleistungszentrums in Kellinghusen. Die Anforderungen wachsen zwar stetig, doch der Einsatz lohnt sich, damit der Schießsport in unserem Land auch in Zukunft in seiner ganzen Vielfalt sichtbar und lebendig bleibt.

​Sie freue sich sehr, dass mit Tajrk Wolfgang Buchwald ein dritter Schütze des Landesverbandes den Sprung in den Bundeskader und damit in das Team Schleswig-Holstein geschafft hat. Seine Qualifikation zeige, dass er auf einem guten Weg sei – vielleicht sogar mit Blick auf die Olympischen Spiele. Der Landessportverband unterstütze aktiv die Bemühungen, dieses bedeutendste Multisportevent nach Deutschland zu holen. Eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele biete die große Chance, Schleswig-Holstein als Sportstandort weiter zu stärken. Dies gelte nicht nur für den olympischen und paralympischen Spitzensport, sondern auch für alle anderen Sportarten und die breite Vereinsarbeit.

Der LSV setzt sich weiterhin entschlossen für den Schützenbund ein, insbesondere bei der Umsetzung der Sportentwicklungsplanung und der Verbesserung der Situation von Sportstätten, insbesondere barrierefreien Sportstätten für Paraschützen, um das Sportland Schleswig-Holstein zukunftsfähig zu halten.

​DSB-Vizepräsident Bildung Dieter Vielbeck betonte: „Das Jahr 2026 markiert einen bedeutenden Meilenstein für den Deutschen Schützenbund“. Der Verband feiere das 75-jährige Bestehen seit der Wiedergründung im Jahr 1951, begleitet von zahlreichen Veranstaltungen und einem digitalen Rückblick auf der DSB-Webseite.  

Der DSB verzeichnet das vierte Wachstumsjahr in Folge. Die Mitgliederzahl stieg um 7.482 auf insgesamt 1.357.240 Schützinnen und Schützen. Besonders erfreulich ist die Dynamik bei den unter 21-Jährigen, deren Zahl um 2,78 % gestiegen ist.  Die Anzahl der Vereine ist leicht um 99 auf 13.502 gesunken. Dieser Trend spiegelt den anhaltenden Strukturwandel wider, bei dem sich die Schützen zunehmend in größeren und fusionierten Einheiten organisieren.

„Der Deutsche Schützenbund und seine Landesverbände nehmen die zunehmende Radikalisierung mit großer Sorge wahr. „Um unsere Vereine vor Ort bei der Prävention und im Umgang mit extremistischen Tendenzen bestmöglich zu unterstützen, haben wir eine Kontaktliste für den Ernstfall erarbeitet“, so Dieter Vielbeck. Ergänzend dazu bietet der DSB ein eigens entwickeltes Kartenspiel an, das spielerisch zum Austausch über demokratische Werte anregt und direkt beim DSB bezogen werden kann. 

Das diesjährige Treffen der Öffentlichkeitsarbeiter widmete sich den Schwerpunkten „Künstliche Intelligenz“ (Chancen/Risiken) und einer möglichen Olympia-Bewerbung Deutschlands.

​Die Berichterstattung des DSB konzentriert sich auf internationale Ereignisse wie die Junioren-WM in Suhl. Die Präsenz auf Social Media (Facebook, Instagram, TikTok) wächst kontinuierlich. Der beliebte monatliche Podcast „Volltreffer“ wird fortgesetzt.

Wir suchen weiterhin Ehrenamtliche für die Auszeichnung „Stiller Star“. Es gibt bestimmt noch viele Schützinnen und Schützen, die eine solche Auszeichnung verdient hätten, so Dieter Vielbeck.

​Die Evaluation des Waffenrechts durch das Bundesinnenministerium (BMI) verzögert sich aufgrund der Fülle an Stellungnahmen bis in den Sommer 2026. Der DSB setzt sich hierbei weiterhin vehement für die Interessen seiner Mitglieder ein.  

​Es ist äußerst positiv, dass die Kugelmunition aus dem aktuellen Entwurf der EU-Kommission zur Bleibeschränkung vollständig entfernt wurde. Bei der Schrotmunition für Flintenstände bestehen jedoch weiterhin restriktive Herausforderungen, bei denen wir als Verband auf Nachbesserungen drängen.

Die Junioren-WM in Suhl (16. bis 26. Juni) und der Weltcup in München (24. bis 31. Mai) stellen im sportlichen Bereich in diesem Jahr die Höhepunkte dar. In Doha bei der Weltmeisterschaft werden die ersten Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vergeben.

​„Wir arbeiten gemeinsam mit den Landesverbänden an einer neuen, vereinheitlichten Sport-Software, deren Ergebnisse ab April 2026 präsentiert werden sollen“, so der Vizepräsident.  

Die Bildung ist für unseren Verband und seine Landesverbänden von zentraler Bedeutung, denn sie eröffnet wichtige Chancen – nicht  nur im Sport, sondern auch im Berufsleben. Für 2026 sind 16 Maßnahmen für lizenzierte Trainer sowie 55 Breitensportlehrgänge am Bundesstützpunkt Wiesbaden geplant. 

Für die Landesverbände sprach Gerd Hamm, DSB-Vizepräsident und Präsident des Landesschützenverbandes Mecklenburg-Vorpommern, sein Grußwort. ​Wir leben davon, dass wir Informationen austauschen und gemeinsam schauen, wie wir die Herausforderungen der Gegenwart meistern. Wir sind nicht nur eine enge Gemeinschaft – wichtig ist vor allem, dass wir diese Gemeinschaft auch nach außen darstellen. Das gilt beispielsweise gegenüber der Politik beim Thema Waffenrecht, das uns seit Jahren begleitet. Wir wären heute nicht so weit, wenn wir nicht so geschlossen auftreten würden. „Dafür brauchen wir starke Landesverbände und einen starken DSB, der diese Interessen nach außen vertritt‘, betonte Gerd Hamm.

​Anschließend lud er zum 65. Deutschen Schützentag nach Schwerin ein. Er würde sich freuen, wenn zahlreiche Vereine kämen und am großen Schützenausmarsch durch die Schweriner Innenstadt teilnähmen. Schwerin ist eine wunderschöne Stadt; das Schloss als Weltkulturerbe sowie die Altstadt muss man einfach gesehen haben. Lasst uns gemeinsam das Schützenwesen feiern und nach außen tragen!“

Nach den Grußworten erfolgten Ehrungen für Sportler und Funktionäre.

Bei den Sportlern wurden für ihre Erfolge bei den verschiedenen Deutschen Meisterschaften folgende Schützen geehrt: Maximilian Bülow, Markus Möhring, Jessica Drews, Fabian Niklas Horn, Stefan Dost, Daniel Baggendorf, Ute Krause und Manfred Treller geehrt. Sie alle erhielten eine silberne bzw. goldene Sportlernadel und einen Gutschein überreicht.

Folgende ehrenamtliche Funktionäre wurden geehrt:

Norddeutscher Schützenbund: Bernd Rose und Matthias Traibtzsch (Verdientskreuz Bronze), Jörg Becker, Thomas Koll, Stephan Vogt und Andreas Kuhlemann (Verdientskreuz Silber).

Deutscher Schützenbund: Telse Kühl, Ralf Riebes, Marlies Knauer, Karl-Heinz Teetzen, Wolfgang Göbel (Ehrenkreuz Bronze).

Markus Möhring, Bogenreferent im Kreisschützenverband Stormarn und selbst erfolgreicher Schütze, setzt sich nachdrücklich für die Anerkennung der Blankbogen-Disziplin „Target“ ein.

​Anlass dafür war das Grußwort des DSB-Vizepräsidenten, in dem dieser den Armbrustsport thematisierte und betonte, dass der DSB die Etablierung einer Europameisterschaft in dieser Sparte sehr begrüßen würde. Möhring nahm dies zum Anlass, nachzuhaken: „Und was ist mit Blankbogen Target?“ Während internationale Titelkämpfe – also Europa- und Weltmeisterschaften – in den Disziplinen „3D“ und „Feld“ längst etabliert seien, fehle ein solches Angebot für die Disziplin „Target“ komplett. „Mein Wunsch ist es, dass auch die Blankbogen-Disziplin ‚Target‘ endlich die internationale Anerkennung erhält, die sie verdient“, so Möhring.

Präsident Lars Rothfuß sagte in seiner Laudatio: „Heute möchten wir einen Mann ehren, der unseren Verband in stürmischen Zeiten nicht nur stabilisiert, sondern durch seinen unermüdlichen Einsatz maßgeblich geprägt hat.“ Jens Denecke

Seine Verbundenheit zu unserem Verband zeigte sich bereits früh. Von 2008 bis 2009 bekleidete er das Amt des Vizepräsidenten, bevor er im Jahr 2009 in Brunsbüttel zum Landesschatzmeister gewählt wurde. In einer Phase großer Unruhe übernahm er Verantwortung und lotste unseren Verband sicher durch schwierige Gewässer. Dass wir heute als Verband schuldenfrei und liquide dastehen, ist zu einem großen Teil seiner konsequenten und umsichtigen Arbeit zu verdanken.

​Dabei zeichnete sich Jens Denecke stets durch seine Bodenständigkeit aus; er war sich nie für eine Aufgabe zu schade. Ob es um die praktische Unterstützung vor Ort oder um Projekte wie die Renovierung der Geschäftsstelle im Jahr 2010 ging – auf ihn war immer Verlass.

​Auch nach einer gesundheitsbedingten Pause bewies Jens Denecke 2021 seine tiefe Loyalität zu unserem Verband. Nach dem plötzlichen Tod seines geschätzten Vorgängers Thomas Hartmann sprang er sofort in die Bresche und übernahm kommissarisch das Amt des Landesschatzmeisters. Dieser Einsatz und seine Kompetenz überzeugten die Mitglieder, sodass er 2022 mit überwältigender Mehrheit erneut in dieses Amt gewählt wurde.

Jens Denecke hat im Jahr 2025 die Entscheidung getroffen, nicht erneut zu kandidieren und die Amtsgeschäfte vertrauensvoll in die Hände seines Stellvertreters zu legen.

Als Zeichen der großen Wertschätzung für sein langjähriges Wirken und in Anerkennung seiner herausragenden Verdienste ernannte Präsident Lars Rothfuß Jens Denecke zum Ehrenmitglied.

 

Pressebericht zur LM Blasrohr 2026

In der Grundschule Sude-West in Itzehoe traten insgesamt 47 Jugendliche, Schützinnen und Schützen in 13 Altersklassen an der Schießlinie zusammen, um die neuen Landesmeister im Blasrohrsport zu ermitteln.

 Das sportliche Highlight des Tages lieferte der amtierende Deutsche Meister Manfred Treller (SchGr. im SV Ellingstedt) bei den Herren IV. Mit 599 Ringen erzielte er ein fast perfektes Ergebnis; lediglich eine einzige „saubere“ Neun in der dritten Passe verhinderte das Maximum.   Bernd Hammer vom SchV Kappeln (588 Punkte/2. Platz) und Torsten Boldt (583 Punkte/3. Platz/Itzehoer Hockey-Club) tauschten gegenüber den letztjährigen Landestitelkämpfen die Podestplätze.

Christine Kahllund vom SSV Fockbek sicherte sich mit 574 Ringen bei den Damen IV bereits zum dritten Mal hintereinander den Landestitel. Heidi Gottburg-Emcke (SchGr. im SV Ellingstedt) folgt mit 572 Ringen auf den zweiten Platz. Wie im letzten Jahr holte sich Elke Frahm-Koch, ebenfalls SchGr. im SV Ellingstedt, mit 546 Ringen den dritten Platz.

Hans-Peter Kahllund (SSC Fockbek) konnte sich dank einer enormen Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 589 Ringen bei den Herren V überlegen den Titel sichern. Sein Vereinskamerad Gerhard Kröger errang wie im letzten Jahr den Silberplatz (569), gefolgt vom DM-Vizemeister Dr. Ernst Kasten, der mit 564 Ringen auf den Bronzeplatz kam.

Bei den Herren I gab es einen Wechsel an der Spitze. Mit 557 Ringen sichert sich Finn Bechtel (SchV Wilster) den Titel vor dem Titelverteidiger Rafael Tappe Maestro (Itzehoer Hockey-Club/549).

Ina Scheunemann (Elmshorner SchG) siegte deutlich mit großem Vorsprung (585) bei den Damen I vor der Titelverteidigerin Rike Schulczewski (SchV Wilster/569) und Angie Lehmann (Haltenbeker SchV/561).

Bei den Herren II gingen die Medaillen genau wie im letzten Jahr an Reimer Hermann Lohse (Itzehoer Hockey-Club/576), Thomas Kühl (Elmshorner SchG/572) und Ron Nanko (SchV Kappeln/568).

Anja Kühl (Elmshorner SchG) gewann bei den Damen II souverän mit 586 Ringen bereits ihren vierten Landestitel vor Annika Buse (SchV Wilster/550).

Ein starkes Ergebnis schoss auch der Bundessieger von 2023, Stefan Bergfeld (Itzehoer Hockey-Club). Mit 595 siegte er bei den Herren III souverän vor Jens Hoffmann (SchGr im Ellingstedt/567) und Cornel Dumitras (Elmshorner SchG/565).

Bei den Damen ging es besonders eng zu. Am Ende hatte die Vorjahresdritte Birgt Speid (SSC Fockbek) mit 580 Ringen die Nase vorn, gefolgt von Cathrin Hinrichsen (Itzehoer Hockey-Club/577) und Verena Schreiber (Itzehoer Hockey-Club/571).

Weitere Landesmeister gingen zudem an: Gisela Kröger (SSC Fockbek), Jonte Rave (SchV Wilster), Jarik Woicke (SchV Wilster) und Tino Scheunemann (Elmshorner SchG).

Das Organisationsteam rund um den Blasrohr-Referenten Stefan Bergfeld sorgte mit zehn aufgebauten Schießständen für einen reibungslosen Ablauf. Geschossen wurde in zwei Runden auf eine Distanz von sieben Metern (beziehungsweise fünf Metern für die Schüler II), unterbrochen von einer kurzen Pause nach den ersten 30 Schüssen.  

„Bei der Begrüßung konnte Blasrohrreferent Stefan Bergfeld auch den Bürgermeister der Stadt Itzehoe, Ralf Hoppe, willkommen heißen. Dieser zeigte sich erfreut, das Event live miterleben zu dürfen, da er zwar bereits von der aufstrebenden Sportart gehört hatte, sie jedoch noch nicht in Aktion gesehen hatte. Der Bürgermeister war sichtlich angetan: Er informierte sich in Gesprächen ausführlich über den Blasrohrsport und hielt das Geschehen auch fotografisch fest. Stefan Bergfeld bedankte sich bei ihm ausdrücklich dafür, dass die Stadt die Halle für die Landesmeisterschaft zur Verfügung gestellt hatte.

​Zum Abschluss des Wettkampftages konnte Stefan Bergfeld ein erfreuliches Fazit ziehen, denn die Ergebnisse waren im Vergleich zu den Landesmeisterschaften 2025 zum Teil deutlich besser. Dies weckt die Hoffnung, dass der Norden – sobald der Deutsche Schützenbund (DSB) die Limitzahlen veröffentlicht – wieder einige Schützen zu den nationalen Wettkämpfen entsenden kann, die vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 in Osterode stattfinden.“