Limitzahlen für Hannover und Dortmund
DM_Dortmund_-LG_Aufl.-_Limits_03.09.2026 DM_Hannover_-G-P_Aufl.-_Limits_03.09.2026
Bogen DM in Wiesbaden – Bronze zum Abschluss der Jugendklasse
Ein persönlicher Wettkampfbericht von Emil Sperber
Vom 11. bis 13. September 2026 fand in Wiesbaden die Deutsche Meisterschaft im Bogenschießen statt. Für mich begann der Wettkampf am 11. September – und dieses Turnier war etwas Besonderes für mich, denn es war meine letzte Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse Recurve Jugend. Entsprechend groß war die Motivation, die Jugendzeit mit einem guten Ergebnis abzuschließen.
In der Qualifikation erreichte ich 648 Ringe. Mit meiner Leistung war ich dabei nur bedingt zufrieden, da ich wusste, dass ich noch etwas mehr hätte herausholen können. Dennoch reichte das Ergebnis für den zweiten Platz in der Qualifikation und damit für eine sehr gute Ausgangsposition für die anschließenden K.-o.-Matches.
Das Achtelfinale konnte ich mit 6:0 deutlich für mich entscheiden. Im Viertelfinale traf ich dann auf einen guten Bogenschützenfreund aus Bayern, mit dem ich während der Sommerferien vier Tage gemeinsam trainiert hatte. Dadurch war dieses Match für mich sicherlich nicht ganz einfach. Die freundschaftliche Verbundenheit hat bei mir durchaus eine gewisse Hemmung ausgelöst, gegen ihn konsequent zu schießen. Trotzdem gelang es mir, mich mit 6:4 durchzusetzen und damit den Einzug in das Finale der besten vier Schützen zu sichern.
Am nächsten Morgen begann das Training bereits um 9 Uhr auf dem Trainingsfeld neben dem Kurhaus. Das Halbfinale startete um 10:40 Uhr nach den Matches der Mädchen.
Gegen Jannik Heinrich konnte ich meine Leistung aus der Qualifikation und den vorherigen Matches leider nicht vollständig abrufen. Vor allem fehlte mir in den entscheidenden Momenten der Mut, den Schuss konsequent durchzuziehen. Ich zögerte zu häufig, was sich letztlich auch im Ergebnis widerspiegelte. Mit 4:6 musste ich mich geschlagen geben und hatte damit die Chance auf Silber oder Gold verpasst.
Nach dem Halbfinale wollte ich mich jedoch nicht lange mit der Niederlage beschäftigen. Stattdessen nutzte ich die Zeit auf dem Trainingsfeld gezielt, um genau das Problem anzugehen, das mir im Halbfinale zum Verhängnis geworden war: das Zögern im Schuss. Ich wollte den Kopf freibekommen, wieder Vertrauen in meinen Schuss entwickeln und mich mental auf das Bronzefinale vorbereiten.
Gegen 14:20 Uhr war es dann soweit. Im Bronzefinale stand ich Johannes Berner gegenüber. Diesmal gelang es mir, mit der notwendigen Selbstsicherheit in den Schuss zu gehen. Gleich mit dem ersten Pfeil eröffnete ich das Match mit einer 10. Das war für mich ein wichtiges Zeichen und gleichzeitig die Bestätigung, dass die Arbeit auf dem Trainingsfeld Wirkung gezeigt hatte. Der Knoten war geplatzt.
Von da an konnte ich mein Schießen konsequent durchziehen und gewann das Bronzefinale souverän mit 6:0. Dabei schoss ich 29, 29 und 27 Ringe.
Die Bronzemedaille ist für mich ein sehr schöner Abschluss meiner Zeit in der Altersklasse Recurve Jugend. Besonders wichtig ist für mich dabei nicht nur die Medaille selbst, sondern auch die Erfahrung, nach dem verlorenen Halbfinale noch einmal zurückzukommen und sich mental neu auszurichten.
Wiesbaden hat mir gezeigt, dass neben Technik und Training vor allem Selbstvertrauen und die Fähigkeit, auch in entscheidenden Situationen mutig zu bleiben, eine große Rolle spielen. Mit dieser Erfahrung gehe ich nun in die nächste Saison und damit in die Juniorenklasse. Dort wartet eine neue Herausforderung auf mich, auf die ich mich sehr freue.
Nachwuchstalente treffsicher beim Schleswig-Holstein-Cup
Im Landesleistungszentrum (LLZ) in Kellinghusen fand wieder der beliebte Schleswig-Holstein-Cup statt.
Zu Beginn begrüßte Landesjugendleiter Andreas Seibt alle Nachwuchsschützen, Eltern, Trainer und Betreuer herzlich. Er gab wichtige Informationen zum Ablauf der Wettkämpfe sowie zu den Stationen der Spiele bekannt und wünschte allen Teilnehmern viel Spaß. Dieser reine Schülerwettkampf wurde von der Landesjugendleitung schon vor über 20 Jahren ins Leben gerufen, um Schülern einen vorsichtigen und spielerischen Einstieg in die Disziplinen Lichtpunkt, Luftgewehr, Luftpistole und Bogen zu ermöglichen.
Das Wetter meinte es leider nicht ganz so gut mit den Bogenschützen: Typisch norddeutsch wechselten sich strahlender Sonnenschein und kräftige Regengüsse immer wieder ab. Die jungen Bogenschützen bewiesen jedoch echten Kampfgeist und hielten unter der Leitung von Andreas Seibt und den Eltern bis zum Schluss durch.
Die Stimmung blieb trotz der Nässe humorvoll – auf die scherzhafte Frage eines Schülers, ob man mit dem Auszählen der Ringe an der Scheibe nicht warten könne, bis der Regen aufhört, gab es allerdings eine klare Absage: Der Zeitplan ließ keine Pausen zu, und auf das norddeutsche Wetter ist schließlich kein Verlass.
Neben dem Bogenschießen standen noch weitere Disziplinen auf dem Programm: Lichtpunktgewehr, Lichtpunktpistole und Luftgewehr Freihand. In der Luftdruckhalle übernahmen Torben Jürgensen und Matti Persson die Organisation und standen allen als Ansprechpersonen zur Seite. Insgesamt traten 21 Schülerinnen und Schüler an. Bei einigen der jüngsten Schüler flossen nach dem Wettkampf zwar ein paar Enttäuschungstränen, wenn ein Schuss nicht wie gewünscht saß, doch die Trainer und Betreuer standen ihnen jederzeit hilfreich zur Seite und machten Mut.
Zudem konnten die Teilnehmer ihre Schießergebnisse durch fünf verschiedene Spiele aufbessern. Dabei waren sowohl Köpfchen als auch Geschicklichkeit und Sportlichkeit gefragt: Beim Konzentrationsspiel zeigten die Schüler wirklich Spitzenleistungen! Innerhalb von nur 30 Sekunden nannten sie teilweise acht, neun oder sogar alle zehn Gegenstände. Beim Sackhüpfen und Seilspringen war sportlicher Körpereinsatz gefordert, und beim Kegeln musste richtig gezielt werden, damit alle Kegel fielen. Bei den Spielen unterstützten die Eltern und Betreuer tatkräftig.
Tanja, die gute Seele, verpflegte die Schüler und Betreuer mit Frikadellen, Salat, Kuchen, Schokospießen mit Weintrauben sowie Getränken.
Nachdem Landesjugendleiter Andreas Seibt alle Ergebnisse eingetragen und ausgewertet hatte, konnte die langersehnte Siegerehrung beginnen. Hier wartete eine ganz besondere Überraschung auf die Nachwuchsschützen: Maskottchen Robby war persönlich vor Ort, um jedem einzelnen Teilnehmer herzlich zu gratulieren!
„Heute sind alle Sieger“, sagte Andreas Seibt, „und wir hoffen, dass ihr alle einen spannenden und schönen Nachmittag hattet und wir einige von Euch bei dem einen oder anderen Wettkampf wiedersehen.“
Erfolgreiche Premiere im NDSB-Zelt
Auf Initiative der Präsidenten der vier norddeutschen Landesverbände – dem Norddeutschen Schützenbund (NDSB), dem Nordwestdeutschen Schützenbund (NWDSB), dem Hamburger Schützenverband und dem Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern – wurde in diesem Jahr eine neue Kooperation ins Leben gerufen. Aus Effizienz- und Kostengründen schlossen sich die Verbände zusammen, sodass das Zelt der Nordverbände auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück erstmals als gemeinsame Anlaufstelle genutzt wurde.
Diese gelungene Premiere bot zugleich den passenden Rahmen für das diesjährige Treffen der Landespressewarte aller Landesverbände des Deutschen Schützenbundes, die im NDSB-Zelt zu einem fachlichen Austausch zusammenkamen. Direkt im Anschluss an die Pressesitzung ging es nahtlos und stimmungsvoll weiter. Die vier norddeutschen Verbände luden zum gemeinsamen Jugendabend ein. Bei leckerem Essen, erfrischenden Getränken und vielfältigen Spielen feierte der Schützennachwuchs gemeinsam bis in den Abend.
Insgesamt herrschte im und rund um das NDSB-Zelt von früh bis spät reges Treiben. Das Zelt etablierte sich rasch als beliebter Treffpunkt auf der Schießanlage. Auch Schützinnen und Schützen anderer Landesverbände schauten regelmäßig vorbei – sei es für einen gemütlichen Klönschnack zwischendurch oder zur Stärkung bei Speis und Trank.
Ein besonderer Dank gilt zudem unseren Kampfrichterinnen und Kampfrichtern sowie ehrenamtlichen Helfern aus den Reihen des Norddeutschen Schützenbundes, die auf der Schießanlage unermüdlich im Einsatz waren: Bernd Sinner , Volker Kuhr, Kolja Zalewski, Andrea Stöterau, Nicole Behrens, Fileno Menna, Jörn Möller, Christiane Ehlers, Ralph Nolte, sowie Barbara und Bernd Kathe
Als Ansprechpartner für die Jugend standen Andreas Seibt, Matti Person, Maximilian Soares dos Reis sowie Markus Lais jederzeit parat.
Von früh morgens mit einem ausgiebigen Frühstück über das Mittagessen bis hin zum nachmittäglichen Kaffeetrinken war auch das engagierte Stand- und Verpflegungsteam im Zelt jeden Tag im Einsatz. Es erfüllte jeden Wunsch der Schützen sowie Funktionäre und sorgte für eine rundum hervorragende Bewirtung. Ein ganz besonderer Dank gebührt hier dem Damen-Team im Zelt: Sonja Ostermann, Christa Bidinger, Martina Spaude, Christiane Huppert, Sonja Bostelmann, Irmgard Lenge und Lore Sulenski.
Eine besondere Ehrung während der Deutschen wurde dabei Irmgard Lenge (Hamburger Schützenverband) zuteil. Da sie seit 25 Jahren die „gute Seele“ bei der Deutschen Meisterschaft im Hamburger Verbandszelt ist, sprach ihr Präsident Lars Bathke im Namen des Präsidiums seinen herzlichen Dank aus und überreichte ihr eine Ehrenurkunde. Im Anschluss klang der Tag beim gemütlichen gemeinsamen Grillen aus.
Der Norddeutsche Schützenbund bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten, allen Gästen sowie dem gesamten Helfer- und Kampfrichterteam für diese rundum gelungene Premiere!
2. Medaille für den PC Rendsburg
Nach dem Erfolg in der Disziplin 50 m Pistole schlug das Team des PC Rendsburg am vorletzten Wettkampftag der Deutschen Meisterschaft in München-Hochbrück erneut zu. In der Disziplin 25 m Sportpistole (Herren III) sicherten sich Holger Nesemann, Uwe Hofmann und Viktor Deleske mit insgesamt 1.623 Ringen die Bronzemedaille in der Mannschaftswertung.
Nach dem Präzisionsschießen lag das Trio mit zwei Ringen Vorsprung vor Altenseelbach noch auf dem Silberrang. Im anschließenden Duellwettkampf konnten die drei Rendsburger ihre gewohnte Leistung jedoch nicht ganz abrufen, sie wurden noch überholt und mit 21 Ringen Abstand auf Platz 3 verwiesen.
Hinter diesen Erfolgen steckt Routine, Leidenschaft und Kontinuität. Uwe Hofmann trat bei den diesjährigen Titelkämpfen zu seinem insgesamt 132 an. Seit 1979 kommt er – trotz knapp 10 Jahren Auszeit (1985–1988 sowie 1991–1996) – auf 119 Starts bei den Freihand-Wettbewerben in München sowie seit 2018 auf weitere 13 Starts bei den Deutschen Meisterschaften der Pistolenauflage-Disziplinen in Hannover. Schon 1979 sicherte sich der junge „Spund“ bei seiner allerersten DM-Teilnahme prompt den Titel des Deutschen Luftpistolen-Meisters in der Schülerklasse.
Holger Nesemann gehört seit Jahrzehnten zu den absoluten Urgesteinen des Schießsports. Seine erste Deutsche Meisterschaft schoss er 1973, damals wurden die Meisterschaften noch in Wiesbaden ausgetragen. Seit 2011 schießt er für den PCR und hat sich seitdem jedes Jahr für die Deutschen qualifiziert. In seinen 53 Jahren im Schießsport war er bei 52 Deutschen Meisterschaften ununterbrochen dabei und absolvierte über 160 Start, lediglich die Corona Pandemie unterbrach seine beeindruckende Serie.
Viktor Deleske komplettiert das erfahrene Team als verlässliche Stütze. Er begann 2014 mit dem Sportschießen und ist seit 2015 ununterbrochen in München sowie seit 2018 bei den Auflage-Wettbewerben in Hannover bei den Titelkämpfen dabei.
Mit diesem erneuten Medaillenerfolg unterstreicht der PC Rendsburg einmal mehr seine Ausnahmestellung als erfolgreichster Verein des NDSB bei diesen Titelkämpfen.
Und der Hunger auf weitere Erfolge ist noch lange nicht gestillt. Zusammen mit Frank Zitzke, Uwe Knapp und Ronny Kühn, die ebenfalls bei der Deutschen Meisterschaft am Start waren, richtet sich der Blick schon jetzt nach vorne. Im nächsten Jahr greifen wir wieder an – oder wie Holger Nesemann mit einem Schmunzeln ergänzte: „In einigen Wettbewerben ist das Ganze schließlich noch ausbaufähig!“
JSC Warder triumphiert in Dornsberg
Die Wurfscheibenschützen des JSC Warder zeigten bei den Deutschen Meisterschaften im FITASC-Parcours in Dornsberg eine überragende Leistung. Neben einem Premierensieg in der Herren-Mannschaftswertung feierte der Verein Gold, Silber und Bronze in den Einzelwettbewerben.
Simon Sommerfeld sicherte sich mit hervorragenden 180 Scheiben seinen ersten Einzeltitel bei den Herren. In einem hochdramatischen Wettkampf setzte er sich mit nur einer einzigen Scheibe Vorsprung gegen Johann Rößle (Drei Linden Zusmarshausen / 179 Scheiben) durch. Die Entscheidung fiel erst in der allerletzten Runde. Simon Sommerfeld bewahrte kühlen Kopf und traf 24 Scheiben, während sein Konkurrent auf 21 Treffer kam.
Komplettiert wurde das starke Ergebnis durch Hendrick Wienandts, der sich mit 177 Scheiben die Bronzemedaille sicherte.
Auch in der Mannschaftswertung führte kein Weg am JSC Warder vorbei. Gemeinsam mit Marius Elpers – dem Deutschen Meister im Compak Sporting vom Mai– holten Simon Sommerfeld und Hendrick Wienandts mit 530 Scheiben den Mannschaftstitel nach Warder. Damit feierte die Herren-Mannschaft eine Premiere und sicherte sich zum ersten Mal den Titel im FITASC-Parcours, nachdem sie bereits im Frühjahr beim Flinte Compak Sporting auf dem 1. Platz gelandet war.
Ein absoluter Garant für Medaillen ist seit Jahren auch Martje Meyer. Sie führte nach der sechsten Runde bei den Damen mit fünf Scheiben Vorsprung, musste dann aber die Seriensiegerin Nicole Hewing vom WTC Flamschen (WF/158) doch noch ziehen lassen. Mit drei Scheiben (155) Rückstand gewann die die Silbermedaille.
„Der Samstag war extrem anspruchsvoll, dafür war der Sonntag bezüglich der Scheiben etwas ausgeglichener. Persönlich hatte ich ein sehr gutes Gefühl: Ich konnte meine Leistung sowie meinen aktuellen Trainingsstand auf den Punkt abrufen und hatte viel Spaß.“ so Martje Meyer.
Es war ein schönes und hervorragend organisiertes Meisterschafts-Wochenende. Bei sommerlichen Temperaturen um die 30 Grad spielte das Wetter am Samstag bestens mit. Auch ein kleiner Regenschauer am Sonntag tat der hervorragenden Stimmung und dem reibungslosen Ablauf des Wettkampfs keinen Abbruch.
Robby gibt alles für unseren Verband
Unser brandneues NDSB-Maskottchen Robby feierte seinen ersten großen Auftritt und ging direkt bei der diesjährigen Maskottchen-Olympiade an den Start. Mit viel Einsatz, Sportsgeist und bester Laune vertrat er die Farben des Norddeutschen Schützenbundes.
In drei spannenden Disziplinen musste Robby sein Geschick unter Beweis stellen:
Zum Auftakt war pure Standfestigkeit gefragt. Robby bewies enormen Gleichgewichtssinn und hielt starke 2:14 Minuten auf einem Bein durch.
Bei der zweiten Aufgabe ging es um Präzision beim Ballwurf auf einer Leiter. Hier landeten leider zwei von drei Bällen im Aus, sodass Robby einen Punkt einfahren konnte.
Im finalen Spiel waren die grauen Zellen der Maskottchen gefordert. Bei Fragen rund um die Deutsche Meisterschaft – wie etwa nach dem Alter des ältesten Teilnehmers oder der Gesamtzahl der Starter – drehte Robby noch einmal richtig auf und punktete souverän.
Am Ende sicherte sich Robby einen guten 6. Platz in der Gesamtwertung.
Ein besonderer Dank gilt unserem 2. stellvertretenden Landesjugendleiter Matti Persson, der in das kostbare Robbenkostüm schlüpfte und unter der Verkleidung alles gab.
Nach dem anstrengenden Wettkampf war Robby zwar verständlicherweise „platt wie eine Flunder“, aber die Freude über das gelungene Debüt überwog.
Der Blick ist bereits nach vorne gerichtet: Im nächsten Jahr möchte Robby definitiv das Treppchen in Angriff nehmen!
Unser Nachwuchs beim RWS Shooty Cup Endkampf
Der siebte Tag der Deutschen Meisterschaften auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück stand ganz im Zeichen der Schüler. Denn der bekannte RWS Shooty Cup Endkampf stand auf dem Programm.
Während auf den anderen Ständen hochkonzentriert um nationale Titel gekämpft wurde, prägten die aufgeregten Schülerinnen und Schüler das Bild auf dem gesamten Gelände.
Schon vor dem eigentlichen Wettkampf wartete das erste Highlight auf unseren Nachwuchs. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden mit den offiziellen RWS-Shooty-Cup-Shirts ausgestattet. Bei einem Fotoshooting präsentierte sich unser Team gemeinsam mit unserem nagelneuen Maskottchen Robby, das erst am Vortag offiziell vorgestellt worden war und nun seine feierliche Premiere beim RWS Shooty Cup feierte. Zusammen mit den bunten Maskottchen der anderen Landesverbände und unter großem Jubel marschierten die Mannschaften anschließend in die Luftdruckhalle ein – Gänsehautmomente für alle Team!
Für unseren Verband traten Emma Metzing und Alexander Arlt (Luftgewehr) sowie Tjalf Schöning und Aiden Wachowiak (Luftpistole) in der großen Luftdruckhalle an.
Sportlich lief es an diesem Tag leider nicht ganz nach Wunsch. Am Ende mussten sich unsere vier Nachwuchsschützen im RWS Endkampf mit dem letzten Platz zufriedengeben.
Dennoch gab es erfreuliche Lichtblicke. Vor allem unsere Pistolenschützen zeigten eine starke Leistung und schossen sogar bessere Ergebnisse als bei den diesjährigen Landesmeisterschaften.
Am Ende zeigte sich jedoch deutlich die enorm hohe Leistungsdichte im Vergleich zu den anderen Landesverbänden. Das Ergebnis macht klar, wie hoch das Niveau im RWS Endkampf auf Bundesebene ist – ein Ansporn, an dem wir nun weiter arbeiten werden, um in Zukunft weiter vorne mitreden zu können.
Trotz der Platzierung war der Tag ein unvergessliches Erlebnis. Die gesammelten Erfahrungen, die einmalige Kulisse und der Teamgeist mit Robby an der Seite nimmt Emma, Alexander, Tjalf und Aiden niemand mehr!
Unser Maskottchen Robby ist da!
Die Idee, ein Maskottchen Robby zu haben, geisterte der Landesjugendleitung schon länger durch den Kopf. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft 2025 wurden schließlich Nägel mit Köpfen gemacht: Wir brauchen Robby in Lebensgröße!
Unser Landesjugendvorstand machte sich sogleich an die Arbeit. Mit tatkräftiger Unterstützung unseres Jugendkaderbeauftragten Markus Lais berieten wir uns mit anderen Landesverbänden, um den perfekten Partner für dieses besondere Projekt zu finden. Die Empfehlungen führten uns schnell zur Fachfirma Farbula.
Mit ersten Konzeptbildern und vielen kreativen Ideen im Gepäck machten sich Markus und Matti Persson auf den Weg zu Farbula. Vor Ort wurden Details besprochen, erste Entwürfe verfeinert und verschiedene Stoffe auf Herz und Nieren getestet. Als feststand, dass Farbula unsere Vision perfekt umsetzen kann und der Kostenrahmen gesteckt war, ging es an die Finanzierung.
Ein großes Dankeschön geht hierbei an den NDSB, den Förderverein für Schützen in Schleswig-Holstein sowie an einen großzügigen privaten Spender – erst durch diese Unterstützung wurde das Projekt überhaupt möglich!
Der anschließende Herstellungsprozess verlief absolut reibungslos. Dank der hervorragenden Kommunikation und der großen Erfahrung des Farbula-Teams konnte Robby pünktlich zur Deutschen 2026 abgeholt werden.
Genau ein Jahr nach den ersten Plänen war es dann soweit. Im Rahmen des Jugendleiterabends wurde Robby feierlich der Welt präsentiert! Dank der erstklassigen handwerklichen Arbeit von Farbula und seinem enorm hohen Wiedererkennungswert hat Robby die Herzen aller Anwesenden im Sturm erobert. Wir freuen uns riesig auf die vielen gemeinsamen Jahre und Abenteuer, die jetzt vor uns liegen!
Platz 4 für Klaus Richard Welz
Für Klaus Richard Welz (Boostedter SchG) verlief der Para-Zimmerstutzen-Wettkampf insgesamt sehr gut. Lediglich über eine Acht beim letzten Schuss ärgerte er sich etwas. Dennoch erzielte er bei seiner dritten Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft sein bisher bestes Ergebnis.
Ein Blick auf die Gesamtergebnisse sorgte allerdings für Frust: Ringgleich mit dem Dritten verpasste Klaus Richard eine Medaille hauchdünn, da bei Ringgleichheit die letzte Serie entscheidet.
Auch die beiden Erstplatzierten lagen lediglich einen einzigen Ring vor ihm.
„Das Ärgerliche ist: Ich hätte nur eine Neun gebraucht, um statt Vierter Deutscher Meister zu werden“, so Klaus.
Bronze für Tjark Wolfgang Buchwald
Nach dem DM Gold-Triumph im Mixed-Team für den Mecklenburgischen Schützenverband ging Tjark (SchV Neumünster) in der Disziplin 50m Pistole für den Norddeutschen Schützenbund an den Start. Trotz eines holprigen Beginns bewies er starke Nerven, kämpfte sich eindrucksvoll zurück und gewann die Bronzemedaille.
Der Auftakt verlief alles andere als gewünscht. Nach vier zähen Serien – darunter eine schwache 81er-Serie – lag Tjark weit hinter seinen eigenen Erwartungen zurück.
„Ich bin rausgegangen und habe mir klargemacht, dass ich gerade einen Wettkampf schieße“, beschreibt er die Situation. Die kurze Pause brachte den mentalen Umschwung. Zudem reagierte Tjark auf die veränderten Lichtverhältnisse und entfernte den Farbfilter. Die Maßnahme zeigte sofort Wirkung. In der fünften Serie schoss er bärenstarke 94 Ringe.
Auch wenn Tjark selbstkritisch bleibt, ist das Ergebnis bemerkenswert. Mit lediglich vier Trainingseinheiten über die 50m-Distanz – da der Hauptfokus der Saison auf der Luftpistole lag – hatte er bei diesem Wettkampfverlauf nicht mehr mit einer Medaille gerechnet.
Wegen technischer Probleme an der elektronischen Anzeigetafel war seine genaue Platzierung zunächst unklar. Erst gut 20 Minuten nach Wettkampfende, als das Gesamtergebnis schwarz auf weiß auf dem Bildschirm erschien, realisierte er, dass er seine zweite Medaille bei dieser DM errungen hatte.
Bronze für den PCR
Der Pistolenclub Rendsburg (PCR) hat wieder zugeschlagen. Im Wettbewerb 50 m Pistole sicherten sich die Schützen erneut die Bronzemedaille. Damit errang der PCR zugleich die erste Medaille für den Norddeutschen Schützenbund bei diesen Wettkämpfen. Für die Rendsburger Mannschaft ist es zudem ein beeindruckendes Triple, nachdem sie bereits in den beiden Vorjahren 2024 und 2025 jeweils Bronze in dieser Disziplin gewinnen konnte.
Die erfolgreiche Mannschaft trat in der Besetzung Holger Nesemann, Uwe Hofmann und Viktor Deleske an und erzielte gemeinsam ein starkes Gesamtergebnis von 1.521 Ringen. Der Senior im Team, Holger, war an diesem Tag mit 509 Ringen der stärkste Schütze der Mannschaft. Uwe und Viktor steuerten jeweils 506 Ringe zum bronzenen Mannschaftsergebnis bei.
Für Viktor verlief der Start zunächst etwas zäh, sodass er hinter den eigenen Erwartungen zurückblieb. Obwohl sich das Wetter im Laufe des Tages veränderte – von anfänglichem Regen hin zu wärmeren Temperaturen und Sonnenschein –, wollte er dies keineswegs als Ausrede gelten lassen, da die Bedingungen auf dem Stand für alle Schützen gleich waren.
In den ersten Serien fand Viktor noch nicht zu seiner optimalen Form und erzielte zunächst durchschnittliche 86 Ringe. Nach dieser Einstiegsphase sammelte er jedoch seine Konzentration und steigerte sich in der folgenden Serie. Aufder letzten Scheibe hatte er allerdings auch mit Unachtsamkeiten zu kämpfen: Bei einem Schuss löste sich der Abzug unerwartet früh. Der Blick auf die Scheibe bestätigte das Missgeschick – statt der angestrebten 8, 9 oder 10 wurden es nur 2 Ringe. Damit war die Konzentration für den letzten Schuss weg, und zum Abschluss schoss er noch eine Sieben.
Auch wenn das Einzelergebnis für Viktor persönlich unter seinen eigenen Ansprüchen lag, reichte die starke Gesamtleistung des Trios für den verdienten Podestplatz.
Schleswig-Holstein-Abend bei der DM
Bei bester Stimmung und gutem Wetter fand im NDSB-Zelt wieder der traditionelle Schleswig-Holstein-Abend im Rahmen der Deutschen Meisterschaften statt. Im direkten Anschluss an das olympische Wochenende bot das Event die perfekte Gelegenheit, abseits des Wettkampfgeschehens auf der DM in entspannter Atmosphäre zusammenzukommen, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.
Landessportleiter Bernd Sinner begrüßte die anwesenden Athletinnen und Athleten, die sich mit ihren starken Leistungen für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert hatten. Sein Gruß galt auch Präsident Lars Rothfuß, allen Trainern, Betreuern, Eltern sowie den mitgereisten Fans. Ein besonderer Dank ging an Christa Bidinger, Sonja Ostermann; Martina Spaude und Christiane Huppert für die Organisation des Abends.
Als besondere Ehrengäste durfte Bernd Sinner die Bundespistolennachwuchstrainerin Jördes Grabe sowie den Landestrainer aus Mecklenburg-Vorpommern, den mehrfachen Olympiasieger Ralf Schumann, sowie die frischgebackenen deutschen Mix-Meister Tjark Wolfgang Buchwald und seine Partnerin Finja Linn Schlünz, die sich nach einem fulminanten Finale die Goldmedaille sicherten, begrüßen.
Bundespistolennachwuchstrainerin Jördes Grabe hob in ihrer Ansprache die gute Jugendarbeit hervor. Sie dankte dem Norddeutschen Schützenbund und seinen Mitgliedern für ihren maßgeblichen Anteil an der Entwicklung junger Nachwuchstalente. „Tjark feierte dieses Jahr bereits seine Premiere bei der Junioren-Weltmeisterschaft und vertrat Deutschland dort hervorragend“, so Jördes Grabe.
„Als Nachwuchstrainerin steht für mich – in enger Zusammenarbeit mit dem Team – fest, dass wir ihn auf seinem Weg Richtung Olympia und Perspektivkader (PK) -Kader weiter voll unterstützen werden. Ohne das Engagement an der Basis, vom Ehrenamt bis hin zum Landestrainer und der gesamten Gemeinschaft des Norddeutschen Schützenbundes, wäre ein solcher Weg nicht möglich. Im Namen des Deutschen Schützenbundes galt daher allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für den starken Einsatz und die bisherigen Erfolge“, so Jördes Grabe.
Auch NDSB-Präsident Lars Rothfuß richtete motivierende Worte an den Nachwuchs, die Eltern und Trainer. Er ermutigte die jungen Sportlerinnen und Sportler, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen: Wenn es einmal nicht wie gewünscht läuft, heiße es dranzubleiben und weiter zu trainieren – der Erfolg stellt sich mit der Zeit ein.
Zudem hob der Präsident die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen dem Norddeutschen und dem Mecklenburgischen Schützenverband hervor. Nur durch eine solche Kooperation könne man Talente bestmöglich fördern. Hier gebe es keinen Raum für Neid, die Entwicklung und das Wohl der Sportlerinnen und Sportler müssen stets an erster Stelle stehen – auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus.
Mit den besten Wünschen für einen guten Appetit, gemütliche Stunden und anregende Gespräche leitete der Präsident schließlich in den geselligen Teil des Abends über.
Start der DM in München Schützen, Schützinnen und Jungschützen sind bereit!
Kommende Woche beginnt die Deutsche Meisterschaft im Sportschießen in Garching-Hochbrück. Mit rund 6.000 Teilnehmern und über 10.000 Starts handelt es sich auch in diesem Jahr wieder um eine echte Mammutveranstaltung.
Nicht nur auf der gesamten Olympia-Schießanlage herrscht von morgens bis abends reger Trubel – auch in unserem Verbandszelt ist die ganze Woche über ordentlich was los!
Die Landesschützenverbände aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Nordwestdeutscher Schützenbund (NWDSB) werden sich ebenfalls bei uns einfinden und tatkräftig mit anpacken.
Insgesamt haben sich aus unserem Verband 69 Jungschützen, Schützinnen und Schützen mit zusammen 149 Starts in den Wettbewerben Armbrust, Flinte, Gewehr, Laufende Scheibe und Pistole qualifiziert.
Neben erfahrenen Schützen, die bereits seit einem halben Jahrhundert an den nationalen Meisterschaften teilnehmen, sind auch dieses Jahr wieder einige Newcomer am Start, die dem Wettkampf sicher schon voller Vorfreude und Aufregung entgegenfiebern.
Damit bei diesem Großevent alles reibungslos abläuft, sind rund 200 Kampfrichter und Ehrenamtliche im Einsatz. Aus unserem Verband unterstützen 21 Ehrenamtler die Deutsche Meisterschaft – sei es als Kampfrichter, NDSB-Zelt Betreuung, Jugendbetreuung usw.
Am Montag, den 24. August 2026, um 19:00 Uhr findet der traditionelle Schleswig-Holstein-Abend statt.
Am Mittwoch, den 26. August hat unser Landesjugendleiter Andreas Seibt die Jugendleiter der Landesverbände zu einem gemütlichen Abend und Austausch eingeladen.
Die Referenten für Öffentlichkeitsarbeit treffen sich am Freitag, den 28. August von 15.00 bis 17.00 Uhr im NDSB-Zelt zu einem Austausch. Ebenfalls am Freitag findet mit Spielen, Tombola, Pizza und Eisessen der Jugendabend statt.
Ein ganz besonderes Highlight, vor allem für die Jüngsten, ist der RWS-Shooty-Endkampf am Donnerstag, den 27. August.
Nach dem Fototermin in den offiziellen RWS-Shooty-Cup-T-Shirts wird der Einmarsch der Schüler aus 20 Landesverbänden in den vollbesetzten Luftdruckstand für Gänsehaut pur sorgen. Die Begeisterung und Unterstützung der Trainer, Betreuer und Fans wird für den Nachwuchs sicherlich ein großer Ansporn sein.
Für unseren Verband gehen Emma Metzing und Alexander Arlt (LG) sowie Tjalf Schöning und Aiden Wachowiak (LP) an den Start.
Wir wünschen allen unseren Athletinnen und Athleten für die bevorstehenden Meisterschaften und den RWS-Shooty-Cup-Endkampf viel Erfolg, dass sie ihr volles Potenzial ausschöpfen können und zahlreiche Schüsse direkt ins Zentrum gehen!
Das Ergebnisportal ist unter www.dsb-sportportal.de/cloud/dm2026 zu finden. Wie in den vergangenen Jahren werden die Finals am „olympischen Wochenende“ live bei Sportdeutschland.TV gestreamt.
Deutsche Meisterschaften Feldbogen
Zwei Tage lang stand Kellinghusen ganz im Zeichen des Bogensports. Bei der Deutschen Meisterschaft im Feldbogen kämpften 226 Schützinnen und Schützen aus 15 Landesverbänden um die begehrten Titel und Medaillen.
Jedes Ziel im anspruchsvollen Parcours war durchgehend von 1 bis 24 nummeriert. Sämtliche Teilnehmenden absolvierten ihren Wettkampf – 24 Scheiben mit Entfernungen von 5 bis zu 60 Metern – an jeweils einem Wettkampftag. Während sich in den Herren- und Damenklassen der Recurve- und Compound-Disziplinen viele Favoriten durchsetzten, überraschte der Nachwuchs mit komplett neuen Podestbesetzungen. Zudem gab es in allen Blankbogen-Klassen neue Titelträger.
In der Recurve-Herrenklasse wurde Olympiamedaillengewinner Florian Unruh (SSC Fockbek) seiner Favoritenrolle vollkommen gerecht. Mit starken 378 Ringen sicherte er sich den Titel des Deutschen Meisters. Titelverteidiger Jakob Herz (BCS Reuth) folgte mit 372 Ringen auf dem Silberrang, während Bronze an Sebastian Kutheius (SuSC Müllenborn / 362 Ringe) ging.
Bei den Recurve-Damen verteidigte Svenja Herrmann (ASC Göttingen) mit 338 Ringen erfolgreich ihren Titel. Dahinter tauschten die Medaillengewinnerinnen des Vorjahres die Plätze. Daniela Klesmann (SGes Bempflingen) erkämpfte sich mit 336 Ringen Silber, Bianca Speicher (Burgschützen Büschfeld) sicherte sich mit 334 Ringen Bronze.
In der Masterklasse gelang Guido Höfer (MBC München) nach dem Vizetitel im Vorjahr der Sprung an die Spitze. Mit 353 Ringen holte er sich Gold vor Dieter Reithmeier (TSV Natternberg / 335 Ringe) und Malte Lewerenz (BSFD Schallbach / 318 Ringe).
Luna Winkelmann (BSC Wendisch Evern) triumphierte in der Schülerklasse mit 335 Ringen vor Paula Hander (SV Kadeltshofen / 307 Ringe) und Emmi Roß (ASC Göttingen / 259 Ringe).
Paul Kiefer (TG Konz) dominierte die Jugend-Konkurrenz und holte sich mit 348 Ringen den Meistertitel. Silber ging an Julian Weise (BC Ismaning / 331 Ringe), Bronze an Bálint Zavaschi (TSV Natternberg / 330 Ringe).
Siebter Titel für Henning Lübkemann und Zentrums-Sechs entscheidet Krimi. Mit dem Compoundbogen überragte Henning Lübkemann (SV Loccum) in der Herrenklasse erneut das Feld und feierte mit beeindruckenden 415 Ringen seinen siebten Deutschen Meistertitel in Folge. Dahinter entwickelte sich ein enges Match um Silber. Pascal Schmidt (1. BSC Gießen) und Valentin Wolf (TS 1861 Bayreuth) erzielten beide 411 Ringe und wiesen mit jeweils 15 Fünfern exakt die gleiche Trefferanzahl auf. Erst die Auswertung der Zentrums-Sechser entschied über die Platzierung: Pascal Schmidt setzte sich mit 55 Sechsern hauchdünn gegen Valentin Wolf (54 Sechser) durch und holte Silber.
Bei den Compound-Damen triumphierte Titelverteidigerin Julia Böhnke (TV Meßkirch) mit 404 Ringen. Dana Leonie Dorfner (BS Pfeil Treysa /398 Ringe) holte Silber, Katharina Landrock (Treff Schimborn / 385 Ringe) sicherte sich Bronze.
Nach Platz sechs im Vorjahr konnte sich Stefan Butz (SV Hirschburg) steigern und holte sich mit 400 Ringen den deutschen Meistertitel. Platz zwei ging an Roland Pepperl (TV Spaden) mit 392 Ringen, gefolgt von Bernd Deters (SuS Schwichteler) auf dem dritten Rang (390 Ringe).
In den Blankbogen-Klassen gab es in allen Kategorien neue Titelträger. Jona Molz (Kölner Klub für Bogensport) setzte sich in der Herrenklasse mit 341 Ringen deutlich ab und sicherte sich souverän den Meistertitel. Silber ging an Michael Stumpf (Feldbogensport Elters /313). Bronze ging an Dennis von Holdt (SV Altheim-Thalheim / 303 Ringe).
In einem bis zum letzten Pfeil engen Podiumskampf triumphierte Martina Boscher (Bogenschützen Münster) bei den Damen mit 315 Ringen. Nora Kipferler (BC Keltenschanze München) folgte mit 310 Ringen auf dem Silberrang, während Jennifer Lieb (Bogensportclub Müllheim) mit nur einem Ring Rückstand (309 Ringe) Bronze gewann.
In der am stärksten besetzten Klasse, der Masterklasse, entschied ein einziger Ring über Gold. Rüdiger Schäfer (1. FC Passau) behielt mit 339 Ringen knapp die Oberhand vor Armin Raab (SF Gechingen / 338 Ringe). Tim Hubrich (BS Vaterstetten / 324 Ringe) komplettierte das Treppchen.
Jonathan Sprau (SV Bruchmühlbach) dominierte das Feld der Schülerklasse klar und gewann mit 238 Ringen vor Karl Seidl (SV Kadeltshofen / 211 Ringe) und Lorenz Ridolfo (Lindenberger Bogenschützen / 164 Ringe).
In einem packenden Jugend-Wettkampf setzte sich Silas Lutz (SG Ludwigshafen) mit 295 Ringen knapp vor Paula Imminger (Kgl. Priv. SG Weißenhorn /290 Ringe) und Rieke Auf der Landwehr (Bogenschützen Münster / 287 Ringe) durch.
Ein besonderes Highlight für die Nachwuchsschützen gab Bundessportleiter Jörg Gras vor der Siegerehrung bekannt: Alle gestarteten Schüler, Jugendlichen und Junioren erhielten eine Meisterschaftsmedaille. Zudem nutzten viele Athleten die Möglichkeit, die Leistungsnadeln und Medaillen des „Arrowheads“ zu beantragen.
Neben den sportlichen Höchstleistungen trugen die exzellente Organisation und ein engagiertes Helferteam maßgeblich zum Erfolg der Meisterschaft bei. Hauptorganisator Kai Janke (1. Vorsitzender des ausrichtenden 1. Kellinghusener Bogenclubs) hatte an beiden Wettkampftagen gemeinsam mit dem Kampfrichterteam und den vielen Helfern die Fäden fest in der Hand.
An beiden Tagen waren jeweils rund 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Dauereinsatz – sowohl aus dem Gastverein als auch aus weiteren Vereinen des Kreisverbandes. Ob Catering, Scheibenwechsel, Verpflegungsstationen oder spontane Hilfseinsätze im Gelände (wie das Freiräumen von Wegen oder das Absichern eines Wespennests) – das Organisationsteam sorgte für einen reibungslosen Ablauf.
DSB-Vizepräsident Sport Volker Kächele und Landessportleiter Bernd Sinner nahmen am ersten Wettkampftag die Siegerehrung vor. Volker Kächele lobte die optimalen Bedingungen vor Ort und dankte allen Aktiven. Am Sonntag begleitete NDSB-Präsident Lars Rothfuß das Geschehen im Gelände, wünschte allen Athleten „alle Pfeile ins Gold“ und ehrte zusammen mit Bernd Sinner die Sieger des zweiten Tages. Sonntag schaute auch Kellinghusens Bürgermeister Axel Pietsch in Begleitung seiner Frau bei der Deutschen Meisterschaft vorbei. Während eines kurzen Gang zu den Scheiben eins und zwei informierte er sich über das Feldbogenschießen und nutzte die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Schützen und Kampfrichtern.
Vor dem Start wurden alle Teilnehmenden vom leitenden Kampfrichter Peter Lonny ausführlich über Sicherheits- und Disziplinrichtlinien informiert – inklusive eines Hinweises auf das ab dem Sportjahr 2027 greifende Tarnkleidungsverbot (Camouflage).
Mit erstklassigen sportlichen Leistungen, toller Atmosphäre und optimalen Wettkampfbedingungen bleibt die Deutsche Meisterschaft Feldbogen in Kellinghusen sicherlich allen Beteiligten in bester Erinnerung.
Lea Sophie Beneke gewinnt insgesamt 5 Medaillen bei der EM Armbrust
Kaum zu glauben – aber wahr:
Lea Sophie Beneke gewinnt insgesamt 5 Medaillen bei der EM Armbrust
Für die größte Überraschung bei den IAU-Armbrust-Europameisterschaften auf der Olympia-Schießanlage im französischen Châteauroux sorgte Lea Sophie Beneke von den SpSch Lübeck.
Sie sicherte sich nicht nur den Titel der Europameisterin im Wettbewerb Armbrust 10 m (U23), sondern gewann auch auf 30 m den Vizeeuropameistertitel (553). Die dritte Einzelmedaille gewann sie auf 30 m im Kniend-Anschlag (281).
Gemeinsam mit Elias Stelzl und Raphael Witt wurde Lea Sophie Beneke auf 30 m, je 30 Schuss Freihand und Kniend, mit 1632 Ringen Vizeeuropameisterin.
Medaille Nummer fünf errang sie mit ihren Mannschaftskolleginnen Anna Waldhör und Amrei Sonnenberg im Wettbewerb 10 m (U23), in dem sie die Bronzemedaille (1145) gewannen.
Als Vorkampf-Achte mit 381 Ringen qualifizierte sie sich gerade noch für das Finale der besten acht Schützinnen. Dort rief die junge Lübeckerin ihr volles Potenzial ab. Nach der ersten Eliminationsphase aus zwei Fünfer-Serien, deren Ergebnisse zum Vorkampf addiert wurden, hatte sie sich bereits ein kleines Polster erarbeitet.
Auch in der anschließenden K.o.-Phase (Schuss 11 bis 16) bewies sie enorme Nervenstärke. Mit überragenden Treffern baute sie ihren Vorsprung auf beruhigende vier Ringe vor der Österreicherin Sarah Praxmarer aus. Mit dem 16. Schuss machte sie schließlich alles klar und krönte sich mit einem fulminanten Finalergebnis von 156 Ringen zur neuen U23-Europameisterin. Silber ging an Sarah Praxmarer (152 Ringe), während die zweite Österreicherin Zoe Zass mit 142 Ringen Bronze gewann.
Mit einem kompletten Einzelmedaillensatz und je 1 mal silber und Bronze mit der Mannschaft im Gepäck trat Lea Sophie Beneke überaus erfolgreich die Heimreise an.
Wir gratulieren ihr ganz herzlich zu diesen herausragenden Erfolgen und wünschen für die kommenden Wettkämpfe weiterhin viel Erfolg!
Und die lassen nicht lange auf sich warten, denn vom 21. bis 30. August stehen die Deutschen Meisterschaften in München an, bei denen Lea Sophie ein wahres Mammutprogramm absolviert.
Natürlich startet die neue Europameisterin mit der Armbrust auch hier über 10 m und 30 m. Weitere Wettbewerbe sind KK-3-Stellung, Luftgewehr sowie KK-Liegendkampf.
Fotos: FFtir/P-C Photographie.
Angelika Nolte auf dem Weg zur WM
Für Angelika Nolte vom SchV Quickborn-Renzel beginnt am 14. August das Abenteuer Weltmeisterschaft im österreichischen Eisenstadt. An diesem Tag macht sie sich auf den Weg in den Süden, wo sie am darauffolgenden Tag auf ihre DSB-Mannschaft trifft. Gemeinsam reist das Team anschließend weiter nach Österreich.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nach der Ankunft in Eisenstadt allerdings nicht, denn der erste Tag vor Ort ist straff durchgeplant: Direkt nach dem Eintreffen stehen die obligatorische Waffenkontrolle sowie der offizielle Trainingstag auf dem Programm. Dieser Tag ist für die Schützin von enormer Bedeutung, um das Material ein letztes Mal überprüfen zu lassen und sich an die Gegebenheiten der Stände vor Ort zu gewöhnen.
Sportlich wartet in Österreich ein echtes Mammutprogramm auf Angelika Nolte, bei dem sie ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen muss. Sie geht in drei völlig unterschiedlichen Disziplinen an den Start:
Perkussionsfreigewehr 100 m liegend: Die Königs- und Lieblingsdisziplin von Angelika Nolte, bei der auf 100 Meter höchste Präzision erforderlich ist.
Steinschlossgewehr 100 m: Eine enorme Herausforderung, bei der sowohl die verzögerungsfreie Zündung des Steinschlosses als auch der Wind auf 100 Meter perfekt berechnet werden müssen.
Perkussionspistole: Der Wechsel auf die Kurzwaffe auf der 25-Meter-Distanz, bei dem absolute Nervenstärke und eine saubere Visierung über Ring oder Fahrkarte entscheiden.
Im Vergleich zu den Landesmeisterschaften wird international ein 13-Schuss-Programm auf zwei Scheiben geschossen. Es gibt keine Probeschüsse – gewertet werden ausschließlich die zehn besten Schüsse.
Genau vor zehn Jahren hat sich die stets freundliche, fröhliche und positiv denkende Angelika Nolte schon einmal für die Weltmeisterschaft qualifiziert und dort Mannschaftsgold geholt.
4. Platz für Aidan Jones bei der DM Lichtpistole
Aidan Jones vom Scharbeutzer Schützenverein zeigte bei der zweiten Deutschen Meisterschaft im Lichtschießen in Frankfurt am Main eine starke Leistung. In einem spannenden Wettkampf schrammte das Nachwuchstalent als Vierter nur hauchdünn am Siegerpodest vorbei.
Mit hervorragenden 144 Ringen (72/72) fehlten ihm am Ende lediglich zwei Ringe auf den Bronzeplatz – ein tolles Ergebnis auf nationaler Ebene!
Dass Aidan Jones ganz vorne mitschießen kann, stellte er bereits in den vergangenen Jahren unter Beweis. Schon 2024 sorgte er für sportliche Furore, als er beim Norddeutschland-Cup gleich zweimal die Silbermedaille errang. Im darauffolgenden Jahr legte er noch einen drauf und sicherte sich im nordrhein-westfälischen Neuss beim Norddeutschland-Cup die begehrte Goldmedaille im Wettbewerb Lichtpistole-Auflage.
Auch wenn sie keine Medaille gewonnen hat, war die Freude bei Ida Roß (SchV Elmenhorst) riesengroß. Im vergangenen Jahr belegte sie bei der ersten Deutschen Meisterschaft mit 150 Ringen noch den 22. Platz. In diesem Jahr steigerte sie sich mit hervorragenden 169 Ringen auf einen starken zwölften Rang.
Mit Teamwork zum Erfolg
Mit Teamwork zum Erfolg
nach dem überraschenden Rücktritt der Ligaleitung kann der NDSB sich froh und glücklich schätzen, dass sich unter der kommissarischen Leitung von
Martina Spaude (komm. Leiterin) und Sandra Jahns (komm. stellv. Leiterin)
spontan eine neue Ligaleitung gefunden hat. Unterstützt werden die beiden von Kai Ralfs, Gregor Franz und Brigitta Grube.
Der Landessportleiter Bernd Sinner freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle des Schießsports im NDSB.
Erreichen könnt ihr die neue Ligaleitung künftig unter landesligaleiter.sportsch@ndsb-sh.de
Mit sportlichem Gruß
____________________________
Bernd Sinner
Landessportleiter
LM Para Bogen
Der ATSV Stockelsdorf, bekannt für seine starke Bogenabteilung, richtete die erste Landesmeisterschaft (LM) im Para Bogenschießen (Veranstalter Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein) aus.
Den Anstoß zu dieser Premiere gaben die Erfolge von zwei Para-Schützinnen bei der Deutschen Meisterschaft im März in Gera. Da die eigene Trainingsgruppe stetig wächst und auch in ganz Schleswig-Holstein immer mehr Para-Bogenschützen aktiv sind, wurde die Landesmeisterschaft nun ins Leben gerufen.
Zur Premiere traten die Schützinnen und Schützen in verschiedenen Bogenarten (Recurve, Compound und Blank) sowie unterschiedlichen Altersklassen an. Neben dem Gastgeber nahmen Aktive des SV Merkur Kleve, TSV Holm, und des ESV Insel Fehmarn teil.
Pünktlich um 10:00 Uhr begrüßte Björn Arthur Zuev (Jugendwart Bogen und Landesfachwart des Rehabilitations- und Behinderten-Sportverbandes Schleswig-Holstein) die aufgeregten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Eröffnung.
Auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Stockelsdorf, Julia Samtleben, ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Premiere dabei zu sein. In ihrem Grußwort hieß sie alle herzlich auf der Sportanlage Herrengarten willkommen. Sie freue sich sehr über das große Engagement des ATSV Stockelsdorf im Bogensport. „Der Para-Bogensport ist ein zentraler Baustein für das Thema Inklusion im Sport“, betonte die Bürgermeisterin. Zudem hob sie hervor, wie wichtig der Rückhalt durch Familie und Freundeskreis sei, ohne diese Unterstützung wäre der Leistungssport oft gar nicht möglich. Für die Landesmeisterschaft drückte sie allen die Daumen für gute Ergebnisse und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.
Der Vorsitzende des ATSV Stockelsdorf und selbst aktiver Bogenschütze, Dieter Iden, freute sich ebenfalls riesig über das Event: Dass der Verein die allererste Landesmeisterschaft dieser Art ausrichten durfte, sei etwas ganz Besonderes. Ein großes Lob sprach er Björn Arthur Zuev aus, der sich mit vollem Einsatz um die gesamte Organisation gekümmert hatte.
Die zwölf Bogensportlerinnen und Bogensportler traten in verschiedenen Behinderungsklassen an:
Klasse AB: Alle Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) ab 20 %, die im Stehen schießen und nicht zwingend die speziellen paralympischen Kriterien für Rollstuhl- oder Schwerstbehindertenklassen erfüllen.
Klasse ARST: Schützinnen und Schützen mit Beeinträchtigungen der unteren Extremitäten, die im Stehen oder von einer Stehhilfe/einem Hocker aus schießen.
Klasse W2: Rollstuhlschützinnen und -schützen mit uneingeschränkter Funktion von Arm und Oberkörper, aber Beeinträchtigung der Beine (z. B. Querschnittlähmung).
Da die Trefferleistung bei den Gruppen ARST und W2 durch die uneingeschränkte Arm- und Oberkörperfunktion vergleichbar ist, starten sie auf Landes- und Breitensportebene in einer gemeinsamen Wertungsklasse.
Bei bestem Wetter gingen alle hochmotiviert an die Startlinie. Durchweg zeigten sich die Schützinnen und Schützen zufrieden mit ihren Leistungen, auch wenn nach dem einen oder anderen Fehlschuss kurz der Kopf geschüttelt wurde. Selbst Bogen-Urgestein Otto Möller (ATSV Stockelsdorf) blieb trotz einer „Muche“ (einem Pfeil neben der Scheibe) gut gelaunt. Er ging bestens vorbereitet in den Wettkampf: Otto Möller gehört nicht nur zu den Trainingsfleißigsten, sondern legt die rund 14 km Anreise zum Training fast immer mit dem Fahrrad zurück Also hat er Konditionstraining schon hinter sich, wenn er an die Startlinie tritt.
Nach dem Wettkampf zeigten sich alle Beteiligten begeistert von der gelungenen 1. LM Para-Bogensport und hoffen sehr auf eine Neuauflage im kommenden Jahr.
Ein Thema begleitete den Tag jedoch auch abseits der Scheiben: Im Deutschen Schützenbund (DSB) gibt es bislang keine eigenen, rein verbandseigenen Para-Bogensport-Wettbewerbe. Während Disziplinen wie Gewehr, Pistole, Flinte, Armbrust oder Blasrohr fest in der Sportordnung verankert sind, wird der Para-Bogensport organisatorisch über den Deutschen Behindertensportverband (DBS) geregelt.
Die Para-Bogenschützen würden sich sehr freuen, wenn der DSB den Para-Bogensport künftig fest in seine eigenen Strukturen und Satzungen aufnehmen würde.
Top-Elite des Bogensports bei der DM Feldbogen
Vom 8. bis 9. August 2026 wird Kellinghusen zum Mekka des deutschen Feldbogensports. Der 1. Kellinghusener Bogenclub (1. KBC) lädt im 30-jährigen Bestehen zu den Deutschen Meisterschaften WA Feldbogen ein.
Mit der jahrelangen Routine bei der Austragung zahlreicher Landesmeisterschaften bringt das Organisationsteam jede Menge Erfahrung mit, um Sportlerinnen, Sportlern und Fans ein hochklassiges und bestens organisiertes Wettkampfwochenende im Gelände zu bieten.
Dass die DM in Kellinghusen ein echter Höhepunkt im Wettkampfkalender ist, zeigt auch der Blick auf die hochkarätig besetzte Startliste. Unter den Aktiven finden sich gleich mehrere absolute Größen der internationalen Feldbogenszene:
Florian Unruh (Recurve Herren/SSC Fockbek): Der Olympia-Silbermedaillengewinner gehört zur absoluten Weltspitze. Mit Titeln wie dem Feldbogen-Europameister im Einzel (2021) und Feldbogen-Weltmeister im Team (2018) geht er als einer der ganz großen Top-Favoriten an den Start.
Henning Lüpkemann (Compound Herren(SV Loccum): Der erfahrene Nationalkader-Schütze reist unter anderem als amtierender Deutscher Meister an. Auch international feierte er im Feld bereits große Erfolge, darunter EM-Bronze mit der Mannschaft.
Sebastian Rohrberg (Recurve Herren/ SV Daulsen): Eine absolute Legende im Feldbogenschießen! Der zweifache Einzel-Weltmeister und mehrfache Europameister beweist seit Jahrzehnten seine Ausnahmestellung im Gelände und gehört immer zum engsten Favoritenkreis.
Ergänzt wird das Feld durch weitere nationale Leistungsträger wie Julia Böhnke (Compound Damen (TV Meßkirch/) und Jakob Hetz (Recurve Herren/ BCS Reuth), die ebenfalls regelmäßig um die Podestplätze mitkämpfen.
Auch in den Blankbogen-Klassen verspricht das Feld hochklassigen Sport. Mit Rüdiger Schäfer (1. FC Passau/) geht unter anderem der amtierende Deutsche Meister im Feldbogen an den Start. Gemeinsam mit Christine Schäfer (ebenfalls 1. FC Passau) vertreten gleich zwei erfahrene Nationalkaderschützen des DSB das Feld. Zudem gehört mit Michael Imminger (SG Weißenhorn, DM-Bronze 2025) ein weiterer Medaillenkandidat zum Favoritenkreis.
Vom NDSB gehen an den Start: Florian Unruh, Johnny Roß, Marc und Astrid Leuschner, Michael Enders, Dirk Schröder, Stefan Dost, Thorsten Knoch und Christian Lohmann.
Spannende Wettkämpfe, anspruchsvolle Ziele und Bogensport auf Höchstniveau sind in Kellinghusen somit garantiert. Der 1. KBC freut sich auf zwei mitreißende Turniertage und heißt alle Schützinnen, Schützen und Zuschauer herzlich willkommen!
Finals
Nachdem am Vortag bereits der 1. Kellinghusener Bogenclub in der Teamwertung die Silbermedaille gewonnen hatte, legte der SSC Fockbek einen Tag später nach. Charline Schwarz und Florian Unruh sicherten sich ebenfalls Silber.
Die beiden beendeten die Qualifikationsrunde auf dem dritten Platz und marschierten souverän durch die Finalrunden bis ins Goldfinale.
Dort wartete kein geringerer als die BSG Raubling, vertreten durch die Nationalkaderschützen Katharina Bauer und Moritz Wieser. Welt- und Europameister sowie olympische Medaillengewinner waren somit unter sich – also war hochklassiger Bogensport vorprogrammiert.
Das Quartett enttäuschte die zahlreichen Zuschauer nicht. Jeder Schütze setzte bereits seinen ersten Pfeil direkt in die Zehn. Da Charline Schwarz eine weitere Zehn schoss, ging der erste Satz knapp mit 39:38 an den SSC Fockbek.
Das Niveau blieb trotz zum Teil heftigem Wind hoch. In der nächsten Passe trennten sich die Teams mit 37:37 unentschieden, wodurch Fockbek die Führung auf 3:1 ausbauen konnte. Das bayerische Duo ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und glich in der folgenden Passe (37:35) aus.
Damit musste die vierte Passe die Entscheidung bringen: Katharina Bauer und Moritz Wieser legten eine starke 19 vor, während Charline Schwarz und Florian Unruh lediglich auf 17 Ringe kamen. Das Fockbeker Duo bekam jedoch noch eine Chance, da auch das bayerische Duo mit den nächsten beiden Pfeilen nur eine 17 erzielte. Leider konnten Charline Schwarz und Florian Unruh diesen Vorteil nicht nutzen: Mit 36:38 ging die entscheidende Passe – und damit auch der Titel – an Katharina Bauer und Moritz Wieser.
Charline Schwarz und Florian Unruh freuten sich dennoch riesig über den Erfolg, denn in einem solch hochkarätig besetzten Match entscheiden letztlich Nuancen und Kleinigkeiten.
Foto: Eckhard Frerichs
Wie bereits im vergangenen Jahr schoss sich der 1. Kellinghusener Bogenclub erneut erfolgreich bis ins Finale.
Im Qualifikationswettkampf setzte sich der 1. Kellinghusener Bogenclub an die Spitze des Feldes und löste damit souverän das Ticket für die Finalrunden.
Im Halbfinale musste das Team von Beginn an alles geben: Nach dem regulären Wettkampf stand es gegen den SV Querum 1 unentschieden (228:228). Die Entscheidung musste im Stechen fallen – hier behielten die Kellinghusener kühlen Kopf und hatten am Ende mit einem Ring hauchdünn die Nase vorn.
Im großen Finale der Compound-Klasse vor der Kulisse des Neuen Rathauses in Hannover trafen zwei ganz unterschiedliche Mannschaften aufeinander. Für den 1. Kellinghusener Bogenclub gingen die drei erfahrenen Schützen Leon Hollas, Sebastian Voß und Tim Krippendorf an die Startlinie. Ihr Gegner, die SGi Ditzingen, trat mit U21-Junioren-Weltmeister Ruven Flüß, seinem Kader-Kollegen Paolo Kunsch sowie Markus Amann an.
Das Match versprach Spannung pur – und enttäuschte die begeisterten Zuschauer nicht. Kellinghusen legte stark vor und ging mit 56:54 in Führung. In der nächsten Passe konterten die drei Jungs aus Ditzingen und übernahmen mit 109:111 die Führung.
In der nächsten Passe setzte sich Ditzingen mit einem weiteren Ring Vorsprung (165:168) leicht ab.
Aber das Kellinghusener Team bewies Kämpferherz: Mit ihrer besten Passe von hervorragenden 58 Ringen schöpften sie erneut Hoffnung.
Paolo Kunsch (Ditzingen) musste eine Zehn schießen, damit das Team sich den Titel holt. Er behielt die Nerven, schoss ein überragendes Finale und lieferte die Zehn. Damit gewannen sie mit einem Ring Vorsprung (223:224) den Titel.
Die Freude beim Team des 1. Kellinghusener Bogenclubs war trotzdem groß, denn sie gewannen wie im letzten Jahr die Silbermedaille.
Auch die Schützengemeinschaft Norderstedt zeigte eine starke Leistung. Die sehr erfahrenen Schützen Frank Sobirey, Niels Gäde und Markus Wolf – allesamt bereits mehrmalige Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften – schlossen die Vorrunde (Qualifikationsrunde) als Siebte mit 1776 Ringen ab und zogen damit ebenfalls in die Finalrunden ein. Dort trafen sie im Viertelfinale auf die BC Oberauroff. Das Match endete zwar mit 5:1 für Oberauroff doch auch wenn das Ergebnis deutlich wirkt, war es denkbar knapp. In zwei Passen unterlagen die Norderstedter jeweils nur um einen einzigen Ring.
Foto: Kellinghusen - DSB
Foto: Norderstedt - Andrea Wolf
3. Deutscher LG-Pokal
Die Finals – Bogensport-Highlights
Vom 23. bis 26. Juli 2026 finden in Hannover „Die Finals“ statt. Im Rahmen der sechsten Auflage dieses Multisport-Events tragen insgesamt 23 Sportarten ihre Deutschen Meisterschaften aus, darunter auch die Bogensportler. Alle Wettkämpfe – und somit auch die spannenden Bogenwettbewerbe – werden im Fernsehen und per Livestream von ARD und ZDF übertragen.
Bereits 2022 hat der Deutsche Schützenbund (DSB) sein Programm für dieses Event modifiziert; seitdem richtet der DSB die Deutschen Meisterschaften im Mixed und im Team aus. Die Bogensportler (ausschließlich Vereinsmannschaften) treten in Zweier- (Mixed) oder Dreierteams mit dem Recurve-, Compound- oder Blankbogen an. Ein Mixed-Team besteht aus zwei Aktiven (ein männlicher und ein weiblicher Athlet), während ein Team aus drei Aktiven desselben Geschlechts gebildet wird. Die Qualifikationsrunde umfasst 72 Pfeile (6 Pfeile pro Passe). Es erfolgt keine Einzelwertung, die Ergebnisse fließen direkt in das Mannschaftsergebnis ein. Im Anschluss werden die Finalrunden im K.-o.-System ausgetragen.
In den verschiedenen Bogenklassen und Wettbewerben schicken unsere Vereine folgende Athleten ins Rennen:
Recurve – Mixed-Wettbewerbe:
Itzehoer Hockey-Club: Hier geht unser talentiertes Jungschützen-Duo Jos Gröger und Ciara Götsche an den Start.
SSC Fockbek: Für diesen Verein treten die internationalen Top-Schützen Florian Unruh und Charline Schwarz (Ü18) gemeinsam an die Startlinie.
Itzehoer Bogenclub: Für die erste Mannschaft greifen Verena Schreiber und Stefan Bergfeld (Ü18) im Kampf um die Mixed-Medaillen ein.
Team-Wertungen:
SV Dauelsen: Florian Unruh (Ü18) schießt in der Teamwertung für den SV Dauelsen, für den er auch erfolgreich in der Bundesliga aktiv ist. Er bildet dort ein starkes Trio zusammen mit Holger Rohrbeck und Christian Dauel.
Itzehoer Hockey-Club: Der Verein stellt ein eingespieltes Damenteam mit Verena Schreiber, Cathrin Hinrichsen und Kerstin Noeske (Master weiblich).
SchGem Norderstedt: Von der SchGem Norderstedt geht das Trio Frank Sobirey, Niels Gäde und Markus Wolf (Master) an den Start.
TSV Holm: Auch der TSV Holm, Gastgeber der letzten Landesmeisterschaft FITA Freien, ist mit einem Team (Michael Offermann, Dirk Carstens und Christian Paatsch / Master) in Hannover vertreten.
Compound-Bogen:
Kellinghusener Bogenclub: Der 1. Kellinghusener Bogenclub schickt mit Sebastian Voß,
Leon Hollas und Kai Janke eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen, die nach dem zweiten Platz im Vorjahr erneut die Podestplätze anpeilt.
Blankbogen:
Itzehoer Hockey-Club: Auch in der traditionellen Blankbogen-Klasse ist unser Verband vertreten. Der Itzehoer Hockey-Club schickt das Herren-Trio Boris Supper, Norman Geier und Majd Moualem auf die Jagd nach Ringen.
Der Norddeutsche Schützenbund drückt allen unseren Starterinnen und Startern bei den Deutschen Meisterschaften im Mixed und im Team die Daumen! Wir wünschen euch starke Nerven und wie immer: Alle Pfeile ins Gold!
Inklusion im Fokus:
Sportschützenclub Fockbek zu Gast im BG Klinikum Hamburg
Auf Einladung von Peter Richarz und initiiert durch die Informationen unseres Vereinsmitglieds Tjalf Caesar (selbst hochquerschnittgelähmt), machten sich Christine und Hans-Peter Kahllund sowie Gisela Kröger mit vollem Equipment auf den Weg nach Hamburg-Bergedorf.
Das Ziel: Das dortige Querschnittgelähmten-Zentrum der BG Klinik. Die Vorfreude war groß – ebenso wie die gespannte Erwartung, was das Team dort erwarten würde und welche Anforderungen an sie gestellt werden.
Nach einem sehr herzlichen Empfang durch Peter Richarz ging es direkt an die Vorbereitungen. Schon während des Aufbaus der Scheiben, Auflagen, Blasrohre, Stative und des Reinigungsmaterials zogen die Fockbeker die Aufmerksamkeit auf sich. Sowohl Patienten als auch Therapeuten verfolgten jeden Handgriff mit großem Interesse.
Individuelle Anpassung für maximalen Erfolg
Insgesamt rund 15 Patientinnen und Patienten bildeten die wichtigste Zielgruppe des Tages. Das Team des SSC Fockbek stellte sich ganz individuell auf die Ressourcen jedes Einzelnen ein. Mithilfe von Spezialstativen auf den Tischen wurden Greifhöhen und Zielhöhen exakt auf die körperlichen Voraussetzungen der Teilnehmer angepasst.
Ein emotionaler Aha-Moment
Der absolute Höhepunkt des Tages waren die strahlenden Augen der Patienten. Für viele war es ein sichtlich emotionaler Moment und ein spürbarer Stolz, zu erleben, dass es eine Sportart gibt, die sie – teilweise völlig selbstständig oder mit minimaler Unterstützung – ausüben können. Genau hier beginnt echte Inklusion: Sport verbindet und baut Barrieren im Kopf und im Alltag ab.
Begeisterung bei den Therapeuten
Auch das therapeutische Fachpersonal zeigte sich tief beeindruckt. Aus medizinischer Sicht bietet das Blasrohrschießen enorme Vorteile für die Rehabilitation, da es die Lungenfunktion und die Atemmuskulatur auf spielerische, aber hochwirksame Weise trainiert.
Der Besuch im BG Klinikum Hamburg hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig und wertvoll die inklusive Vereinsarbeit des Sportschützenclubs Fockbek ist. Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten vor Ort für den inspirierenden Austausch und diesen unvergesslichen Tag!
Berichte der LM 2026
Extremes Wetter, Kuriositäten und ein Premierensieg.
Extremes Wetter, Kuriositäten und ein Premierensieg Es war ein Wochenende des großen Zusammenhalts und sportlicher Leistungen. Bei den Landesmeisterschaften erlebten Sportler und Zuschauer auf dem Platz alles, was den Bogensport so faszinierend macht – von Respekt über wetterbedingte Zerreißproben bis hin zu überraschenden Erfolgen.
Bevor der erste Pfeil flog, wurde es auf dem Platz ganz still. Die Bogensport-Gemeinschaft hielt inne, um Rolf Windel zu gedenken, dem langjährigen Spartenleiter der Bogensparte im TSV Holm, der vor einem Monat verstorben war. Ihm zu Ehren wurde vor dem Start eine Gedenkminute abgehalten. Windel hatte vor genau 40 Jahren die Bogenabteilung des TSV Holm mit ins Leben gerufen und den Sport in der Region über Jahrzehnte maßgeblich geprägt.
Am ersten Wettkampftag ließ es sich der Bürgermeister der Gemeinde, Uwe Hüttner, nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen, um die Landesmeisterschaften live zu verfolgen. Als Zeichen der Anerkennung und Verbundenheit hatte die Gemeinde zudem ein besonderes Geschenk im Gepäck: Drei Apfelbäume wurden für die besten Mannschaften des Turniers gestiftet – ein symbolisches und nachhaltiges Präsent, das sicher einen Ehrenplatz finden wird.
Heftiger Dauerregen und extrem starke Böen am Samstag verlangten den Schützen alles ab. Für den jungen Recurve-Schützen Emil Sperber (SV Mönkeberg) war es eine emotionale Zerreißprobe. Die Enttäuschung saß noch tief, da er trotz zweier guter Ranglistenschießen vom Bundesbogentrainer nicht für die Europameisterschaft in Rom nominiert worden war. Trotzdem behielt er die Nerven und schoss ein tolles Ergebnis von 661 Ringen. Auch Jamy Marc Dögow (ESV Insel Fehmarn) wuchs an diesem Tag über sich hinaus und erzielte in der Schülerklasse ebenfalls hervorragende 661 Ringe.
Der Sonntag präsentierte sich von den Temperaturen her angenehm und vor allem trocken, doch der Wind blieb weiterhin eine große Herausforderung. Auf der gesamten Fläche gab es unberechenbare Windzonen. Während in der Mitte des Bogenplatzes die Böen plötzlich einschlugen, stand die Fahne auf den auf den ersten Ständen steil im Wind, während sich der Wind zum Ende des Platzes schon wieder komplett anders verhielt.
Wie rasant diese Böen waren, zeigte sich an der Scheibe von Mareike Johannson (1. Kellinghusener Bogenclub). Der Wind rüttelte bei einer Passe so heftig an der Scheibe, dass sie ständig flatterte. Natürlich konnte sie darauf nicht schießen. Während die rund 60 anderen Schützen Pause hatten, da sie ihre Passen regulär beenden konnten, stand sie völlig alleine mit Kampfrichterin Katja Bartels an der Startlinie und neuer Scheibe und brachte ihre sechs Pfeile sicher ins Ziel.
Nele Krippahle, ebenfalls vom 1. Kellinghusener Bogenclub, kämpfte unterdessen mit einer nagelneuen Stramitscheibe. Diese war so fest, dass die Pfeile extrem tief eindrangen und sich kaum herausziehen ließen. Beim mühsamen Herausziehen blieb zudem das Stramit-Material an den Pfeilen kleben. Doch sie bewies Erfindergeist: Kurzerhand organisierte sie eine Blumenvase voller Wasser, in der sie ihre Pfeile in den Pausen einweichte. Danach ließen sich die Reste abwischen, und die Pfeile flogen wieder optimal. Nele Krippahle brachte dieses aber nicht aus dem Konzept, denn sie wurde bei den Compund Damen mit 628 Ringen souverän Landesmeisterin.
Echtes Teamwork zeigten auch einige Trainer, Betreuer und Eltern. Um den Schützen nach der anstrengenden ersten Runde (36 Pfeile in 6 Passen) die Wartezeit am Essensstand zu ersparen, holten sie bereits während der laufenden sechsten Passe die Verpflegung. Kaum war der letzte Pfeil im Gold, standen Pommes und Currywurst bereit – die perfekte Stärkung ohne Zeitverlust.
Sportlich wurden die Favoriten in den National- und DSB-Kadern ihrer Rolle absolut gerecht. Weltklasse-Schütze Florian Unruh und DSB-Nachwuchs-Kaderschütze Knut Jacubczik zeigten ihre ganze Klasse und gewannen souverän die Goldmedaillen in ihren Klassen.
Für eine Überraschung sorgte Robin Moinian vom TSV Mildstedt. Vor dem Wettkampf hatte er noch erzählt, dass er bisher noch nie bei einer Landesmeisterschaft auf einem Podest gestanden habe. In diesem Jahr klappte es endlich: Er schaffte nicht nur den Sprung aufs Treppchen, sondern ließ die gesamte Konkurrenz hinter sich. Er holte sich die Goldmedaille und krönte sich zum neuen Landesmeister bei den Compound-Herren.
Landesbogenreferent Kai Janke richtete seinen herzlichen Dank an alle Sportler, Funktionäre und Helfern, die trotz der Wetterkapriolen für einen absolut reibungslosen Ablauf der Titelkämpfe gesorgt hatten.
Ein ganz besonderes Lob gab es von den Kampfrichtern, die sich begeistert vom Verhalten auf dem Platz zeigten. Anstatt nur auf den eigenen Vorteil zu schauen, wurde sportliche Fairness an diesem Wochenende großgeschrieben – jeder half jedem, wo er nur konnte. Dieses gelebte Fairplay machte die Meisterschaft zu einer rundum gelungenen Veranstaltung.
Bogenkampfrichterobfrau Katja Bartels schloss sich diesen Worten an. Sie bedankte sich ausdrücklich bei ihrem gesamten Team aus Kampfrichtern und Aufsichten für die geleistete Arbeit unter den schwierigen Bedingungen. Das gesamte Organisationsteam hatte über beide Tage hinweg Hand in Hand gearbeitet und diese Landesmeisterschaft bravourös über die Bühne gebracht.
Am letzten Wochenende der Landesmeisterschaften (LM) im Landesleistungszentrum (LLZ) herrschte noch einmal absoluter Hochbetrieb. Das Wetter meinte es an diesen Tagen fast schon zu gut mit allen Beteiligten: Während sich Urlauber über strahlenden Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen freuen, bedeutete das Wochenende für Schützen, Kampfrichter und Standaufsichten einen harten Kampf gegen extreme Hitze von bis zu 40 °C und drückende Schwüle.
Die Sportleitung reagierte jedoch umgehend und organisierte Ventilatoren; zudem wurden private Geräte zur Verfügung gestellt, wodurch sich das Klima auf dem Luftdruckstand spürbar verbesserte. Zusätzlich wurde den Teilnehmern Wasser bereitgestellt und direkt an den Ständen angeboten – eine Geste, die von vielen dankbar angenommen wurde.
Trotz dieser widrigen Umstände wurden in den verschiedenen Wettbewerben teilweise hervorragende Ergebnisse erzielt.
Zu den Glanzlichtern der Meisterschaft gehörten folgende Höchstergebnisse:
Auflage Luftgewehr: Bei den Damen Alt sicherte sich Kristina Hauptmann (SpSchGr Süderholm) mit überragenden 316,1 Ringen das beste Einzelergebnis, während bei den Herren Alt Sven Altenberg (Lola Sportschützen) mit 315,2 Ringen ganz oben stand. Die Mannschaftswertung gewann die Elmshorner SchG mit starken 942,8 Ringen.
Auflage KK-Gewehr 50m Diopter/ZF: Britta Heitmann (SchV Breitenfelde) holte sich mit 307,1 Ringen den Spitzenplatz bei den Damen Alt, Sascha Reimer (SchBrSch Kl.Nordende-Lieth) siegte bei den Herren Alt mit 306,7 Ringen. Die Elmshorner SchG dominierte auch hier die Mannschaftswertung mit 881,0 Ringen.
Luftpistole Mehrkampf & Standard: In beiden Disziplinen setzte Andreas Hüfner (Itzehoer SchV) die Bestmarke. Er siegte im Mehrkampf mit 358 Ringen und im Standardwettbewerb mit 350 Ringen.
NDSB-Pistole/-Revolver: Helge Peters (SchV Quickborn-Renzel) gewann zwar die Vorrunde, am Ende jubelte aber der Vorkampfachte Danny Paulsen (Itzehoer SchV), denn er setzte sich im Finale durch.
Luftgewehr (Schüler): Der SchV Reinfeld räumte hier kräftig ab. Gotje Janshen erzielte bei den Schülerinnen I hervorragende 195,0 Ringe, während Alexander Arlt bei den Schülern I mit 190,9 Ringen siegte. Natürlich ging der Mannschaftssieg mit 566,6 Ringen auch Reinfeld.
Luftpistole (Nachwuchs & Parasport): Schüler I: Aiden Finley Wachowiak (Lensahner SchG) holte sich mit 160 Ringen den Titel, bei den Schülerinnen I gewann Melody Hesse (Böklunder Sportschützen) mit 158 Ringen. In der Mannschaftswertung gab es mit jeweils 434 Ringen, der Lensahner SchG und den Böklunder Sportschützen eine Ringgleichheit. Daher musste jeweils die letzten Serien aller Mannschaftsschützen zusammengezählt werden. Die Mannschaft mit der höheren Ringzahl in dieser Serie hat den Titel gewonnen, und da konnte sich die Lensahner SchG freuen.
Jugend: Anton Mende (Halstenbeker SchV) überzeugte mit 352 Ringen. Junioren: Aron Bukowski (SportSch Pölitz) siegte bei den Junioren I mit 356 Ringen, während Kalina Lyubomirova (Husumer SchG) bei den Juniorinnen II mit sehr guten 365 Ringen das absolute Top-Ergebnis der Jugendklassen schoss. Parasport: Uwe Münchow (Kieler Bürger SchG) sicherte sich mit 299 Ringen den ersten Platz.
Legt man die Limitzahlen des vergangenen Jahres zugrunde, können einige der Teilnehmer für Ende August bereits beruhigt Urlaub beantragen: Sie haben sich mit diesen Leistungen sicher für die Deutschen Meisterschaften in München qualifiziert.
8-mal Gold für Sven Bentien
In Ahrensburg fanden die vier Wettbewerbe in der Disziplin „Laufende Scheibe“ (Lfd. Scheibe) statt. Diese Wettbewerbe kann man in unserem Verband fast als Exoten bezeichnen, denn zurzeit nimmt nur die Ahrensburger Schützengilde (SchG) daran teil – das allerdings schon seit Jahren und sehr erfolgreich.
Einer der „Oldies“ des Schießens auf die Laufende Scheibe ist Heinz Anders, der mittlerweile über 80 Jahre alt ist und schon seit 1978 aktiv schießt.
Sven Bentien ist der unangefochtene König in dieser Disziplin: Bei allen vier Starts – Luftgewehr (LG), LG Mix, Kleinkaliber (KK) 50 m und 50 m Mix – gewann er sowohl in der Einzel- als auch in der Mannschaftswertung die Landesmeistertitel. Sven Bentien, der schon etliche Male an den Deutschen Meisterschaften sowie an mehreren Ländervergleichswettkämpfen teilgenommen hat, ist in unserem Verband der erfolgreichste Schütze.
Um den Wettbewerb „Laufende Scheibe“ bekannter und für Interessierte attraktiver zu machen, boten die Schützen an den beiden Tagen der Landesmeisterschaft einen Rahmenwettbewerb „Laufende Scheibe 10 m aufgelegt“ an. Damit wurde vom NDSB erstmalig ein Rahmenwettbewerb in dieser neuen Disziplin durchgeführt.
Um Einsteiger für diese Disziplin zu begeistern, einen leichten Einstieg zu schaffen und auch älteren Schützen weiterhin die Teilnahme zu ermöglichen, wurde in zweijähriger Entwicklungszeit eine bewegliche Auflage von erfahrenen Sportschützen konzipiert.
Geschossen wird hierbei mit Unterstützung einer variablen Auflage. Das Gewehr ist mit beiden Händen und aufgelegt in der Schulter zu halten. In der Fertighaltung befindet sich das Gewehr bereits in der Schulter und liegt auf dem Auflagebock. Erst wenn die Scheibe erscheint, darf die Waffe mit der Auflage in der Schneise geführt werden.
Das Wettkampfprogramm umfasst im ersten Durchgang 4 Schuss Probe mit anschließenden 20 Wertungsschüssen im Langsamlauf (5 Sekunden).
Im zweiten Durchgang folgen erneut 4 Probeschüsse und 20 Wertungsschüsse im Langsamlauf. Dies ergibt insgesamt 40 Wertungsschüsse, die ab dem 21. Lebensjahr in einer offenen, gemischten Klasse (männlich/weiblich) absolviert werden. Alles Weitere wird analog zur DSB-Sportordnung Teil 4 geregelt.
Die Platzierungen 1. Platz: Tim Schröder mit hervorragenden 331 Ringen. 2. Platz: Torsten König mit sehr guten 308 Ringen. Er brauchte bis in den zweiten Durchgang, um sich in diese neue Auflagedisziplin hineinzufinden. 3. Platz: Marcus Kuhlmann mit 291 Ringen.
Wer nun neugierig geworden ist, kann gerne beim Training vorbeischauen. Alle Interessierten sind herzlichst eingeladen jeden Montag zwischen 18.00 und 20.30 Uhr vorbeizukommen um sich die vier verschiedenen Disziplinen genauer anzusehen, und das Schießen vor Ort selbst auszuprobieren.
Ergebnisse: siehe Ergebnisliste
Die diesjährigen Landesmeisterschaften fanden, übrigens schon zum dritten Mal, auf dem Gelände der Brunswiker SchG in Kiel statt. An den Meisterschaften nahmen auch die Landesschützenverbände aus Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg teil.
Die äußeren Bedingungen machten es den Schützen nicht leicht. Nach sintflutartigen Regenfällen in der Nacht verwandelte sich der ohnehin anspruchsvolle, etwa 1 bis 1,2 Kilometer lange Parcours über Stock, Stein, Äste und steile Hänge in eine rutschige und matschige Angelegenheit. Tagsüber schlug das Wetter um und eine enorme Hitze sorgte für zusätzliche Strapazen. Dass die Veranstaltung dennoch reibungslos über die Bühne ging, war dem unermüdlichen Einsatz von Hauptorganisator Michael Lehmann und seinem kleinen, aber eingespielten Team von gerade einmal 8 bis 10 Helfern zu verdanken. Sie kümmerten sich nicht nur um das Catering und den Scheibenwechsel, sondern sorgten mit vier aufgebauten Getränkestationen und zwei Pavillons im Feld auch für den nötigen Schutz der Schützen.
Präsident Lars Rothfuß betonte, dass er eine Feldbogenmeisterschaft in dieser Form noch nie live gesehen oder mitsamt den Abläufen miterlebt habe, das Ganze jedoch außerordentlich interessant sei. Um sich ein eigenes Bild zu machen, lief der Präsident auch einen Teil der anspruchsvollen Strecke ab. Er wünschte allen Bogenschützen viel Erfolg und alle Pfeile ins Gold.
Im Parcours herrschten strikte Regeln: Die Schützen traten immer als Zweier-Paar gemeinsam an einem Pflock an. Sobald der erste Schütze den Pflock betrat, lief das Zeitfenster von 3 Minuten, in dem die Pfeile geschossen werden mussten. Auch die Sicherheitsregeln griffen konsequent: Das Aufziehen des Bogens oberhalb der Scheibe war streng verboten – der Pfeil musste immer unten aufgezogen werden, insbesondere bei Schüssen bergab. Ging ein Pfeil daneben, durften maximal drei Schützen auf die Suche gehen, während aus Sicherheitsgründen immer ein Schütze als Posten vor der Scheibe verharren musste. Ebenso strikt war das Handyverbot: Das Fotografieren der Scheiben während des Wettkampfs war untersagt und hätte zur sofortigen Disqualifikation geführt.
Sportlich absolvierten die Teilnehmer ein straffes Programm der Feldrunde mit insgesamt 72 Wertungspfeilen. Zuerst ging es in die „unbekannte Runde“, in der die Entfernungen zu den 12 Scheiben von den Schützen geschätzt werden mussten (3 Pfeile pro Scheibe). Danach folgte die „bekannte Runde“ über weitere 12 Scheiben mit Entfernungsangaben.
Während Recurve- und Blankbögen mit moderaten 30 bis 40 Pfund (lbs) Zuggewicht geschossen werden, bringen es die Compound-Bögen auf stattliche 60 Pfund. Durch diese enorme Dynamik und Energie treffen die Pfeile mit einer enormen Wucht auf. Die Folge: Das Scheibenmaterial im Zentrum wurde regelrecht zerlöchert. Daher musste das Helferteam in das Gelände um die Ziele austauschen, um einen fairen Wettkampf zu garantieren.
Das beste Compound-Ergebnis aller Klassen sicherte sich Astrid Leuchner (Brunswiker Schützengilde) mit sehr guten 389 Ringen. Markus Möhring (SchV Bargteheide), ein sehr erfolgreicher Blankbogenschütze, feierte eine Premiere bei der Meisterschaft, denn statt mit dem Blankbogen trat er mit dem Compoundbogen an. „Man muss ja auch mal was Neues ausprobieren, die ganze Technik und so weiter.“
In der Recurve-Herrenklasse gab es den erwarteten Favoritensieg. Weltklasse-Bogenschütze Florian Unruh (SSC Fockbek) holte sich souverän den Landestitel und erzielte das höchste Recurve-Ergebnis des Tages, auch wenn er selbst mit seiner Ringzahl nicht ganz zufrieden war.
Auch die Jugendlichen vom Schüler bis zum Junior meisterten den Parcours sehr gut. Allen voran die Jugend des SV Rethwisch dominierte die Schülerklasse: Sie kehrten mit 4 Einzel-Landemeistertiteln nach Hause zurück.
Nach einem anstrengenden, aber tollen Wettkampftag zogen die drei Landesverbände ein rundum positives Fazit. Ein großer Dank gilt der Brunswiker Schützengilde und allen ehrenamtlichen Helfern, die diese Meisterschaft trotz Schlamm und Hitze zu einem echten Erfolg gemacht haben.
Hospitation von Para-Kampfrichtern –
Teil 10 der DSB-SpO doch umfänglicher als gedacht
Nachdem Anfang Mai bereits die eintägige Para-Kampfrichter-Aus- und Fortbildung erfolgreich absolviert worden war, galt es jetzt für vier Kursteilnehmer, während der Landesmeisterschaft (LM) zu hospitieren. Aufgrund von vollen Terminkalendern und einer nur geringen Anzahl an aktiven Para-Sportschützen im NDSB mit umfänglichen Einträgen im DSB-Hilfsmittelnachweis blieb den Ausbildern nur Plan B.
Babara (Bibi) Kathe, Referentin der Para-Kampfrichter-Aus- und Fortbildung, selbst aktive SH2-Para-Schützin sowie DSB-Bundesreferentin Para-Sport, stellte sich als Hospitationsobjekt zur Verfügung. Der Hilfsmittelnachweis von Bibi ist mit Eintragungen gut gefüllt und bot den Hospitanten viel Raum für Überprüfungen. Die Frage für Bibi war: „Wie gut habe ich referiert und wie gut können die Hospitanten das Erlernte im aktiven Para-Wettkampfgeschehen anwenden und umsetzen?“
Bibi hatte bewusst ihre Ausrüstung manipuliert und einige Regelverstöße eingebaut. Offensichtliche, aber auch versteckte Fehler, die Bibi ins simulierte Wettkampfgeschehen einbaute, galt es für die Hospitanten zu erkennen. Im Rahmen der Hospitation stellte Bibi die Teilnehmer vor Herausforderungen – nicht nur im SH2-Liegend- und SH2-Stehend-Anschlag, sondern es wurden auch die möglichen Regelverstöße der SH1/AB1- und SH3/AB3-Para-Sportler präsentiert und besprochen.
Bibis Rat aus dem Para-Kampfrichterkurs, „immer Zollstock und Maßband dabei zu haben“, hatten einige Hospitanten beherzigt. Mit dem Zollstock wurde der 10-cm-Auflagebereich für den Federbock nachgemessen, welcher dann aufgrund von Bibis Manipulation tatsächlich irreguläre 13 cm betrug. Auch die Rückenmarkierung für den Freiraum über der Rückenlehne – bei Para-Sportlern mit eingetragener Rückenlehne im Hilfsmittelnachweis ein Muss – hatte Bibi entfernt, damit die Hospitanten die fehlende Markierung bemerken und ausmessen mussten.
Um die häufig vorkommenden Regelverstöße beim Schießen von SH2/AB2-Para-Sportlern mit Federbock zu präsentieren, musste sich Bibi mächtig konzentrieren. Dazu sagte sie: „Wenn man weiß, wie es richtig geht, ist es schwer, bewusst das Deshouldering beim SH2/AB2-Stehendanschlag wegzulassen, den Federbock zu ziehen oder zu schieben und die nicht abziehende Hand bewusst irgendwo abzulegen, wo sie nicht sein darf.“
Am Ende der Hospitation wurde deutlich, dass das Para-Sportschießen nach Teil 10 der DSB-SpO kein Buch mit sieben Siegeln ist, aber trotzdem ein umfängliches Fachwissen und vor allen Dingen viel Erfahrung sowie ein gutes und geschultes Auge von den Para-Kampfrichtern erfordert.
Bibi wies die Hospitanten im Abschlussgespräch noch darauf hin, dass Regelverstöße auch im Para-Schießsport zu ahnden sind, um faire und chancengleiche Wettbewerbe zu gewährleisten: „Bitte nicht aus falschem Mitgefühl oder Angst vor einem Shitstorm im Internet weggucken. Auch im Para-Schießsport gilt Fair Play, und wer schummelt und sich erwischen lässt, muss mit den Konsequenzen leben.“
Auf allen Ständen herrschte erneut Hochbetrieb. Neben sportlichen Höchstleistungen prägten Teamgeist und knappe Entscheidungen das Wochenende – oft entschied nur ein einziger Ring über die Medaillen. Neben bekannten Titelverteidigern gab es auch einige neue Gesichter ganz oben auf dem Podest.
Die sportlichen Highlights: Der amtierende Deutsche Meister des Vorjahres Joans Kofoed Hansen (SpSch Fahrdorf/Herren III) unterstrich eindrucksvoll das er zu den besten Schützen im Lande zählt. Mit der Luftpistole schoss er ein tolles Ergebnis von 375 Ringen und wurde seiner Favoritenstellung gerecht.
Im KK-Liegendkampf der Herren II schoss Mirco Viebrantz (SSV Kassau) mit 614,0 Ringen das höchste Ergebnis in dieser Disziplin und buchte damit – genau wie Joans Kofoed Hansen – souverän das Ticket für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften.
Eine Demonstration geschlossener Teamstärke lieferte die Mannschaft der Segeberger Bürgerschützen in der Klasse Junioren I weiblich ab. Das Trio, bestehend aus Lisa Helene Busack, Pia Marie Lewenhagen und Vivian Tragemann, präsentierte sich in Topform. Mit einem Gesamtergebnis von 1783,7 Ringen sicherten sich die drei Schützinnen nicht nur den Landesmeisterschaftstitel sondern auch die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.
Am Luftgewehrstand, der fest in der Hand des Nachwuchses war, zeigte sich der Zusammenhalt bei einer spontanen Rettungsaktion: Weil einem Schützen seine Hose nicht mehr passte, lieh ihm ein Kollege kurzentschlossen seine eigene. Trotz ungewohnter Ausrüstung holte der Jungschütze prompt Platz 2.
Während auf dem KK-Stand zeitgleich um die Titel in der 100-m-Auflage geschossen wurde, fordert die Sportpistole auf dem Großkaliberstand absolute Konzentration im Zweikampf aus Präzision (30 Schuss in 5 Minuten pro 5er-Serie) und Duell (30 Schuss, bei denen die Scheiben pro Serie fünfmal für nur 3 Sekunden sichtwerfen werden).
Dass es auf dem Großkaliberstand nie langweilig wird, zeigten schon die vergangenen Tage: Hatte in der Vorwoche noch Birgit Bruhn aufgrund ihrer Körpergröße so ihre liebe Mühe, die Fehlschüsse im weißen Bereich der Scheiben ganz oben abzukleben, gab es dieses Mal neue Herausforderungen. Nicole Behrens, die die Schießleitung auf dem einen Großkaliberstand innehatte, nahm es mit Humor, machte aber aus ihrem Herzen keine Mördergrube: „Ich hasse die Steckscheiben, die wollen immer nicht so reingehen“, kommentierte sie schmunzelnd den Scheibenwechsel.
Zusätzlich verlangte das Wetter allen Beteiligten alles ab. Es war an beiden Tagen extrem warm. Insbesondere der Samstag brachte eine regelrechte Hitzeschlacht mit Temperaturen von über 30 Grad und drückender Schwüle. Die Sportler trotzten den Bedingungen kreativ und kühlten Stirn und geschwollene Hände mit eiskalten Selterflaschen. Trotz dieser widrigen Bedingungen zeigten die Sportler herausragenden Einsatz.
Nach dem letzten Schuss war für das Organisationsteam um Landessportleiter Bernd Sinner noch lange nicht Feierabend. Ob Standaufsichten, Kampfrichter oder Auswerter: Nach dem offiziellen Teil hieß es für die vielen Helfer fegen, saugen, Messbänder tauschen und kleinere Reparaturen vornehmen. Meist bleibt das Team noch weit über eine Stunde nach Wettkampfende vor Ort. Ein riesiges Dankeschön gilt diesen ehrenamtlichen Helfern, ohne die eine solche Landesmeisterschaft nicht machbar wäre!
„Hier im Landesleistungszentrum (LLZ) ist ja heute überhaupt nichts los!“, sagte ein Schütze am Wochenende mit einem Augenzwinkern. Die Realität sah aber völlig anders aus: Der Parkplatz des LLZ war gerammelt voll – so voll, dass die Fahrzeuge sogar auf die gegenüberliegende Straßenseite ausweichen mussten.
An beiden Wettkampftagen herrschte auf den Anlagen absolute Hochspannung und reger Betrieb. Ob auf dem Kleinkaliberstand, dem Luftdruckwaffenstand oder dem Großkaliberstand – überall wurde verbissen um die Landesmeistertitel, Platzierungen und die Tickets für die Deutschen Meisterschaften gekämpft. Viele Favoriten hielten dem Druck stand und konnten ihre Titel erfolgreich verteidigen. Auf der anderen Seite gab es aber neue Landesmeister, bei denen die Freude riesengroß war, weil sie den einen oder anderen Favoriten erfolgreich vom Thron stoßen konnten. Ein tolles Beispiel dafür ist Tatjana Reckendorf (Erster Eckernförder SchV). Bei ihrem ersten großen Wettkampf im Wettbewerb 25 m Revolver .45 ACP schoss sie ein super Ergebnis und wurde mit dem 3. Platz belohnt.
„Dass Alter im Sport keine Rolle spielt, bewies Claus Closius vom PC Rendsburg eindrucksvoll“. Als ältester Teilnehmer trat er mit sage und schreibe 87 Jahren noch an drei verschiedenen Großkaliberwettkämpfen teil.
Dass der Sport auch seine ganz eigenen, kuriosen Geschichten schreibt, zeigte sich an diesem Wochenende ganz deutlich. Beim Reinigen seines Revolvers vor den Landesmeisterschaften war Bilal Bakindi (TSV Klausdorf) mit dem Schraubendreher abgerutscht und hatte sich diesen in den Daumen gerammt, wodurch er verletzungsbedingt unter starken Schmerzen antreten musste. Am nächsten Tag kam es noch schlimmer, als die gereinigte Waffe einen Defekt hatte und er auf einen Ersatzrevolver ausweichen musste. Trotz dieses Handicaps kämpfte er sich durch und qualifizierte sich erfolgreich für den Endkampf.
Zum Endkampf trat er dann mit einem Revolver von einem Schützenkollegen – Stefan Degler – an. Damit sorgte Bilal Bakindi für ein echtes Unikum, das im Schießsport Seltenheitswert hat: Er benötigte im Laufe eines einzigen Wettkampfes sage und schreibe drei verschiedene Revolver, um diesen überhaupt beenden zu können.
Bei den fünf Probeschüssen setzte Bilal Bakindi die Schüsse bei der 8 auf 12 Uhr. Nach Rücksprache mit der Standaufsicht und dem Leihgeber Stefan Degler erhielt er die Freigabe zur Visierkorrektur. Nach einer kurzen fachlichen Diskussion darüber, wie weit nachjustiert werden müsse – im Raum standen drei bis vier Klicks –, entschied er sich, das Visier um vier Klicks („Knacken“) zu verstellen. Nach den ersten fünf Wertungsschüssen korrigierte er das Visier nochmals um weitere zwei bis drei Klicks, was das Trefferbild verbesserte. Am Ende reichte es unter diesen turbulenten Umständen zwar nicht mehr für einen Podestplatz, dennoch zog Bilal Bakindi zum Abschluss des Wettkampfes ein positives Fazit: Der geliehene Revolver habe trotz allem hervorragend in der Hand gelegen.
Auch hinter den Kulissen wurde logistische Höchstleistung geboten. Die Sportleitung hatte alle Hände voll zu tun, um die Ummeldungen reibungslos zu koordinieren und bei Fragen Rede und Antwort zu stehen. Auch die Waffenkontrolle hatte alle Hände voll zu tun, um die Sportgeräte zu überprüfen! Nach dem abgeschlossenen Wettkampf wurden zügig die Urkunden gedruckt, damit die Siegerehrung schnell vonstattengehen konnte.
Ein ganz besonderes sportliches Highlight lieferten die Kampfrichter und die Standaufsichten rund um Rolf Eckstein! Von wegen, nur die Schützen betreiben hier Sport: „Die Schützen sind die Sportler, weil sie schießen, aber wir sind auch Sportler – und zwar Laufsportler!“, hieß es aus dem Team. Nach jeweils fünf Schuss bedeutete das jedes Mal: ab nach vorne, Scheiben wechseln und wieder zurück. Und das zigmal am Tag, bei vier verschiedenen Wettkämpfen. Ein echtes Mammutprogramm zu Fuß!
Was wäre so ein langes Wochenende aber ohne die richtige Stärkung? Ein riesiges Lob geht an das Catering-Team, das von morgens früh bis nachmittags alle Schützen, Betreuer, Fans und Kampfrichter verwöhnt hat. Von frisch belegten Brötchen am Morgen über ein deftiges Mittagessen mit Currywurst, Schnitzeln und leckerer Spargelsuppe bis hin zu einer großen Auswahl an Torten und Kuchen war alles dabei. Hungrig musste hier garantiert niemand nach Hause fahren!
Alle Ergebnisse: siehe Ergebnislisten!
Wer glaubt, das Leben als Kampfrichter und Standaufsicht sei eintönig, der kennt die Truppe vom Großkaliberstand nicht. Den ganzen Tag Standaufsicht zu machen verlangt nicht nur Konzentration, sondern manchmal auch eine gehörige Portion Einfallsreichtum – besonders, wenn man Kampfrichterin Birgit Bruhn an seiner Seite hat.
Birgit ist eine treue Seele auf dem Stand, bringt jedoch eine anatomische Besonderheit mit: Sie ist recht klein gewachsen. Als es wieder einmal ans Abkleben der Scheiben ging, richtete Birgit einen fast schon flehentlichen Appell an die Schützen:
„Leute, bitte trefft heute doch einfach nur das Schwarze! Ins Weiße braucht ihr gar nicht erst schießen – da komme ich zum Abkleben einfach nicht ran!“
Also musste eine Lösung gefunden werden! Sofort rauchten die Köpfe und die Vorschläge flogen nur so durch den Schießstand. Um Birgit auf die nötige Arbeitshöhe für die Fehlschüsse im Weißen zu bringen, wurden keine Kosten und Mühen gescheut – zumindest theoretisch:
Der erste Vorschlag war Eine fahrbare Hebebühne für den Stand anzuschaffen. Damit könnte Birgit elegant und stufenlos zu jedem Ausreißer hochfahren.
Andere plädierten für einen soliden Laufklotz zum Draufstellen, um die fehlenden Zentimeter auszugleichen.
Ein ganz besonders findiger Kopf wollte das Problem lieber an der Wurzel packen. Wenn ein Schuss schon ins Weiße geht, sollte das zumindest ordentlich quittiert werden. Die Idee: Ein akustisches Signal für Fehlschüsse. Da das aktuelle Geräusch aber noch zu wünschen übrig lässt, forderte die Runde kurzerhand ein völlig neues Glockenspiel für die Trefferrückmeldung. Wenn schon daneben, dann wenigstens mit Melodie!
Ob Birgit nun bald mit der Hebebühne durch den Stand fährt oder die Schützen aus Angst vor dem neuen Glockenspiel plötzlich alle nur noch Zehner schießen, bleibt abzuwarten. Eines ist jedenfalls sicher: Langweilig wird es auf diesem Schießstand so schnell nicht!
Am 13. und 14. Juni 2026 fand auf dem Schießstand in Krummenort die Landesmeisterschaft im Skeet statt. Los ging es an beiden Tagen pünktlich um 08:30 Uhr. Insgesamt traten 13 hochmotivierte Skeetschützen aus den Vereinen Wurftaubenclub Rendsburg, Jagd- und Sportschützenclub Warder und dem Sportverein Fargau gegeneinander an.
Auf dem Programm standen insgesamt 125 Scheiben, aufgeteilt auf drei Runden à 25 Scheiben am Samstag und weitere zwei Runden am Sonntag.
Das Wetter machte es den Schützen an diesem Wochenende allerdings nicht leicht. Von sehr stürmischem Wind und plötzlichen Regengüssen war alles dabei. Durch dieses sehr wechselhafte Wetter war es gar nicht so einfach, die Flugbahn der Wurfscheiben richtig einzuschätzen, sodass der eine oder andere Schuss leider danebenging.
Die Schützen ließen sich die Laune aber nicht verderben: Alle hielten an beiden Tagen tapfer durch und kämpften bis zum Schluss um jede einzelne Scheibe.
Das Skeetschießen ist eine Hochburg des WTC Rendsburg. Lediglich der JSC Warder durchkreuzte mit Anja Reese (69/Damen I) und Frank Sievers (61/Herren III) den totalen Triumpf des WTC Rendsburg
Ergebnisse: siehe Ergebnisliste
Dass beim SSV Kassau hervorragende Jugendarbeit geleistet wird, zeigt sich seit Jahren – so auch in diesem Jahr bei den Landesmeisterschaften im Wettbewerb Luftgewehr-3-Stellung für den Schüler- und Jugendbereich.
Im Wettbewerb der weiblichen Schülerklasse triumphierte Gotje Janshen mit herausragenden 589 Ringen vor den beiden Reinfelderinnen Emma Metzing (582) und Jasmin Alter (565).
In der männlichen Jugendklasse setzte sich mit Lukas Bünning ebenfalls ein Kassauer an die Spitze. Mit 581 Ringen siegte er souverän vor Luis Rathke (Schwartuer SchG/571) und seinem Vereinskameraden Julius Schumacher (544).
Für Gotje Janshen und Lukas Bünning läuft es rund. Bei ihren bisherigen zwei Starts bei den diesjährigen Landesmeisterschaften konnten beide bereits ihre zweite Einzelmedaille in Gold bejubeln!
In der weiblichen Jugendklasse sicherte sich Mia Riedler (SchV Redderschmiede) mit 571 Ringen den ersten Platz. Damit krönte sie sich nicht nur zur Landesmeisterin, sondern schoss auch ihr bisher bestes Ergebnis auf einer Meisterschaft! Sie setzte sich knapp vor Linnea Bruhn (SchV / 568) und Laura Willmann (SSV Kassau / 562) durch.
Die männliche Schülerklasse dominierte der Reinfelder Malte Gesswein mit 543 Ringen. Dahinter folgten Theo Hamer (519) und Oliver Marvin Meisburger (511, beide Lensahner SchG).
Den Mannschaftssieg bei den Schülern holte sich das Trio Joris Velten Behrens, Sofia Knolinski und Liv Roß vom SchV Elmenhorst. Mit 1595 Ringen siegten sie deutlich vor dem Trio der Lensahner SchG (1534).
Das absolute Spitzenergebnis schoss die Schüler-Mannschaft des SSV Kassau Das Trio Alexander Arlt, Gotje Janshen und Emma Metzing erzielte sehr gute 1726 Ringe. Da das Trio außer Konkurrenz schoss, um ein Qualifizierungsergebnis für Deutschen Meisterschaften zu haben, konnten sie kein Landesmeister werden.
Am vergangenen Wochenende herrschte auf dem Schießstand des Schützenvereins Quickborn-Renzel wieder absoluter Hochbetrieb. Denn die Landesmeisterschaften der Vorderladerdisziplinen standen auf dem Programm an. Für viele Teilnehmer bedeutete das Event echten sportlichen Marathon, da sie in mehreren Disziplinen gleichzeitig an den Start gingen.
Spitzenreiter im Dauerbrenner-Programm war Walter Boysen, der stolze 10 verschiedene Disziplinen absolvierte. Dicht auf den Fersen waren ihm Ralph Nolte mit 8 Starts sowie Peter Kletzin und Frank Zonak mit jeweils 7 Starts. Auch Günther Giesbrecht (6 Starts), Harald Jahn, Uwe Vogt (je 6 Starts) sowie Carsten Cordes, Angelika Nolte, Michael Gust, Thomas Krumm und Peter Menzer (je 5 Starts) zeigten enormen sportlichen Ehrgeiz und traten mehrfach an. Für die Schützen bedeutete dies oft puren Stress: Kaum war ein Wettkampf beendet, hieß es schnell den Vorderlader wechseln, um direkt auf dem 50- oder 100-Meter-Stand die nächste Herausforderung anzunehmen.
Obwohl das Vorderladerschießen nach wie vor als Männerdomäne gilt, zeigten die Damen bei diesen Landesmeisterschaften auch ihr Können. Mit Birgit Bruhn, Gabriele Kleuter, Angelika Nolte, Kerstin Petersen, Anita Schröder, und Andrea Zonak kämpfte eine Frauenriege erfolgreich um Titel und Platzierungen.
Als absolute Medaillen-Garanten entpuppte sich dabei das Ehepaar Angelika und Ralph Nolte, die zusammen unglaubliche 17 Einzel- und Mannschaftsmedaillen einheimsten.
Ralph Nolte sicherte sich im Einzel insgesamt 6 Mal Edelmetall, darunter stolze 5 Mal Gold.
Seine Frau Angelika stand ihm nichts nach und gewann im Einzel 5 Medaillen, davon 3 Mal Gold. In ihrer Paradedisziplin, dem Perkussionsfreigewehr 100 m, glänzte Angelika Nolte mit herausragenden 142 Ringen. Damit bewies sie eindrucksvoll, dass sie völlig zu Recht für das Deutsche Nationalteam und die anstehenden Weltmeisterschaften in Österreich nominiert wurde.
Die Meisterschaften verlangten den Schützen ein enormes Maß an Flexibilität ab, da der Wechsel zwischen den verschiedenen Kurzwaffen-Disziplinen die ständige Umstellung auf völlig unterschiedliche technische Gegebenheiten erfordert.
So ist die Steinschloss-Pistole ein Einzellader, bei dem im Gegensatz zu modernen Waffen erst das Pulver in der Pfanne abbrennen muss, bevor der eigentliche Hauptschuss bricht. Das erfordert ein extrem langes Nachhalten. Bewegt der Schütze die Waffe im Moment des typischen „Zischens“ auch nur einen Millimeter, ist die erhoffte Zehn weg.
Die Perkussionspistole ist zwar ebenfalls ein Einzellader, bricht den Schuss durch das Zündhütchen jedoch wesentlich schneller und direkter. Hier müssen sich die Sportler von der trägen Zündung des Steinschlosses blitzschnell auf eine fast „moderne“, direkte Schussauslösung umstellen.
Beim Perkussionsrevolver wiederum wartet eine ganz andere Herausforderung: Als Mehrlader verlangt er dauerhafte, lückenlose Konzentration, da hier 5 Schuss am Stück abgegeben werden müssen.
Auch bei den Gewehren zeigten sich die vielseitigen Anforderungen des Sports:
Wie auch bei den Kurzwaffen gibt es hier die Steinschlosszündung und die Perkusionszündung.
Das Klassisches Perkussionsgewehr wird als zivile Sport- und Jagdwaffe auf der 50-Meter-Distanz im Stehen geschossen.
Das Perkussionsfreigewehr wird auf 100 Meter liegend geschossen. Hier sind moderne Hilfsmittel wie Diopter-Visierungen und Ringkorn erlaubt.
Das Perkussionsdienstgewehr ist ein ehemaliges Militärgewehr, das ebenfalls auf 100-Meter-geschossen wird. Hier müssen die Schützen jedoch ganz ohne moderne Hilfsmittel auskommen – nur mit Kimme, Korn, purer Muskelkraft und maximaler Präzision geht es hier ins Schwarze.
Nicht nur die Schützen zeigten bei den Landesmeisterschaften im Vorderladerschießen vollen Einsatz und absolvierten oft mehrere Disziplinen hintereinander – auch das Team hinter den Kulissen leistete Enormes. Auf der Anlage in Quickborn-Renzel waren die Kampfrichter und Standaufsichten im pausenlosen Dauereinsatz, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu garantieren.
Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung von Organisator Ralph Nolte. Während er die gesamte Veranstaltung koordinierte und überall dort einsprang, wo Not am Mann war, ließ er es sich nicht nehmen, am Wochenende selbst in in mehreren Disziplinen an den Start zu gehen. Es ist absolut bewundernswert, wie er trotz der enormen organisatorischen Belastung und der ständigen Verantwortung rundherum den Fokus fand, um sich auf seine eigenen Starts zu konzentrieren.
Ein ebenso großes Lob gebührt den Standaufsichten. Sie blicken auf extrem lange, anstrengende Tage auf dem Stand zurück. Selbst von starken Erkältungen ließ sich in der Truppe niemand aufhalten: Es wurde eisern durchgehalten, um verlässlich für die Schützinnen und Schützen da zu sein.
Hand in Hand mit den Standaufsichten arbeitete das Team der Auswertung und der IT. Die Auswerter hatten alle Hände voll zu tun, um die Vielzahl an beschossenen Scheiben präzise und zügig auszuwerten. Kaum waren die Ringe ermittelt, wurden die Ergebnisse gleich in den Laptop gegeben. Parallel wurden direkt die Urkunden gedruckt und alles Weitere für die Siegerehrungen vorbereitet. Dank dieses reibungslosen Ablaufs mussten die Schützen nicht lange auf ihre Urkunden und Medaillen warten.
Was wäre so ein langes Meisterschaftswochenende ohne die passende Stärkung? Während der gesamten Landesmeisterschaften wurde natürlich auch unermüdlich für das leibliche Wohl aller Beteiligten gesorgt. Die Crew stand den ganzen Tag parat, um Schützen und Helfer mit Essen und Getränken zu versorgen und bei Kräften zu halten.
Ohne diesen großartigen, ehrenamtlichen Einsatz aller Beteiligten wäre eine solche Landesmeisterschaft schlichtweg nicht durchführbar.
Bei den DSB‑Auflage-Landesmeisterschaften zeigten die Schützinnen und Schützen in den beliebten Auflage-Disziplinen Spitzensport. Sowohl mit dem Luftgewehr als auch in den Kleinkaliber-Wettbewerben (50 m und 100 m) wurde um jeden Zehntelring gekämpft, was zu sehr guten Ergebnissen und hauchdünnen Entscheidungen führte.
Das höchste Einzelergebnis des gesamten LM-Wochenendes wurde in der Disziplin Luftgewehr Auflage erzielt. Mit sehr guten 318,4 Ringen sicherten sich Sven Pardy (SchV Tornesch, Senioren I) und Antje Fiedler (PC Rendsburg, Senioren I weiblich) die Spitzenwerte im Einzelklassement.
Gerhard Ayszoll vom Schützenverein Malente (Senioren IV) krönte sich zum 3-fachen Landesmeister, denn er gewann alle drei Auflage-Wettbewerbe (LG 317,4, KK 50 m 304,2 und KK 100 m 313,6).
Der dominierende Verein dieser Meisterschaften war der SC Kalübbe (Senioren III). Die Schützen aus Kalübbe zeigten eine beeindruckende mannschaftliche Geschlossenheit und enorme Nervenstärke über alle Disziplinen hinweg. Gekrönt wurde diese Leistung durch die Landesmeistertitel in den Mannschaftswertungen Luftgewehr Auflage (947,4) und KK Auflage 50 m (918,4).
Betrachtet man die Verteilung der Einzelmedaillen (Gold, Silber, Bronze) über alle Altersklassen der drei Disziplinen, so teilen sich der SC Kalübbe und der SchV Neumünster den Status als erfolgreichste Medaillensammler: SC Kalübbe kann insgesamt 10 und SchV Neumünster 6 Einzelmedaillen verbuchen.
Besonders spannend machten es die Schützinnen und Schützen in den Mannschaftswertungen, wo die Entscheidung über den Landessieg teilweise erst mit dem allerletzten Schuss fiel. Ein absoluter Nervenkrimi spielte sich im Wettbewerb KK-Gewehr 100 m Auflage (Senioren III) ab: Hier siegte der SchV Neumünster mit einem Gesamtergebnis von 934,8 Ringen – mit einem minimalen Vorsprung von gerade einmal 0,4 Ringen vor dem SC Kalübbe I (934,4 Ringe) und dem ringgleichen SSC Fockbek (ebenfalls 934,4 Ringe).
Nicht weniger dramatisch verlief die Einzelentscheidung bei den Senioren III im Luftgewehr. Dieter Pirsig (Scharbeutzer SchV) sicherte sich mit 315,8 Ringen mit dem Luftgewehr den Titel – dicht gefolgt von Wilfried Krause (SchV Stockelsdorf) mit 315,4 Ringen und Thomas Rönfeldt (SC Kalübbe) mit 315,0 Ringen.
Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,5 Ringen sicherte sich Angelika Spieck (Senioren I) von der Elmshorner SchG bei KK 50 m-Auflage den Landestitel (307,9), vor Stephanie Baasch (SchV Rendsburg/307,4).
Auch bei den Seniorinnen IV war es mit dem Luftgewehr bis zum letzten Schuss spannend. Mit 311,8 Ringen siegte Karin Hirsch (SFC Ottendorf ) ganz knapp vor Brigitte Friedrichs (SSC Fockbek/311,6).
Ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die beiden Mannschaftskameraden des SC Kalübbe im Wettbewerb KK 50 m Auflage (Senioren V), das Peter Weinreich mit 307,9 Ringen und einem hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Ringen vor Werner Petersen (307,8) für sich entschied.
Bei den Landesmeisterschaften stellten die Schützen des PC Rendsburg erneut ihre Extraklasse unter Beweis. Sowohl in den Mannschafts- als auch in den Einzelwettbewerben der Disziplinen Zentralfeuerpistole .30/.38 und 25 m Standardpistole war das Team kaum zu schlagen. Zahlreiche Titel konnten souverän verteidigt oder sogar mit deutlichen Steigerungen neu errungen werden.
In der Mannschaftswertung Herren I der Zentralfeuerpistole .30/.38 ließ der PC Rendsburg der Konkurrenz keine Chance. Mit tollen 1669 Ringen holte sich das Trio den 1. Platz und übertraf das Vorjahresergebnis (1635 Ringe) um starke 34 Ringe. Der zweitplatzierte PolSV Eutin folgte mit deutlichem Abstand (1453 Ringe).
Frank Zitzke (PC Rendsburg) sicherte sich mit 559 Ringen bei den Herren II den Landesmeistertitel. Damit verbesserte er sich im Vergleich zu seinem Vorjahressieg noch einmal um 4 Ringe. Andreas Hüfner (Itzehoer SchV, 537 Ringe) und Ronny Kühn (PC Rendsburg, 527 Ringe) komplettierten das Podium.
Bei den Herren III setzte sich der Fahrdorfer Stefan Vollertsen mit 549 Ringen vor Titelverteidiger Viktor Deleske (PC Rendsburg/546) an die Spitze. André Wittke (SSG Schenefeld) belegte mit 521 Ringen Platz 3.
Mit überragenden 564 Ringen dominierte Uwe Hofmann (PC Rendsburg) die Herrenklasse IV, und gewann unangefochten Gold. Holger Nesemann (PC Rendsburg) sicherte sich mit 539 Ringen Silber, vor Bernd Görges (Böklunder Sportschützen, 533 Ringe).
Standardpistole: Ein sehr seltenes Bild bot sich in der Mannschaftswertung der 25 m Standardpistole (Herren I). Die Schützen des PC Rendsburg holten nicht nur mit 1581 Ringen überlegen den Landesmeistertitel (und steigerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Ringe), sondern schossen auch im Einzel ein absolut kurioses Ergebnis: Viktor Deleske, Uwe Hofmann und Frank Zitzke erreichten alle drei exakt 527 Ringe! Der Schützenverein Reinfeld landete mit 1271 Ringen auf Rang 2.
Tom Jasper Kurz (SpFrSch Neumünster/Herren I) siegte mit 504 Ringen knapp vor Thore Moldenhauer (SSG BooKuRiTra, 502 Ringe) und Tatjana Reckendorf (Erster Eckernförder SchV, 466 Ringe).
Frank Zitzke (PC Rendsburg/Herren II) feierte mit seinen 527 Ringen den nächsten Einzeltitel. Zwar blieb er knapp hinter seinem Vorjahresergebnis (531 Ringe), verteidigte den 1. Platz jedoch erfolgreich vor Andreas Hüfner (Itzehoer SchV, 504 Ringe) und Tim Schröder (Ahrensburger SchG, 499 Ringe).
Viktor Deleske (PC Rendsburg/Herren III) holte sich mit 527 Ringen die Goldmedaille. Silber ging an Stefan Vollertsen (SpSch Fahrdorf, 525 Ringe), Bronze an Matthias Knuth (VfB Schuby, 511 Ringe).
Uwe Hofmann sicherte sich bei den Herren IV mit 527 Ringen den Titel vor seinem Vereinskollegen Holger Nesemann (512 Ringe). Gagik Sahakian (Sportschützen Fahrdorf) belegte mit 502 Ringen den dritten Platz.
Mit einem Gesamtergebnis von 1202,2 Ringen sicherte sich das Trio des Scharbeutzer SchV den ersten Platz. Den Grundstein dafür legten Ole Seide mit guten 403,3 Ringen und Niklas Woisin mit 402,1 Ringen, die damit auch die Plätze 1 und 2 in der Einzelwertung belegten. Matti Persson komplettierte das Siegerteam mit 396,8 Ringen.
Die erste Mannschaft des SSV Kassau landete mit 1187,5 Ringen auf dem Silberrang. Bester Einzelschütze der Kassauer war Florian Jeger, der mit 400,5 Ringen den 3. Platz in der Einzelwertung erkämpfte. Die zweite Mannschaft des SSV Kassau belegte mit 1168,0 Ringen den dritten Platz im Gesamtklassement.
Bei den Damen I feierte der SSV Kassau einen Doppelsieg. Die erste Mannschaft mit Lina Meier, Hannah Ehlers und Natalie Seveke holte sich mit starken 1215,8 Ringen den Meistertitel. Die zweite Mannschaft erzielte 1203,1 Ringe. Maßgeblichen Anteil daran hatte Eyleen Heuwinkel, die mit sehr guten 412,8 Ringen das absolute Top-Ergebnis des gesamten Tages schoss und sich damit souverän den Einzelsieg in der Damenklasse sicherte. Auf dem dritten Podestplatz folgte die Mannschaft des SchV Elmenhorst mit 1186,4 Ringen.
In der Altersklasse Herren II siegte Mirco Viebrantz (SSV Kassau I) mit 396,4 Ringen. Knapp dahinter folgte Frank Reintjes (SchBrSch Kl Nordende-Lieth) mit 395,8 Ringen. Rang drei errang Andre Knaack (Olympia Börm/Dörpstedt), er erzielte 392,9 Ringe.
Bei den Damen II setzte sich Marina Knaack vom SchV Hattstedt mit 396,6 Ringen an die Spitze. Der 2. Platz ging mit 391,7 Ringen an die Elmenhorsterin Anja Burmeister. Knapp dahinter folgte auf Platz 3 Judith Viebrantz (390,9).
In der Klasse Herren III zeigte Sören Hochwald (Lübecker SpSch) mit 396,8 Ringen eine klasse Leistung und gewann damit den Landestitel. Sein Mannschaftskamerad Karl-Heinz Blumtritt folgte mit 393,2 Ringen auf dem 2. Platz. Jens Tröller (Ahrensburger SchG, 390,7) errang den dritten Podestplatz.
Bei den Damen III gingen die ersten beiden Plätze an den SchV Norderbrarup. Tanja Bruhn sicherte sich mit 392,9 Ringen vor ihrer Vereinskameradin Dorit Klees (390,7) den Titel. Kirsten Moldenhauer (SSG BooKuRiTra, 380,7) komplettierte das Siegertrio auf Platz drei.
In der Klasse Herren IV holte sich Klaus Müller (SchB Glasau-Sarau) mit 381,8 Ringen souverän den Einzelsieg. Dahinter folgten Elmar Diemer (Bredstedter SchV, 363,3) und Jörg Wolff (SchV Hattstedt, 360,5).
Bei den ältesten Teilnehmern, den Herren V, triumphierte Klaus Staack (SchG Burg) mit 365,4 Ringen. Uwe Bahnsen (Handewitter SchG, 347,5) und Wolfgang Mahnke (Friedrichsorter SchV, 341,0) errangen den 2. und 3. Platz.
Karin Schröder (SSV Kassau) setzte sich bei den Damen V mit 349,6 Ringen an die Spitze. Mit 339,1 Ringen ging der 2. Platz an Lore Bausch (SchV Großenbrode).
Bei den Parasportlern erreichte Kristan Nickels (SSC Fockbek) starke 398,7 Ringe, und Klaus Richard Welz (Boostedter SchG) kam auf 360,0 Ringe.
Auflage-Sportpistole (25m)
In der Mannschaftswertung der Senioren I setzten sich die Rendsburger (Viktor Deleske, Sven Jürgensen, Uwe Hofmann) mit starken 858 Ringen deutlich gegen den TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert (800 Ringe) durch.
Bei den Senioren II siegte Dirk Heim (TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert) mit 287 Ringen denkbar knapp vor Uwe Hofmann (PC Rendsburg, 286 Ringe) und Manfred Lind (Sportschützen Flensburg, 285 Ringe).
Die Mannschaftswertung der Senioren III ging an den SchV Quickborn-Renzel mit 840 Ringen, gefolgt vom SchV Rellingen (813 Ringe) und SchV Kappeln (804 Ringe).
In der Einzelklasse Senioren IV feierte Stjepan Kvestak (SchV Rellingen) mit 282 Ringen den Landestitel. Dahinter folgen Isabelle Knaipp (Schwartauer SchG / 268) und Bernd Görges (SchV Kappeln / 267).
Bei den Senioren V siegte Kai-Roland Suck (SpSch Flensburg) mit 269 Ringen. Knapp dahinter auf den 2. Platz setzte sich Manfred Dreyer (SchV Rellingen / 265). Den dritten Podestplatz errang Ulrich Dreyer (SchGem. Rathjesdorf / 254). Bei den ältesten Startern, den Senioren VI, siegte Karl-Heinz Jöhnck (SpSch Flensburg / 271).
Freie Pistole (50m)
Auch mit der Freien Pistole untermauerte der PC Rendsburg seine Vormachtstellung. Die Mannschaftswertung der Herren III ging mit 1503 Ringen souverän an das Rendsburger Trio (Viktor Deleske, Holger Nesemann, Uwe Hofmann). Die Einzelwertung ging klar mit 524 Ringen an den Rendsburger Viktor Deleske. Stefan Vollertsen von den Fahrdorfer SpSch errang mit 501 Ringen den zweiten Platz und Eckhard Nielson (SchV Reinfeld) mit 451 Ringen den dritten Platz.
In der Einzelwertung Herren IV feierte Gagik Sahakian (SpSch Fahrdorf) mit 497 Ringen den Titel, hauchdünn vor Uwe Hofmann (PC Rendsburg / 495). Platz 3 holte sich sein Mannschaftskamerad Holger Nesemann (484).
Bei den Herren II überzeugte Jonas Kofoed Hansen (SpSch Fahrdorf) mit starken 523 Ringen auf dem Goldrang. Dahinter folgen Ronny Kühn (PC Rendsburg / 475) und Daniel Greutner (SpFrSch Neumünster / 453).
Sven Samelin (Scharbeutzer SchV) setzte sich mit großem Vorsprung bei den Herren I mit 478 Ringen an die Spitze. Platz 2 und 3 errangen Dominik Ohl (SSV Kassau / 450) und Phillip Spethmann (SchV Quickborn-Renzel / 421).
DSB-Nachwuchsschütze Tjark Wolfgang Buchwald (SchV Neumünster) holte sich bei den Junioren I mit sehr guten 526 Ringen den Landestitel. Platz 2 errang der Fahrdorfer Maximilian Schaarschmidt (483).
In den Auflage-Wettbewerben der 50m-Distanz sicherte sich der PC Rendsburg bei den Senioren I den Mannschaftstitel (819 Ringe), während Holger Nesemann die Einzelwertung der Senioren II mit 271 Ringen gewann und auch Viktor Deleske (Senioren I) mit 284 Ringen eine weitere Goldmedaille holte.
Der SchV Quickborn-Renzel holte den Mannschaftssieg bei den Senioren III (811 Ringe), angeführt von Klaus-Jürgen Bruhn, der die Einzelwertung der Senioren IV mit 278 Ringen dominierte. Bei den Senioren V stand Karl-Heinz Jöhnck (SchV Tarp) mit 261 Ringen – wie auch schon bei der Sportpistole Auflage – ganz oben auf dem Podest. Die Silber- und Bronzemedaille errangen Manfred Dreysel (SchV Rellingen / 243) und Kai-Roland Suck (SchV Tarp / 232).
Die Einzelwertung bei den Senioren III gewann Uwe Fuhlendorf (SchV Quickborn-Renzel) mit 273 Ringen vor seiner Mannschaftskameradin Birgit Bruhn (260) und Dieter August (SchV Kappeln / 243).
Schnellfeuerpistole (25m)
Zum Abschluss des Meisterschaftswochenendes stand die dynamische Disziplin Schnellfeuerpistole an. Auch hier war der PC Rendsburg in der Klasse Herren I nicht zu schlagen und holte mit der Mannschaft (Frank Zitzke, Viktor Deleske, Holger Nesemann) und insgesamt 1565 Ringen den Titel. Auch der Einzeltitel ging an Rendsburg: Frank Zitzke siegte mit 540 Ringen deutlich vor Hendrik Gerken (SchG Beckersberg / 498) und Tim Schröder (Ahrensburger SchG / 480).
In der spannenden Einzelentscheidung der Herren III bezwang Viktor Deleske (PC Rendsburg) mit 514 Ringen Stefan Vollertsen von den SpSch Fahrdorf (512 Ringe) knapp. Nur einen Ring (511) dahinter folgt Holger Nesemann (PC Rendsburg) auf dem 3. Platz.
Bei den Junioren II ging der Einzelsieg an Maximilian Schaarschmidt (Sportschützen Fahrdorf) mit 428 Ringen.
Auch am zweiten Tag der Landesmeisterschaft in Quickborn hieß es für die Schützen noch einmal: vollste Konzentration! Nach den dynamischen und präzisen Entscheidungen mit dem Unterhebelrepetierer am Vortag standen nun die Wettbewerbe mit dem Ordonnanzgewehr auf dem Programm.
In der Klasse Herren III holte sich der Lokalmatador Arne Beyer mit 250 Ringen den ersten Platz mit geschlossener Visierung.
Bei den Herren III mit offener Visierung triumphierte Rolf-Martin Borchard von der SSG Schenefeld, der mit 303 Ringen die Goldmedaille holte. Den Doppelsieg für die SSG Schenefeld perfekt machte André Wittke, der sich mit 243 Ringen den zweiten Platz sicherte. Die Bronzemedaille ging an den bereits in der geschlossenen Variante erfolgreichen Arne Beyer (SchV Quickborn-Renzel), der mit 230 Ringen seine zweite Einzelmedaille des Tages einfuhr.
In der Klasse Herren IV mit geschlossener Visierung sicherte sich Bernd Mahler (SSG Schenefeld) mit 277 Ringen den Landestitel. Silber ging an Eberhard Rühl vom SchV Klein Wesenberg (255 Ringe), während Heiko Braunschweig vom SchV Elmenhorst mit 219 Ringen das Podium als Dritter komplettierte.
In der Mannschaftswertung der offenen Visierung führte kein Weg an die Vertretung der SSG Schenefeld vorbei. Das Trio, bestehend aus Rolf-Martin Borchard, Udo Flöter und dem frischgebackenen Herren-IV-Landesmeister Bernd Mahler, holte mit insgesamt 840 Ringen souverän den Sieg. Die Mannschaften des SchV Quickborn-Renzel (526 Ringen) sowie des SchV Elmenhorst I (483 Ringen) folgten auf den Plätzen 2 und 3.
Die Nachwuchsschützinnen des SchV Reinfeld machten die Medaillenränge unter sich aus. In einem hauchdünnen Wimpernschlagwettkampf setzte sich Pia Marie Lewenhagen mit nur einem einzigen Ring Vorsprung (1108) gegen ihre Vereinskolleginnen Lisa Helene Busack (1107) und Vivien Tragemann (1068) durch.
In der Herrenklasse setzte Tanja Zupke (SSV Kassau) das absolute Ausrufezeichen des Tages. Mit sehr guten 1111 Ringen dominierte sie das Feld und holte sich verdient die Goldmedaille vor Pascal Hemmje (SSC Fockbek /1102) und Annabell Bruhn (SV Norderbrarup /1071).
Mit guten 3153 Ringen holte sich das Trio vom SV Norderbrarup den Mannschaftstitel. Den Silberrang holte sich die Vertretung des SSV Kassau mit insgesamt 1111 Ringen.
In der Altersklasse Herren II setzte sich Jens Albertsen (SSG BooKuRiTra) mit 1059 Ringen
vor Heiko Bausch (SchV Großenbrode /1041) an die Spitze.
Thomas Probst vom SV Norderbrarup holte sich mit 1062 Ringen bei den HerrenIII den Einzeltitel, dicht gefolgt von Karsten Kudlik aus Ahrensburg (1056) und Gerhard Gerke (SV Norderbrarup / 1020).
Es ist bereits gute Tradition, dass die Landestitelkämpfe Unterhebelrepetierer (25, 50 und 100 m) beim Schützenverein Quickborn ausgetragen wird.
Während auf dem 25-Meter-Stand Dynamik, Rhythmus und die perfekte Beherrschung der Kurzwaffenkaliber im Vordergrund stehen, verlangen die 50- und 100-Meter-Distanzen mit den klassischen Büchsenpatronen absolute Ruhe, Präzision und ein perfektes Auge für den Haltepunkt.
Am ersten Tag der Landesmeisterschaft (LM) stand der Wettbewerb Unterhebelrepetierer über 25 m, 50 m und 100 m an. Einige Schützen hatten an diesem Tag bis zu drei Wettkämpfe und waren somit im Dauereinsatz. Am Ende des Tages gab es daher nicht nur rauchende Läufe, sondern auch erschöpfte Schützen.
Auf die 25 m mussten die Schützen je 20 Schuss Freihand und im Kniend-Anschlag schießen. Bei Freihand hatten die Schützen für 5 Schuss jeweils 10 Sekunden Zeit, im Kniend-Anschlag für 5 Schuss 20 Sekunden – also pure Dynamik! Auf die 50 und 100 Meter müssen die Schützen ebenfalls je 20 Schuss absolvieren. Dort wird aber nicht nach 5 Schuss die Scheibe gewechselt, sondern alle 20 Schuss auf eine Scheibe abgegeben. Dafür haben sie jeweils 20 Minuten Zeit. Hier ist höchste Konzentration gefragt!
Besonders die Schützen der TSV Klausdorf drückten den Landestitelkämpfen ihren Stempel auf und sicherten sich in mehreren Disziplinen die begehrten Titel.
In der dynamischen 25 m-Disziplin setzte sich im Einzel der DSB-Vizemeister vom letzten Jahr Carsten Körner (TSV Klausdorf) mit starken 127 Ringen (101/Finale 26) durch und feierte erneut den Landestitel. Dahinter folgt Michele-Gero Müller von der SpSch Oldenburg, der mit 118 Ringen (94/Finale 24) den 2. Platz belegte. Das Podium komplettierte Mike Klode (SchV Rellingen) mit 112 Ringen (98/Finale 14) auf Platz 3.
Der TSV Klausdorf (mit Andreas Glander, Carsten Körner und Daniela Licher) holte sich mit 256 Ringen souverän den Sieg. Den silbernen Rang sicherte sich der SchV Bargteheide (247 Ringe), gefolgt von der SpSch Oldenburg mit 241 Ringen auf dem 3. Platz.
Auf der 50 m Distanz sicherte sich Fritz Ditschler (TSV Klausdorf) mit sehr guten 454 Ringen (364/Finale 90) Ringen den 1. Platz knapp vor seinem Vereinskollegen Thomas Conradt, der 441 Ringe (358/Finale 83) erzielte. Bronze ging an Arne Sievertsen vom TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert mit 438 Ringen (352/Finale 86).
In der Mannschaftswertung dominierte der TSV Klausdorf (Thomas Conradt, Fritz Ditschler, Jörg Peter Köhn) gewann mit 1049 Ringen souverän und holte Gold. Platz 2 ging an den TSV Ostenfeld-Wittbek-Winnert (998 Ringe), während die SchGem Norderstedt I mit 976 Ringen den 3. Platz auf dem Treppchen bestieg.
Auf der Königsdisziplin über 100 Meter bewies Thomas Conradt (TSV Klausdorf) erneut seine Klasse. Mit 305 Ringen schoss er sich unangefochten zum Einzel-Landesmeister. Platz 2 ging an seinen Teamkollegen Fritz Ditschler (284 Ringe). Den 3. Platz sicherte sich Michele-Gero Müller (SpSch Oldenburg) mit 280 Ringen, der damit seine zweite Einzel-Medaille des Tages einfuhr.
Gold ging ein weiteres Mal in der Mannschaftswertung an die TSV Klausdorf (Thomas Conradt, Andreas Glander, Jörg Peter Köhn) mit insgesamt 773 Ringen. Silber holte sich die Mannschaft der SchGem Norderstedt mit 660 Ringen.
Ergebnislisten LM 2026
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LM-Lichtschiessen
Der Nachwuchs glänzt bei der Landesmeisterschaft Lichtschießen
Voller Vorfreude und mit etwas Nervosität traten unsere jüngsten Talente zur Landesmeisterschaft Lichtschießen an. Die Begeisterung in der Luftdruckhalle im LLZ war deutlich zu spüren und zu hören:
Vom erfahrenen „Youngster“, der bereits im letzten Jahr erste Wettkampferfahrungen sammeln konnte, bis hin zum Neuling, der zum ersten Mal in so einer großen Schießsportanlage antrat, gaben alle ihr Bestes.
Geschossen wurde in den Wettbewerben Lichtgewehr und Lichtpistole, jeweils in den Disziplinen Auflage und Freihand. Insgesamt nahmen 16 Vereine aus sieben Kreisverbänden an den Landestitelkämpfen teil. Sehr erfreulich ist, dass sich die Anzahl der Starts im Vergleich zu den letzten Titelkämpfen fast verdreifacht hat.
Freihand-Disziplinen (wettkampforientiertes Lichtschießen)
Mit dem Lichtgewehr sicherte sich Titelverteidigerin Ida Roß (SchV Elmenhorst) in der Schülerklasse III mit guten 162 Ringen erneut den Titel. Liah Danielczik (Lensahner SchG/Schülerklasse II) freute sich über ihren ersten Landestitel (70).
Jannis Lange (Tolker SpSch) holte sich in der Schülerklasse II mit 157 Ringen den Landestitel. Dahinter folgen Joris Behrens (SchV Elmenhorst/130) und Matteo Stark (Lensahner SchG/117)
Mit der Lichtpistole bewies Aidan Jones (Scharbeutzer SchV) in der Schülerklasse III einmal mehr seine Klasse und schoss sich mit 152 Ringen souverän auf Platz eins.
Vincent Jahn (SSV Groß Kummerfeld) war der einzige Schüler, der die anspruchsvolle Disziplin Lichtgewehr 3-Stellung (3x10 Schuss) schoss. Er meisterte dies jedoch bravourös und hatte am Ende 248 Ringe zu Buche stehen.
Aufgelegte Wettbewerbe (Faszination Lichtschießen)
Auch in den stehend aufgelegten Wettbewerben wurde hervorragend geschossen. Die jüngste Starterin, Veronica Santangelo (SchV Tarp), glänzte in der Schülerklasse IV mit sehr guten 183 Ringen auf dem ersten Platz.
In der Schülerklasse III weiblich stand Ida Roß (SchV Elmenhorst) erneut ganz oben auf dem Treppchen (189), gefolgt von Laura Manke (SSV Groß Kummerfeld/153). Bei den gleichaltrigen Jungen erkämpfte sich Stian Funke (Lensahner SchG) mit starken 182 Ringen den Sieg. Die weiteren Plätze gingen an Lukas Schäfer (SSV Groß Kummerfeld/162) und Elias Pries (Sülfelder SchG/148).
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich die Mädchen der Schülerklasse II: Amelie Gatzke (Sülfelder SchG) holte sich mit überragenden 192 Ringen den ersten Platz, nur hauchdünn vor Liah Danielczik (Lensahner SchG) mit 191 Ringen auf Platz zwei und Frederike Gatzke (Sülfelder SchG) mit 187 Ringen auf Platz drei.
Bei den Jungen dieser Klasse feierte Jakob-Johann Brinkmann (SchB Glasau-Sarau) mit 186 Ringen den ersten Platz. Die Ränge zwei und drei gingen an Benno Seidemann (SchV Neumünster/177) und Matteo Stark (Lensahner SchG/173).
Ebenso treffsicher zeigten sich die Nachwuchsschützen mit der aufgelegten Lichtpistole. Bei den Mädchen der Schülerklasse III siegte Jolene Schade (Böklunder SpSch/131) knapp vor ihrer Vereinskameradin Lina Dietrichsen (127).
In der männlichen Konkurrenz holte Aidan Jones (Scharbeutzer SchG/181) seinen nächsten ersten Platz vor Jakob Dietrich (Böklunder SpSch/117).
Die Schülerklasse II weiblich dominierten die Böklunder SpSch. Johanna Hoffmann Timm holte sich mit 173 Ringen Platz eins, gefolgt von Reka Gawlik (166) und Fine Sarnowski (119).
Bei den Jungen der Schülerklasse II gingen die ersten drei Podestplätze ebenfalls an die Böklunder SpSch. Asmus Wiehardt setzte sich mit 156 Ringen an die Spitze. Dahinter folgen Maximilian Peetz (142) auf den zweiten und Milan-Kajus Dekrys (135) auf den dritten Platz.
Aufgrund ihrer starken Leistungen können sich einige Schüler und Schülerinnen berechtigte Hoffnungen machen, sich für die Deutschen Meisterschaften im wettkampforientiertes Lichtschießen zu qualifizieren. Diese finden vom 1. bis 2. August 2026 im Landesleistungszentrum (LLZ) in Frankfurt am Main statt.
Der sportliche Ehrgeiz, den unsere Nachwuchsschützen an den Tag legten, zeigte eindrucksvoll, dass das Lichtschießen ein wichtiger Baustein für die sportliche Zukunft der jungen Sportler ist.
Aktuelles vom Bogen
Starker Auftritt des NDSB
beim Vorkampf zur Jugendverbandsrunde in Norderstedt.
Der Norddeutsche Schützenbund (NDSB) lud am 7. Juni 2026 zum Vorkampf der DSB-Jugendverbandsrunde auf die Anlage der Schützengemeinschaft Norderstedt ein. Der Einladung folgten die Landesverbände SVBB (Berlin Brandenburg) und SVHH (Hamburg) der Gruppe 1 der Jugendverbandsrunde, sodass sich die besten Nachwuchsschützen Norddeutschlands in einem hochklassigen Wettkampf messen konnten.
Das Wetter präsentierte sich dabei von seiner typisch norddeutschen Seite. Regen, wechselnde Windverhältnisse und Sonnenschein forderten die jungen Athletinnen und Athleten gleichermaßen heraus. Umso bemerkenswerter sind die Leistungen, die unter diesen anspruchsvollen Bedingungen erzielt wurden.
In der Schülerklasse Recurve männlich setzte Jamy Marc Dögow ein echtes Ausrufezeichen. Mit hervorragenden 646 Ringen sicherte er sich souverän den ersten Platz. Noah Strohof erreichte einen starken vierten Rang, während der frisch berufene NDSB Kaderschütze Tom Westphal mit Platz sechs ebenfalls überzeugte. Gemeinsam belohnten sich die drei Nachwuchsschützen mit dem zweiten Platz in der Mannschaftswertung und unterstrichen damit eindrucksvoll die Stärke des NDSB-Nachwuchses.
Besonders dominant präsentierten sich die NDSB-Schützen in der Jugendklasse Recurve männlich. Gleich sechs Kaderschützen gingen an den Start und sorgten für ein herausragendes Mannschaftsergebnis. Jos Ove Gröger gewann die Konkurrenz vor Emil Sperber und machte damit den Doppelsieg für den NDSB perfekt. Luca Marc Dögow verpasste das Podium als Vierter nur knapp, gefolgt von Jan-Henrik Bruhn auf Rang fünf. Jan Philip Schuwald und Matthes Pochadt komplettierten mit den Plätzen sieben und acht das starke Mannschaftsergebnis.
Auch in der Jugendklasse Recurve weiblich zeigte sich die Leistungsdichte des NDSB. Ciara Göttsche sicherte sich einen hervorragenden dritten Platz und stand damit erneut auf dem Podest. Larissa Thiel belegte Rang vier und verpasste die Medaillenränge nur knapp. Luise Rackwitz komplettierte das starke Ergebnis der NDSB-Athletinnen mit Platz fünf.
In der Mannschaftswertung der Jugendklasse ließ das Team des NDSB der Konkurrenz keine Chance. Jos Ove Gröger, Emil Sperber und Ciara Göttsche sicherten sich souverän den ersten Platz und bestätigten damit eindrucksvoll die hervorragende Nachwuchsarbeit im Verband.
Die Ergebnisse des Vorkampfes zeigen, dass der NDSB für den Endkampf der DSB-Jugendverbandsrunde am 22. und 23. August 2026 auf der Bogensportanlage in Suhl bestens aufgestellt ist. Der Endkampf ist gleichzeitig auch die Deutsche Meisterschaft der Schülerklassen Recurve. Die zahlreichen Spitzenplatzierungen und der Gewinn der Mannschaftswertung machen deutlich, dass die Schützinnen und Schützen des NDSB mit berechtigten Ambitionen nach Suhl reisen könnten.
Denn nach dem Gespräch mit dem NDSB Landestrainer Bogen Markus Wolf ist dies noch nicht sicher. Trotz sehr guter Ergebnisse seiner Schützen ist die Qualifikation zum Endkampf nicht sicher. Denn dazu müsse man erst die Ergebnisse der anderen Gruppen abgewartet werden, die bis zum Ende der Veranstaltung noch nicht da waren. Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen dass sich die Schüler- und Jugendklasse Recurve Bogen für den Endkampf qualifiziert haben.
Der NDSB kann stolz auf seine Nachwuchsathletinnen und -athleten sein. Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihren starken Leistungen.
Ein ganz besonderer Dank geht raus an das Orgateam von Norderstedt die für einen reibungslosen Ablauf des Wettkampftages gesorgt haben. Stellvertretend hier zu erwähnen Andrea Wolf + Team. Aber auch an die beiden Kadertrainer Marcus Jacubczik und Niels Gäde die mit einem Nicken ihren Schützen die nötige Sicherheit vermitteln konnten. Aus dem NDSB Präsidium durften wir den Jugendleiter NDSB Andreas Seibt und den Kaderbeauftragten Markus Lais in Norderstedt begrüßen. Danke, dass ihr da wart. Nur als Team sind wir stark.
Bericht: Dominic Göttsche
NDSB-Talente beim European Youth Cup in Bulgarien
Ein weiterer Meilenstein für den Nachwuchs des Norddeutschen Schützenbundes: Mit Ronja Tabea Ulka (Compound Juniorinnen, NK2) und Jos Ove Gröger (Recurve Jugend) wurden gleich zwei vielversprechende NDSB-Athleten für den European Youth Cup 1st Leg 2026 nominiert.
Das internationale Top-Event des europäischen Bogensport-Nachwuchses findet vom 1. bis 6. Juni 2026 im bulgarischen Ruse statt. Im städtischen Stadion Yalta treffen die besten U18- und U21-Schützinnen und Schützen Europas aufeinander, um sich auf höchstem Niveau zu messen und wichtige internationale Erfahrungen zu sammeln.
Die Nominierung von Ronja und Jos kommt nicht von ungefähr. Beide überzeugten zuletzt bei der Rangliste in München mit starken Leistungen und empfahlen sich eindrucksvoll für höhere Aufgaben. Mit großem Trainingsfleiß, sportlichem Ehrgeiz und konstanten Ergebnissen haben sie sich diese Chance verdient.
Für die beiden Nachwuchstalente ist die Teilnahme am European Youth Cup ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung. Gleichzeitig ist ihre Berufung eine besondere Auszeichnung für den NDSB und ein Beleg für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verband.
Wir sind stolz darauf, gleich zwei Athleten aus unseren Reihen auf dieser internationalen Bühne vertreten zu sehen und wünschen Ronja und Jos für ihren ersten Youth Cup viel Erfolg, starke Nerven und vor allem jede Menge Treffer ins Gold.
Der gesamte NDSB drückt euch die Daumen – viel Erfolg in Bulgarien
Bericht: Dominik Göttsche
Vom 14.06.2026 bis 16.06.2026 trafen sich auf der Olympiaanlage in Garching die Elite der deutschen Bogenschützinnen und Bogenschützen, um wichtige Punkte für die Rangliste und gleichzeitig für die Qualifikation zur Jugend-Europameisterschaft in Rom zu sammeln. Es standen Olympiakaderschützen, Weltrekordhalter und Nationalkaderschützen an der Schießlinie um dieses Ausrufezeichen einmal einordnen zu können.
Mit dabei für den NDSB: Ronja Tabea Ulka (NK II Compound), Jos Ove Gröger (Recurve Jugend), Ciara Göttsche (Recurve Jugend) sowie Emil Sperber (Recurve Jugend).
Schon am ersten Wettkampftag zeigte das Quartett eindrucksvoll, dass es zur absoluten Spitze Deutschlands gehört. Alle vier Athletinnen und Athleten erreichten die Matchrunden wobei man hier noch einmal verdeutlichen muss, nur die 8 Besten ziehen automatisch in die Matchrunde bzw. Finalrunde ein. Sie lieferten sich dort Wettkämpfe voller Spannung, Emotionen und Nervenstärke.
Jos zog als Vierter, Ciara als Zweite, Emil als Fünfter und Ronja sogar als Erstplatzierte in die Finalmatches ein. Dort ging es Schlag auf Schlag weiter. Klare Siege wechselten sich mit dramatischen 5:5-Duellen ab, bei denen der Stechpfeil über Sieg oder Niederlage entschied. Teilweise lagen zwischen Triumph und Ausscheiden nur wenige Millimeter.
Die Leistungen der vier NDSB-Schützen waren an diesem Wochenende schlicht herausragend.
Jos Ove Gröger und Ciara Göttsche sicherten sich jeweils den Tagessieg. Ronja Tabea Ulka belegte Rang zwei und Emil Sperber Rang drei. Doch besonders beeindruckend ist der Blick auf die Gesamtpunktzahlen – denn enger kann eine Rangliste kaum sein.
Jos Ove Gröger erkämpfte sich starke 31 Punkte. Der Führende liegt lediglich bei 37 Punkten – ein Abstand, der bei der zweiten Rangliste in Hamm jederzeit aufgeholt werden kann.
Emil Sperber folgt direkt dahinter mit 30 Punkten und liegt damit ebenfalls voll im Rennen um die Spitzenplätze.
Auch bei den Mädchen ist die Leistungsdichte enorm hoch: Ciara Göttsche sammelte mit dem gesamt vierten Platz 27 Punkte. Platz drei liegt bei 28 Punkten, Platz zwei bei 29 Punkten und die Führende bei 33 Punkten. Nur wenige Punkte trennen hier die gesamte Spitze.
Ronja Tabea Ulka sicherte sich mit starken 35 Punkten Gesamtplatz drei. Vor ihr liegen lediglich 38 und 44 Punkte. Auch hier ist im Kampf um die Top-Platzierungen noch alles offen.
Diese extrem enge Punkteverteilung zeigt, auf welch unglaublich hohem Niveau sich die NDSB-Schützen bewegen. Jeder Satz, jeder Pfeil und jeder einzelne Ring kann am Ende entscheidend sein. Genau das macht diese Leistungen so außergewöhnlich.
Auch am zweiten Wettkampftag bewiesen alle vier erneut enorme Konstanz und mentale Stärke. Wieder erreichten alle die Finalmatches – allein das ist bei einer Rangliste mit den besten deutschen Nachwuchsschützen eine absolute Spitzenleistung.
Die Finalduelle entwickelten sich erneut zu echten Nervenschlachten. Mehrfach mussten die Kampfrichter sogar mit dem Zirkel messen, um Sieger und Platzierungen festzustellen.
Mitten in diesem Wettkampf-Marathon stand auch Kadertrainer Marcus Jacubczik permanent unter Strom. Zwischen den weit auseinanderliegenden Scheiben legte er unzählige Kilometer zurück, um für seine Schützen jederzeit da zu sein. Doch egal auf welcher Scheibe geschossen wurde – seine Athletinnen und Athleten konnten sich jederzeit auf ihn verlassen. Oft reichten ein kurzes Nicken, ein ruhiger Blick oder wenige Worte, um Sicherheit, Ruhe und neues Vertrauen zu geben. Genau diese Ruhe half den Schützen, ihre außergewöhnlichen Leistungen auf den Punkt abzurufen. Dafür gilt ihm großer Dank von Schützen und Betreuern.
Am Ende standen überragende Gesamtergebnisse für den NDSB:
Jos Ove Gröger belegte Gesamtplatz zwei.
Ronja Tabea Ulka und Emil Sperber sicherten sich jeweils Rang drei.
Ciara Göttsche erreichte einen starken vierten Platz.
Damit schaffen sich alle vier eine hervorragende Ausgangslage für die 2. Rangliste vom 26.06.2026 bis 28.06.2026 in Hamm (NRW) – und gleichzeitig für die Qualifikation zur Jugend-Europameisterschaft in Rom.
Der NDSB kann stolz auf diese Athletinnen und Athleten sein. Leidenschaft, Teamgeist, Kampfwillen und Nervenstärke – genau das war in München auf jedem Meter der Olympiaanlage zu spüren.
Für Hamm wünschen wir euch weiterhin starke Nerven, Selbstvertrauen und viele Pfeile ins Gold
Landesmeisterschaft Mix-Team
Im Jugendbereich trat mit dem Luftgewehr zwar nur eine Mannschaft an, doch die toppte alles. Sijon Jebe und Kira Kurock von der SSG BooKuRiTra I hatten bereits im Vorkampf mit 806,7 Ringen das Toppergebnis des Tages geschossen. Auch im Finale waren sie nicht zu schlagen: Mit herausragenden 481 Ringen hatte das Jugendteam über 27 Ringe mehr als die Sieger im Erwachsenenbereich. Die erwachsenen Schützen zollten den Jugendlichen neidlos Anerkennung und bejubelten diesen tollen Erfolg.
Bei den Erwachsenen wechselte während des spannenden Finales öfters die Führung. Am Ende sicherte sich der SchV Elmenhorst (Anja Burmeister / Björn Witt) mit 453,4 Ringen den Meistertitel. Platz zwei ging an die SSG BooKuRiTra II (Andy Scheff / Anja Bidinger/393,6), gefolgt vom Scharbeutzer SV (Claudia Seide / Ole Seide), der mit 352,4 Ringen den dritten Platz belegte. Zuvor hatten sich diese drei Mannschaften im Luftgewehrbereich für das Finale qualifiziert: der SSC BooKuRiTra II als Vorkampferster (762,1 Ringe), der SchV Elmenhorst (761,8 Ringe) und der Scharbeutzer SV (756,0 Ringe).
Im Pistolenfinale lief es für den Vorkampfbesten (726), den PC Rendsburg (Svenja Rohwer / Viktor Deleske), hingegen nicht rund; das Duo landete mit 443,6 Ringen auf dem zweiten Platz und ging als Vizemeister vom Stand. Der zweitplatzierte SchV Rellingen (Sandra Klode / Timo Zimmermann/721) zeigte Nervenstärke: Er holte nicht nur den Vorsprung von 5 Ringen des PC Rendsburg auf, sondern zog mit insgesamt 447,7 Ringen vorbei und feierte den Meistertitel. Das Duo Christine und Ingmar Stempell (SchV Elmenhorst) kämpfte sich von Platz 4 im Vorkampf (693) im Finale auf den dritten Platz (382,2). Neben diesen drei Teams hatten sich im Vorkampf der Luftpistole auch der SSC Hemme (702) und die SpSch Fahrdorf (688) die begehrten Finaltickets gesichert.
Dass bei der Mix-Team-Meisterschaft nach den Qualifikationsrunden auch ein Finale geschossen wird, macht den Wettbewerb besonders interessant. Man merkte deutlich, wie sehr sich die Teilnehmer reinknieten. Das große Ziel war es natürlich, sich für das Finale zu qualifizieren – denn dort kann man sich selbst als Drittplatzierter des Vorkampfs noch ganz nach vorne kämpfen und den Landestitel gewinnen.
Die Besonderheit des Mix-Team-Wettbewerbs, der nach den Regeln des Deutschen Schützenbundes (DSB) ausgetragen wird, besteht darin, dass jeweils ein männlicher und ein weiblicher Schütze gemeinsam an die Startlinie treten. Um sich überhaupt für die Landesmeisterschaft zu qualifizieren, mussten die Vereinsteams im Vorfeld einen Vorkampf auf Kreisschützenverbandsebene absolvieren, bei dem jeder Starter 40 Schuss abzugeben hatte.
Bei der Landesmeisterschaft qualifizieren sich dann die fünf besten Mannschaften für das Finale. Ein besonderes Augenmerk lag diesmal auf der Jugend: Die Nachwuchsschützen schossen gemeinsam mit den Erwachsenen, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. Sie lernten dabei vor allem, die nötige Geduld in den Pausen aufzubringen und diszipliniert auf Ansage zu schießen.
In den ersten drei Finalrunden werden jeweils 5 Schuss in einer Zeit von 300 Sekunden absolviert. Danach folgt jeweils zweimal ein Einzelschuss in je 60 Sekunden auf Ansage, um Platz 5 und die nachfolgenden Ränge zu ermitteln. Erst mit dem 22., 23. und 24. Schuss entscheidet sich schließlich, wer sich den Meistertitel sichert und wer als Vizemeister vom Stand geht.
Während im Luftgewehr-Vorkampf bereits in Zehntelwertung geschossen wird, wird im Luftpistolen-Vorkampf auf Ringwertung geschossen. Im Finale wird in beiden Wettbewerben auf Zehntelwertung geschossen.
Die Landessportleitung würde sich freuen, wenn sich bei den nächsten Landestitelkämpfen noch mehr Vereine an diesem hochinteressanten Wettbewerb beteiligen würden.
Landesmeisterschaft Zimmerstutzen in Elmenhorst
Bei der diesjährigen Landesmeisterschaft Zimmerstutzen Freihand und Auflage in Elmenhorst kamen 19 Teilnehmer aus zehn Vereinen zusammen, um ihre Treffsicherheit unter Beweis zu stellen.
In der Klasse Herren I entwickelte sich der Wettkampf zu einer reinen Vereinsangelegenheit des SchV Elmenhorst. Den Titel sicherte sich Vanessa Pauli mit 267 Ringen, gefolgt von ihren Mannschaftskameradinnen Ronja Diedrich (256 Ringe) und Lisa Schippmann (247 Ringe). In der Klasse Herren III dominierte – wie bereits in den vergangenen Jahren – Frank Reintjes (Ahrensburg) mit 267 Ringen das Feld. Den zweiten Platz belegte der Elmenhorster Björn Witt mit 245 Ringen.
Weitere Landesmeister: Sören Hochwald (Lübecker SpSch/272). Klaus Staack (SchG Burg/253), Anja Bidinger (SSG BooKuRiTra/246) und Klaus Richard Welz (Boostedter SchG/261).
Bei der Auflage setzte sich bei den Senioren I Nicole Ohms (Boostedter SchG/281,5) an die Spitze, dahinter folgt Thorsten Jung (VfB Schuby/275,5).
Bei den Senioren III setzte sich der Schwartauer Werner Petersen mit starken 286,9 Ringen, vor Gerd Brokmann (Lübecker SpSch/283,8) und Klaus Staack (SchG Burg/279,6).
Die Mannschaftswertung bei den Herren Alt entschied die SchGr im SV Hollingstedt für sich. Das Team, bestehend aus Heinz Buchholz, Reinhard Hoffmann und Bruno Krüger, erreichte insgesamt 786,1 Ringe. Der zweite Platz ging mit 546,6 Ringen an die Boostedter SchG.1 Mail App
Top-Leistungen beim 12. Mix-Turnier
Die zwölfte Auflage des beliebten Mix-Turniers war ein voller Erfolg: Insgesamt 101 Auflagespezialisten aus elf Kreisschützenverbänden traten an, um ihre Präzision unter Beweis zu stellen.
Eine Mannschaft konnte entweder als reines Damenteam (vier Schützinnen) oder gemischt mit jeweils zwei Damen und Herren an den Start gehen.. Sie mussten 60 Schuss, inklusive Probe, in 60 Minuten schießen.
In der Teamwertung konnte der KSchV Pinneberg seinen Vorjahreserfolg eindrucksvoll verteidigen. Dank einer Steigerung um 9,3 Ringe sicherte sich das Quartett – bestehend aus Serina und Sven Pardy, Sandra Kauntz und Cornel Dimitras – mit insgesamt 2529,4 Ringen den ersten Platz.
Diese Leistungssteigerung war auch nötig, das Team aus dem KSchV Dithmarschen (Tanja Jurman, Kirsten Wetzel, Daniel Baggendorf und Michael Tönnsen) steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr auch (16,5 Ringe) und errang mit 2521,9 Ringen auf dem Silberrang.
Die Mannschaft aus dem KSchV Plön (Carsten Kaiser, Ilse Philippsen, Nicole Termünde und Dirk Scharmkschnis) komplettierte mit 2506,5 Ringen das Podium.
Besonders bei den Senioren I entwickelte sich ein packendes Duell zwischen Sven Pardy (Pinneberg) und Holger Schröter (Stormarn). Nach 50 Schuss lag Schröter noch hauchdünn mit 0,5 Zehnteln in Führung. Doch in der finalen letzten Serie bewies Pardy Nervenstärke: Mit starken 106,4 Ringen zog er an seinem Kontrahenten vorbei und sicherte sich mit insgesamt 634,6 Ringen erneut den Sieg. Holger Schröter belegte wie im Vorjahr den zweiten Platz (633,7 Ringe).
Auch in den weiteren Altersklassen wurde auf höchstem Niveau geschossen: Kolja Zalewski (Schleswig-Flensburg) setzte sich trotz persönlicher Unzufriedenheit mit 620,9 Ringen knapp gegen Martin Brauer (Nordfriesland) durch. Bei den Damen siegte Martina Spaude (Dithmarschen) souverän mit 626,4 Ringen.
Bernhard Ruppert (Dithmarschen(Senioren III) erklomm mit 624,9 Ringen das oberste Treppchen. Bei den Damen in dieser Klasse ging der Sieg deutlich an Ilse Philippsen (Plön) mit 630,3 Ringen.
Bei den Senioren IV glänzte Brigitte Friedrich (Rendsburg-Eckernförde) mit einem starken Ergebnis von 632,6 Ringen.
Heinrich Brodersen (Steinburg) lieferte einen beeindruckenden Wettkampf bei den Senioren V ab, er erzielte hervorragende 632,8 Ringe.
Zwischen Friedel Rößmann (Stormarn) und Dörte Göttsch (Segeberg) wechselte die Führung nach jeder 10er Serie, am Ende hatte Friedel Rößmann (625,4) ganz knapp die Nase vor Dörte Göttsch (624,7) bei den Senioren.
Harald Kistenmacher (Rendsburg-Eckernförde (Senioren VI) rundete das Feld der Top-Ergebnisse mit erstklassigen 632,4 Ringen ab.
Erfolgreiche Qualifikation zur WM Vorderlader
Vom 30.4.2026 bis 4.5.2026 hat der DSB wieder die Rangliste Vorderlader in Darmstadt ausgetragen.
Bei dieser Rangliste werden die Teilnehmer für die Nationalmannschaft im Vorderladerschießen ermittelt. Diese Schützen fahren dann vom 15. bis 23. August nach Eisenstadt/Österreich zur Weltmeisterschaft.
Üblicherweise besteht die Nationalmannschaft aus Schützen der südlichen Landesverbände.
In diesem Jahr hat sich aber eine Teilnehmerin aus einem Landesverband nahe Dänemark (ND) qualifiziert.
An der Rangliste haben zwei Schützen des NDSB teilgenommen. Ralph und Angelika Nolte sind nach Darmstadt gefahren und haben dort in verschiedenen Disziplinen geschossen.
Der erste Wettkampftag ist etwas holprig gestartet. Am zweiten Wettkampftag hatte Angelika sich aber gefangen und legte in der Disziplin 100m liegend Damenklasse, mit einem Ergebnis 95 von 100 Ringen einen soliden Grundstock.
Am dritten Tag steigerte sie dieses Ergebnis nochmal um 2 Ringe, allerdings in der offenen Klasse.
Am letzten Wettkampftag ging es dann um alles, da der zweite Durchgang 100m liegend Damenklasse anstand. Hier stellte sie ihr können nochmal unter Beweis und schoss nochmal 97 von 100 Ringen. Somit hatte sie ein Gesamtergebnis von 192 Ringen. Dieses langte für den dritten Platz.
Die Plätze 1-3 der Damenwertung sind automatisch für die WM qualifiziert, somit ist Angelika bei der WM in Österreich dabei.
Da sie bereits 2016 in Ungarn dabei war ist dies kein Neuland für sie.
Wir wünschen ihr bei der WM im August eine ruhige Hand und immer trocknes Pulver
Pressebericht zur LM Blasrohr 2026
In der Grundschule Sude-West in Itzehoe traten insgesamt 47 Jugendliche, Schützinnen und Schützen in 13 Altersklassen an der Schießlinie zusammen, um die neuen Landesmeister im Blasrohrsport zu ermitteln.
Das sportliche Highlight des Tages lieferte der amtierende Deutsche Meister Manfred Treller (SchGr. im SV Ellingstedt) bei den Herren IV. Mit 599 Ringen erzielte er ein fast perfektes Ergebnis; lediglich eine einzige „saubere“ Neun in der dritten Passe verhinderte das Maximum. Bernd Hammer vom SchV Kappeln (588 Punkte/2. Platz) und Torsten Boldt (583 Punkte/3. Platz/Itzehoer Hockey-Club) tauschten gegenüber den letztjährigen Landestitelkämpfen die Podestplätze.
Christine Kahllund vom SSV Fockbek sicherte sich mit 574 Ringen bei den Damen IV bereits zum dritten Mal hintereinander den Landestitel. Heidi Gottburg-Emcke (SchGr. im SV Ellingstedt) folgt mit 572 Ringen auf den zweiten Platz. Wie im letzten Jahr holte sich Elke Frahm-Koch, ebenfalls SchGr. im SV Ellingstedt, mit 546 Ringen den dritten Platz.
Hans-Peter Kahllund (SSC Fockbek) konnte sich dank einer enormen Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 589 Ringen bei den Herren V überlegen den Titel sichern. Sein Vereinskamerad Gerhard Kröger errang wie im letzten Jahr den Silberplatz (569), gefolgt vom DM-Vizemeister Dr. Ernst Kasten, der mit 564 Ringen auf den Bronzeplatz kam.
Bei den Herren I gab es einen Wechsel an der Spitze. Mit 557 Ringen sichert sich Finn Bechtel (SchV Wilster) den Titel vor dem Titelverteidiger Rafael Tappe Maestro (Itzehoer Hockey-Club/549).
Ina Scheunemann (Elmshorner SchG) siegte deutlich mit großem Vorsprung (585) bei den Damen I vor der Titelverteidigerin Rike Schulczewski (SchV Wilster/569) und Angie Lehmann (Haltenbeker SchV/561).
Bei den Herren II gingen die Medaillen genau wie im letzten Jahr an Reimer Hermann Lohse (Itzehoer Hockey-Club/576), Thomas Kühl (Elmshorner SchG/572) und Ron Nanko (SchV Kappeln/568).
Anja Kühl (Elmshorner SchG) gewann bei den Damen II souverän mit 586 Ringen bereits ihren vierten Landestitel vor Annika Buse (SchV Wilster/550).
Ein starkes Ergebnis schoss auch der Bundessieger von 2023, Stefan Bergfeld (Itzehoer Hockey-Club). Mit 595 siegte er bei den Herren III souverän vor Jens Hoffmann (SchGr im Ellingstedt/567) und Cornel Dumitras (Elmshorner SchG/565).
Bei den Damen ging es besonders eng zu. Am Ende hatte die Vorjahresdritte Birgt Speid (SSC Fockbek) mit 580 Ringen die Nase vorn, gefolgt von Cathrin Hinrichsen (Itzehoer Hockey-Club/577) und Verena Schreiber (Itzehoer Hockey-Club/571).
Weitere Landesmeister gingen zudem an: Gisela Kröger (SSC Fockbek), Jonte Rave (SchV Wilster), Jarik Woicke (SchV Wilster) und Tino Scheunemann (Elmshorner SchG).
Das Organisationsteam rund um den Blasrohr-Referenten Stefan Bergfeld sorgte mit zehn aufgebauten Schießständen für einen reibungslosen Ablauf. Geschossen wurde in zwei Runden auf eine Distanz von sieben Metern (beziehungsweise fünf Metern für die Schüler II), unterbrochen von einer kurzen Pause nach den ersten 30 Schüssen.
„Bei der Begrüßung konnte Blasrohrreferent Stefan Bergfeld auch den Bürgermeister der Stadt Itzehoe, Ralf Hoppe, willkommen heißen. Dieser zeigte sich erfreut, das Event live miterleben zu dürfen, da er zwar bereits von der aufstrebenden Sportart gehört hatte, sie jedoch noch nicht in Aktion gesehen hatte. Der Bürgermeister war sichtlich angetan: Er informierte sich in Gesprächen ausführlich über den Blasrohrsport und hielt das Geschehen auch fotografisch fest. Stefan Bergfeld bedankte sich bei ihm ausdrücklich dafür, dass die Stadt die Halle für die Landesmeisterschaft zur Verfügung gestellt hatte.
Zum Abschluss des Wettkampftages konnte Stefan Bergfeld ein erfreuliches Fazit ziehen, denn die Ergebnisse waren im Vergleich zu den Landesmeisterschaften 2025 zum Teil deutlich besser. Dies weckt die Hoffnung, dass der Norden – sobald der Deutsche Schützenbund (DSB) die Limitzahlen veröffentlicht – wieder einige Schützen zu den nationalen Wettkämpfen entsenden kann, die vom 30. Oktober bis zum 1. November 2026 in Osterode stattfinden.“