Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Bogen DM in Wiesbaden – Bronze zum Abschluss der Jugendklasse

Ein persönlicher Wettkampfbericht von Emil Sperber

Vom 11. bis 13. September 2026 fand in Wiesbaden die Deutsche Meisterschaft im Bogenschießen statt. Für mich begann der Wettkampf am 11. September – und dieses Turnier war etwas Besonderes für mich, denn es war meine letzte Deutsche Meisterschaft in der Altersklasse Recurve Jugend. Entsprechend groß war die Motivation, die Jugendzeit mit einem guten Ergebnis abzuschließen.

​In der Qualifikation erreichte ich 648 Ringe. Mit meiner Leistung war ich dabei nur bedingt zufrieden, da ich wusste, dass ich noch etwas mehr hätte herausholen können. Dennoch reichte das Ergebnis für den zweiten Platz in der Qualifikation und damit für eine sehr gute Ausgangsposition für die anschließenden K.-o.-Matches.

​Das Achtelfinale konnte ich mit 6:0 deutlich für mich entscheiden. Im Viertelfinale traf ich dann auf einen guten Bogenschützenfreund aus Bayern, mit dem ich während der Sommerferien vier Tage gemeinsam trainiert hatte. Dadurch war dieses Match für mich sicherlich nicht ganz einfach. Die freundschaftliche Verbundenheit hat bei mir durchaus eine gewisse Hemmung ausgelöst, gegen ihn konsequent zu schießen. Trotzdem gelang es mir, mich mit 6:4 durchzusetzen und damit den Einzug in das Finale der besten vier Schützen zu sichern.

​Am nächsten Morgen begann das Training bereits um 9 Uhr auf dem Trainingsfeld neben dem Kurhaus. Das Halbfinale startete um 10:40 Uhr nach den Matches der Mädchen.

​Gegen Jannik Heinrich konnte ich meine Leistung aus der Qualifikation und den vorherigen Matches leider nicht vollständig abrufen. Vor allem fehlte mir in den entscheidenden Momenten der Mut, den Schuss konsequent durchzuziehen. Ich zögerte zu häufig, was sich letztlich auch im Ergebnis widerspiegelte. Mit 4:6 musste ich mich geschlagen geben und hatte damit die Chance auf Silber oder Gold verpasst.

​Nach dem Halbfinale wollte ich mich jedoch nicht lange mit der Niederlage beschäftigen. Stattdessen nutzte ich die Zeit auf dem Trainingsfeld gezielt, um genau das Problem anzugehen, das mir im Halbfinale zum Verhängnis geworden war: das Zögern im Schuss. Ich wollte den Kopf freibekommen, wieder Vertrauen in meinen Schuss entwickeln und mich mental auf das Bronzefinale vorbereiten.

​Gegen 14:20 Uhr war es dann soweit. Im Bronzefinale stand ich Johannes Berner gegenüber. Diesmal gelang es mir, mit der notwendigen Selbstsicherheit in den Schuss zu gehen. Gleich mit dem ersten Pfeil eröffnete ich das Match mit einer 10. Das war für mich ein wichtiges Zeichen und gleichzeitig die Bestätigung, dass die Arbeit auf dem Trainingsfeld Wirkung gezeigt hatte. Der Knoten war geplatzt.

​Von da an konnte ich mein Schießen konsequent durchziehen und gewann das Bronzefinale souverän mit 6:0. Dabei schoss ich 29, 29 und 27 Ringe.

​Die Bronzemedaille ist für mich ein sehr schöner Abschluss meiner Zeit in der Altersklasse Recurve Jugend. Besonders wichtig ist für mich dabei nicht nur die Medaille selbst, sondern auch die Erfahrung, nach dem verlorenen Halbfinale noch einmal zurückzukommen und sich mental neu auszurichten.

​Wiesbaden hat mir gezeigt, dass neben Technik und Training vor allem Selbstvertrauen und die Fähigkeit, auch in entscheidenden Situationen mutig zu bleiben, eine große Rolle spielen. Mit dieser Erfahrung gehe ich nun in die nächste Saison und damit in die Juniorenklasse. Dort wartet eine neue Herausforderung auf mich, auf die ich mich sehr freue.

4. Platz Jamy Marc Dögow bei der DM

Bei der Deutschen Meisterschaft im Freien im thüringischen Suhl, hatten die Schüler mit Starkregen, böiger Wind, und wechselnde Lichtverhältnisse zu kämpfen.

​Für Noah Strohof und Jamy Marc Dögow (Klasse Schüler A) war es die allererste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft im Freien. 

​Jamy ließ sich von den extremen Verhältnissen nicht beeindrucken. Selbst eine Verletzung, die er sich in der zweiten Passe zuzog, hielt ihn nicht auf. Er biss die Zähne zusammen, blendete den Schmerz komplett aus und kämpfte bis zum letzten Pfeil.

​Mit hervorragenden 653 Ringen war Jamy ringgleich mit dem Drittplatzierten. Die Entscheidung über Bronze musste über die Anzahl der Zehner und Xer fallen. Mit 27 Zehnern und 7 Xern verpasste Jamy das Podest nur hauchdünn gegen seinen Konkurrenten (22 Zehner / 9 Xer). Zwar bedeutete das am Ende den undankbaren, aber zugleich überragenden 4. Platz – eine tolle Leistung auf nationalem Parkett!

​Für Noah lief es dagegen zunächst überhaupt nicht nach Wunsch. Die verständliche Nervosität und zusätzliche technische Probleme machten ihm schwer zu schaffen. Der 43. Platz war für ihn im ersten Moment eine große Enttäuschung. Doch genau hier zeigte sich die Stärke der Mannschaft: Das Team fing Noah sofort auf und baute ihn wieder auf.

​Mit neuem Selbstvertrauen und voller Motivation blickt Noah nun auf die nächste Herausforderung: den Endkampf der RWS-Jugendverbandsrunde am nächsten Tag!

 

Ergebnisse

Vierter Podiumsplatz in Folge – und wieder Gold!

Nur einen Tag nach den Deutschen Meisterschaften Schüler Bogen fand wieder in Suhl die RWS Jugendverbandsrunde Recurve statt.

Während die Schüler A, Jamy Marc Dögow und Noah Strohof, um ihre Platzierungen kämpften, ging es für den Jugendbereich um etwas ganz Besonderes: Ciara Joline Göttsche, Jos Ove Gröger und Emil Sperber traten an, um ihren Titel zu verteidigen, während Luca Marc Dögow als Einzelstarter das Feld komplettierte. 

Als erstplatzierte Mannschaft der Vorrunde reiste das Trio hochmotiviert an. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung von 1.887 Ringen setzten sich Ciara, Jos und Emil in der Qualifikation gegen Niedersachsen (1.877 Ringe) und Bayern (1.871 Ringe) durch.

Da keine separaten Mannschaftsmatches ausgetragen wurden, zählte jeder einzelne Pfeil direkt für das Gesamtergebnis – und sicherte dem NDSB-Nachwuchs bereits zum vierten Mal in Folge den begehrten Podiumsplatz. 

Auch in den anschließenden Einzel-Finalmatches überzeugten unsere Nachwuchsschützen. ​Ciara bewies enorme Nervenstärke. Nach einem 6:5-Sieg im Stechpfeil des Achtelfinals und einem starken 6:4 im Viertelfinale gegen Merle Edlich musste sie sich erst im Halbfinale geschlagen geben. Doch sie steckte den Rückschlag schnell weg und sicherte sich im Bronzefinale mit einem souveränen 6:2 die wohlverdiente Bronzemedaille. 

Emil brannte bereits in der Qualifikation ein wahres Feuerwerk ab. Mit sensationellen 651 Ringen (Schnitt: 9,04) zog er als Erstplatzierter in die Finalrunden ein. Trotz einer knappen 4:6-Niederlage im Viertelfinale steigerte er sich in den Platzierungsrunden noch einmal auf einen herausragenden Pfeilschnitt von 9,11 und erkämpfte sich mit souveränen Matches (7:1 und 7:3) den starken 5. Platz.

Luca, der noch im letzten Jahr gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden Gold für unseren Verband geholt hatte, ging diesmal als Einzelstarter ins Rennen. Nach einer starken Qualifikation (619 Ringe, Platz 9) verpasste er knapp den Einzug ins Viertelfinale und belegte nach einem Stechpfeil-Match am Ende den 6. Platz.

​Jos, der erst vor Kurzem sein internationales Debüt mit der Jugend-Nationalmannschaft feierte, sicherte sich in der Qualifikation mit 634 Ringen den 4. Platz und zeigte bis zum letzten Pfeil im Achtelfinale großen Kampfgeist. 

Diese Ergebnisse unterstreichen die hohe Qualität unseres Bogen-Kaders. Neben der Leistung an der Schießlinie steht hinter diesen Erfolgen ein starkes Team. Ein besonderer Dank gilt allen Helfern im Hintergrund sowie Kadertrainer Marcus Jakubczik, der den Schützen mit klaren Worten und seiner besonnenen Art in den entscheidenden Momenten den nötigen Rückhalt gab.

 

Ergebnisse JVR

Deutsche Meisterschaften Feldbogen

Zwei Tage lang stand Kellinghusen ganz im Zeichen des Bogensports. Bei der Deutschen Meisterschaft im Feldbogen kämpften 226 Schützinnen und Schützen aus 15 Landesverbänden um die begehrten Titel und Medaillen.

Jedes Ziel im anspruchsvollen Parcours war durchgehend von 1 bis 24 nummeriert. Sämtliche Teilnehmenden absolvierten ihren Wettkampf – 24 Scheiben mit Entfernungen von 5 bis zu 60 Metern – an jeweils einem Wettkampftag. Während sich in den Herren- und Damenklassen der Recurve- und Compound-Disziplinen viele Favoriten durchsetzten, überraschte der Nachwuchs mit komplett neuen Podestbesetzungen. Zudem gab es in allen Blankbogen-Klassen neue Titelträger. 

​In der Recurve-Herrenklasse wurde Olympiamedaillengewinner Florian Unruh (SSC Fockbek) seiner Favoritenrolle vollkommen gerecht. Mit starken 378 Ringen sicherte er sich den Titel des Deutschen Meisters. Titelverteidiger Jakob Herz (BCS Reuth) folgte mit 372 Ringen auf dem Silberrang, während Bronze an Sebastian Kutheius (SuSC Müllenborn / 362 Ringe) ging. 

​Bei den Recurve-Damen verteidigte Svenja Herrmann (ASC Göttingen) mit 338 Ringen erfolgreich ihren Titel. Dahinter tauschten die Medaillengewinnerinnen des Vorjahres die Plätze. Daniela Klesmann (SGes Bempflingen) erkämpfte sich mit 336 Ringen Silber, Bianca Speicher (Burgschützen Büschfeld) sicherte sich mit 334 Ringen Bronze. 

​In der Masterklasse gelang Guido Höfer (MBC München) nach dem Vizetitel im Vorjahr der Sprung an die Spitze. Mit 353 Ringen holte er sich Gold vor Dieter Reithmeier (TSV Natternberg / 335 Ringe) und Malte Lewerenz (BSFD Schallbach / 318 Ringe). 

​Luna Winkelmann (BSC Wendisch Evern) triumphierte in der Schülerklasse mit 335 Ringen vor Paula Hander (SV Kadeltshofen / 307 Ringe) und Emmi Roß (ASC Göttingen / 259 Ringe). 

​Paul Kiefer (TG Konz) dominierte die Jugend-Konkurrenz und holte sich mit 348 Ringen den Meistertitel. Silber ging an Julian Weise (BC Ismaning / 331 Ringe), Bronze an Bálint Zavaschi (TSV Natternberg / 330 Ringe). 

​Siebter Titel für Henning Lübkemann und Zentrums-Sechs entscheidet Krimi. Mit dem Compoundbogen überragte Henning Lübkemann (SV Loccum) in der Herrenklasse erneut das Feld und feierte mit beeindruckenden 415 Ringen seinen siebten Deutschen Meistertitel in Folge. Dahinter entwickelte sich ein enges Match um Silber. Pascal Schmidt (1. BSC Gießen) und Valentin Wolf (TS 1861 Bayreuth) erzielten beide 411 Ringe und wiesen mit jeweils 15 Fünfern exakt die gleiche Trefferanzahl auf. Erst die Auswertung der Zentrums-Sechser entschied über die Platzierung: Pascal Schmidt setzte sich mit 55 Sechsern hauchdünn gegen Valentin Wolf (54 Sechser) durch und holte Silber. 

​Bei den Compound-Damen triumphierte Titelverteidigerin Julia Böhnke (TV Meßkirch) mit 404 Ringen. Dana Leonie Dorfner (BS Pfeil Treysa /398 Ringe) holte Silber, Katharina Landrock (Treff Schimborn / 385 Ringe) sicherte sich Bronze. 

​Nach Platz sechs im Vorjahr konnte sich Stefan Butz (SV Hirschburg)  steigern und holte sich mit 400 Ringen den deutschen Meistertitel. Platz zwei ging an Roland Pepperl (TV Spaden) mit 392 Ringen, gefolgt von Bernd Deters (SuS Schwichteler) auf dem dritten Rang (390 Ringe).

In den Blankbogen-Klassen gab es in allen Kategorien neue Titelträger.  Jona Molz (Kölner Klub für Bogensport) setzte sich in der Herrenklasse mit 341 Ringen deutlich ab und sicherte sich souverän den Meistertitel. Silber ging an Michael Stumpf (Feldbogensport Elters /313). Bronze ging an Dennis von Holdt (SV Altheim-Thalheim / 303 Ringe). 

​In einem bis zum letzten Pfeil engen Podiumskampf triumphierte Martina Boscher (Bogenschützen Münster)  bei den Damen mit 315 Ringen. Nora Kipferler (BC Keltenschanze München) folgte mit 310 Ringen auf dem Silberrang, während Jennifer Lieb (Bogensportclub Müllheim) mit nur einem Ring Rückstand (309 Ringe) Bronze gewann. 

​In der am stärksten besetzten Klasse, der Masterklasse, entschied ein einziger Ring über Gold. Rüdiger Schäfer (1. FC Passau) behielt mit 339 Ringen knapp die Oberhand vor Armin Raab (SF Gechingen / 338 Ringe). Tim Hubrich (BS Vaterstetten / 324 Ringe) komplettierte das Treppchen. 

Jonathan Sprau (SV Bruchmühlbach) dominierte das Feld der Schülerklasse klar und gewann mit 238 Ringen vor Karl Seidl (SV Kadeltshofen / 211 Ringe) und Lorenz Ridolfo (Lindenberger Bogenschützen / 164 Ringe). 

​In einem packenden Jugend-Wettkampf setzte sich Silas Lutz (SG Ludwigshafen) mit 295 Ringen knapp vor Paula Imminger (Kgl. Priv. SG Weißenhorn /290 Ringe) und Rieke Auf der Landwehr (Bogenschützen Münster / 287 Ringe) durch. 

​Ein besonderes Highlight für die Nachwuchsschützen gab Bundessportleiter Jörg Gras vor der Siegerehrung bekannt: Alle gestarteten Schüler, Jugendlichen und Junioren erhielten eine Meisterschaftsmedaille. Zudem nutzten viele Athleten die Möglichkeit, die Leistungsnadeln und Medaillen des „Arrowheads“ zu beantragen. 

​Neben den sportlichen Höchstleistungen trugen die exzellente Organisation und ein engagiertes Helferteam maßgeblich zum Erfolg der Meisterschaft bei. Hauptorganisator Kai Janke (1. Vorsitzender des ausrichtenden 1. Kellinghusener Bogenclubs) hatte an beiden Wettkampftagen gemeinsam mit dem Kampfrichterteam und den vielen Helfern die Fäden fest in der Hand. 

​An beiden Tagen waren jeweils rund 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Dauereinsatz – sowohl aus dem Gastverein als auch aus weiteren Vereinen des Kreisverbandes. Ob Catering, Scheibenwechsel, Verpflegungsstationen oder spontane Hilfseinsätze im Gelände (wie das Freiräumen von Wegen oder das Absichern eines Wespennests) – das Organisationsteam sorgte für einen reibungslosen Ablauf. 

​DSB-Vizepräsident Sport Volker Kächele und Landessportleiter Bernd Sinner nahmen am ersten Wettkampftag die Siegerehrung vor. Volker Kächele lobte die optimalen Bedingungen vor Ort und dankte allen Aktiven. Am Sonntag begleitete NDSB-Präsident Lars Rothfuß das Geschehen im Gelände, wünschte allen Athleten „alle Pfeile ins Gold“ und ehrte zusammen mit Bernd Sinner die Sieger des zweiten Tages. Sonntag schaute auch Kellinghusens Bürgermeister Axel Pietsch in Begleitung seiner Frau bei der Deutschen Meisterschaft vorbei. Während eines kurzen Gang zu den Scheiben eins und zwei informierte er sich über das Feldbogenschießen und nutzte die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Schützen und Kampfrichtern.

​Vor dem Start wurden alle Teilnehmenden vom leitenden Kampfrichter Peter Lonny ausführlich über Sicherheits- und Disziplinrichtlinien informiert – inklusive eines Hinweises auf das ab dem Sportjahr 2027 greifende Tarnkleidungsverbot (Camouflage). 

​Mit erstklassigen sportlichen Leistungen, toller Atmosphäre und optimalen Wettkampfbedingungen bleibt die Deutsche Meisterschaft Feldbogen in Kellinghusen sicherlich allen Beteiligten in bester Erinnerung.

LM Para Bogen

Der ATSV Stockelsdorf, bekannt für seine starke Bogenabteilung, richtete die erste Landesmeisterschaft (LM) im Para Bogenschießen (Veranstalter Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein) aus.

​Den Anstoß zu dieser Premiere gaben die Erfolge von zwei Para-Schützinnen bei der Deutschen Meisterschaft im März in Gera. Da die eigene Trainingsgruppe stetig wächst und auch in ganz Schleswig-Holstein immer mehr Para-Bogenschützen aktiv sind, wurde die Landesmeisterschaft nun ins Leben gerufen.

​Zur Premiere traten die Schützinnen und Schützen in verschiedenen Bogenarten (Recurve, Compound und Blank) sowie unterschiedlichen Altersklassen an. Neben dem Gastgeber  nahmen Aktive des SV Merkur Kleve, TSV Holm, und des ESV Insel Fehmarn teil.

​Pünktlich um 10:00 Uhr begrüßte Björn Arthur Zuev (Jugendwart Bogen und Landesfachwart des Rehabilitations- und Behinderten-Sportverbandes Schleswig-Holstein) die aufgeregten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Eröffnung.

​Auch die Bürgermeisterin der Gemeinde Stockelsdorf, Julia Samtleben, ließ es sich nicht nehmen, bei dieser Premiere dabei zu sein. In ihrem Grußwort hieß sie alle herzlich auf der Sportanlage Herrengarten willkommen. Sie freue sich sehr über das große Engagement des ATSV Stockelsdorf im Bogensport. „Der Para-Bogensport ist ein zentraler Baustein für das Thema Inklusion im Sport“, betonte die Bürgermeisterin. Zudem hob sie hervor, wie wichtig der Rückhalt durch Familie und Freundeskreis sei, ohne diese Unterstützung wäre der Leistungssport oft gar nicht möglich. Für die Landesmeisterschaft drückte sie allen die Daumen für gute Ergebnisse und die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

​Der Vorsitzende des ATSV Stockelsdorf und selbst aktiver Bogenschütze, Dieter Iden, freute sich ebenfalls riesig über das Event: Dass der Verein die allererste Landesmeisterschaft dieser Art ausrichten durfte, sei etwas ganz Besonderes. Ein großes Lob sprach er Björn Arthur Zuev aus, der sich mit vollem Einsatz um die gesamte Organisation gekümmert hatte.

​Die zwölf Bogensportlerinnen und Bogensportler traten in verschiedenen Behinderungsklassen an:

​Klasse AB: Alle Personen mit einem Grad der Behinderung (GdB) ab 20 %, die im Stehen schießen und nicht zwingend die speziellen paralympischen Kriterien für Rollstuhl- oder Schwerstbehindertenklassen erfüllen.

​Klasse ARST: Schützinnen und Schützen mit Beeinträchtigungen der unteren Extremitäten, die im Stehen oder von einer Stehhilfe/einem Hocker aus schießen.

​Klasse W2: Rollstuhlschützinnen und -schützen mit uneingeschränkter Funktion von Arm und Oberkörper, aber Beeinträchtigung der Beine (z. B. Querschnittlähmung).

​Da die Trefferleistung bei den Gruppen ARST und W2 durch die uneingeschränkte Arm- und Oberkörperfunktion vergleichbar ist, starten sie auf Landes- und Breitensportebene in einer gemeinsamen Wertungsklasse.

​Bei bestem Wetter gingen alle hochmotiviert an die Startlinie. Durchweg zeigten sich die Schützinnen und Schützen zufrieden mit ihren Leistungen, auch wenn nach dem einen oder anderen Fehlschuss kurz der Kopf geschüttelt wurde. Selbst Bogen-Urgestein Otto Möller (ATSV Stockelsdorf) blieb trotz einer „Muche“ (einem Pfeil neben der Scheibe) gut gelaunt. Er ging bestens vorbereitet in den Wettkampf: Otto Möller gehört nicht nur zu den Trainingsfleißigsten, sondern legt die rund 14 km Anreise zum Training fast immer mit dem Fahrrad zurück Also hat er Konditionstraining schon hinter sich, wenn er an die Startlinie tritt.

Nach dem Wettkampf zeigten sich alle Beteiligten begeistert von der gelungenen 1. LM Para-Bogensport und hoffen sehr auf eine Neuauflage im kommenden Jahr.

​Ein Thema begleitete den Tag jedoch auch abseits der Scheiben: Im Deutschen Schützenbund (DSB) gibt es bislang keine eigenen, rein verbandseigenen Para-Bogensport-Wettbewerbe. Während Disziplinen wie Gewehr, Pistole, Flinte, Armbrust oder Blasrohr fest in der Sportordnung verankert sind, wird der Para-Bogensport organisatorisch über den Deutschen Behindertensportverband (DBS) geregelt.

​Die Para-Bogenschützen würden sich sehr freuen, wenn der DSB den Para-Bogensport künftig fest in seine eigenen Strukturen und Satzungen aufnehmen würde.

Top-Elite des Bogensports bei der DM Feldbogen

Vom 8. bis 9. August 2026 wird Kellinghusen zum Mekka des deutschen Feldbogensports. Der 1. Kellinghusener Bogenclub (1. KBC) lädt im 30-jährigen Bestehen zu den Deutschen Meisterschaften WA Feldbogen ein.

​Mit der jahrelangen Routine bei der Austragung zahlreicher Landesmeisterschaften bringt das Organisationsteam jede Menge Erfahrung mit, um Sportlerinnen, Sportlern und Fans ein hochklassiges und bestens organisiertes Wettkampfwochenende im Gelände zu bieten.

Dass die DM in Kellinghusen ein echter Höhepunkt im Wettkampfkalender ist, zeigt auch der Blick auf die hochkarätig besetzte Startliste. Unter den Aktiven finden sich gleich mehrere absolute Größen der internationalen Feldbogenszene:

​Florian Unruh (Recurve Herren/SSC Fockbek): Der Olympia-Silbermedaillengewinner gehört zur absoluten Weltspitze. Mit Titeln wie dem Feldbogen-Europameister im Einzel (2021) und Feldbogen-Weltmeister im Team (2018) geht er als einer der ganz großen Top-Favoriten an den Start.

​Henning Lüpkemann (Compound Herren(SV Loccum): Der erfahrene Nationalkader-Schütze reist unter anderem als amtierender Deutscher Meister an. Auch international feierte er im Feld bereits große Erfolge, darunter EM-Bronze mit der Mannschaft.

​Sebastian Rohrberg (Recurve Herren/ SV Daulsen): Eine absolute Legende im Feldbogenschießen! Der zweifache Einzel-Weltmeister und mehrfache Europameister beweist seit Jahrzehnten seine Ausnahmestellung im Gelände und gehört immer zum engsten Favoritenkreis.

​Ergänzt wird das Feld durch weitere nationale Leistungsträger wie Julia Böhnke (Compound Damen (TV Meßkirch/) und Jakob Hetz (Recurve Herren/ BCS Reuth), die ebenfalls regelmäßig um die Podestplätze mitkämpfen.

Auch in den Blankbogen-Klassen verspricht das Feld hochklassigen Sport. Mit Rüdiger Schäfer (1. FC Passau/) geht unter anderem der amtierende Deutsche Meister im Feldbogen an den Start. Gemeinsam mit Christine Schäfer (ebenfalls 1. FC Passau) vertreten gleich zwei erfahrene Nationalkaderschützen des DSB das Feld. Zudem gehört mit Michael Imminger (SG Weißenhorn, DM-Bronze 2025) ein weiterer Medaillenkandidat zum Favoritenkreis.

Vom NDSB gehen an den Start: Florian Unruh, Johnny Roß, Marc und Astrid Leuschner, Michael Enders, Dirk Schröder, Stefan Dost, Thorsten Knoch und Christian Lohmann.

Spannende Wettkämpfe, anspruchsvolle Ziele und Bogensport auf Höchstniveau sind in Kellinghusen somit garantiert. Der 1. KBC freut sich auf zwei mitreißende Turniertage und heißt alle Schützinnen, Schützen und Zuschauer herzlich willkommen!

Finals

Nachdem am Vortag bereits der 1. Kellinghusener Bogenclub in der Teamwertung die Silbermedaille gewonnen hatte, legte der SSC Fockbek einen Tag später nach. Charline Schwarz und Florian Unruh sicherten sich ebenfalls Silber.

​Die beiden beendeten die Qualifikationsrunde auf dem dritten Platz und marschierten souverän durch die Finalrunden bis ins Goldfinale.

Dort wartete kein geringerer als die BSG Raubling, vertreten durch die Nationalkaderschützen Katharina Bauer und Moritz Wieser. Welt- und Europameister sowie olympische Medaillengewinner waren somit unter sich – also war hochklassiger Bogensport vorprogrammiert.

​Das Quartett enttäuschte die zahlreichen Zuschauer nicht. Jeder Schütze setzte bereits seinen ersten Pfeil direkt in die Zehn. Da Charline Schwarz eine weitere Zehn schoss, ging der erste Satz knapp mit 39:38 an den SSC Fockbek.

​Das Niveau blieb trotz zum Teil heftigem Wind hoch. In der nächsten Passe trennten sich die Teams mit 37:37 unentschieden, wodurch Fockbek die Führung auf 3:1 ausbauen konnte. Das bayerische Duo ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und glich in der folgenden Passe (37:35) aus.

​Damit musste die vierte Passe die Entscheidung bringen: Katharina Bauer und Moritz Wieser legten eine starke 19 vor, während Charline Schwarz und Florian Unruh lediglich auf 17 Ringe kamen. Das Fockbeker Duo bekam jedoch noch eine Chance, da auch das bayerische Duo mit den nächsten beiden Pfeilen nur eine 17 erzielte. Leider konnten Charline Schwarz und Florian Unruh diesen Vorteil nicht nutzen: Mit 36:38 ging die entscheidende Passe – und damit auch der Titel – an Katharina Bauer und Moritz Wieser.

​Charline Schwarz und Florian Unruh freuten sich dennoch riesig über den Erfolg, denn in einem solch hochkarätig besetzten Match entscheiden letztlich Nuancen und Kleinigkeiten.

Foto: Eckhard Frerichs

Wie bereits im vergangenen Jahr schoss sich der 1. Kellinghusener Bogenclub erneut erfolgreich bis ins Finale.

​Im Qualifikationswettkampf setzte sich der 1. Kellinghusener Bogenclub an die Spitze des Feldes und löste damit souverän das Ticket für die Finalrunden.

​Im Halbfinale musste das Team von Beginn an alles geben: Nach dem regulären Wettkampf stand es gegen den SV Querum 1 unentschieden (228:228). Die Entscheidung musste im Stechen fallen – hier behielten die Kellinghusener kühlen Kopf und hatten am Ende mit einem Ring hauchdünn die Nase vorn.

​Im großen Finale der Compound-Klasse vor der Kulisse des Neuen Rathauses in Hannover trafen zwei ganz unterschiedliche Mannschaften aufeinander. Für den 1. Kellinghusener Bogenclub gingen die drei erfahrenen Schützen Leon Hollas, Sebastian Voß und Tim Krippendorf an die Startlinie. Ihr Gegner, die SGi Ditzingen, trat mit U21-Junioren-Weltmeister Ruven Flüß, seinem Kader-Kollegen Paolo Kunsch sowie Markus Amann an.

​Das Match versprach Spannung pur – und enttäuschte die begeisterten Zuschauer nicht. Kellinghusen legte stark vor und ging mit 56:54 in Führung. In der nächsten Passe konterten die drei Jungs aus Ditzingen und übernahmen mit 109:111 die Führung.

​In der nächsten Passe setzte sich Ditzingen mit einem weiteren Ring Vorsprung (165:168) leicht ab.

​Aber das  Kellinghusener Team bewies Kämpferherz: Mit ihrer besten Passe von hervorragenden 58 Ringen schöpften sie erneut Hoffnung.

Paolo Kunsch (Ditzingen) musste eine Zehn schießen, damit das Team sich den Titel holt. Er behielt die Nerven, schoss ein überragendes Finale und lieferte die Zehn. Damit gewannen sie mit einem Ring Vorsprung (223:224) den Titel.

Die Freude beim Team des 1. Kellinghusener Bogenclubs war trotzdem groß, denn sie gewannen wie im letzten Jahr die Silbermedaille.

Auch die Schützengemeinschaft Norderstedt zeigte eine starke Leistung. Die sehr erfahrenen Schützen Frank Sobirey, Niels Gäde und Markus Wolf – allesamt bereits mehrmalige Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften – schlossen die Vorrunde (Qualifikationsrunde) als Siebte mit 1776 Ringen ab und zogen damit ebenfalls in die Finalrunden ein. Dort trafen sie im Viertelfinale auf die BC Oberauroff. Das Match endete zwar mit 5:1 für Oberauroff doch auch wenn das Ergebnis deutlich wirkt, war es denkbar knapp. In zwei Passen unterlagen die Norderstedter jeweils nur um einen einzigen Ring.

Foto: Kellinghusen - DSB

Foto: Norderstedt - Andrea Wolf

Die Finals – Bogensport-Highlights

Vom 23. bis 26. Juli 2026 finden in Hannover „Die Finals“ statt. Im Rahmen der sechsten Auflage dieses Multisport-Events tragen insgesamt 23 Sportarten ihre Deutschen Meisterschaften aus, darunter auch die Bogensportler. Alle Wettkämpfe – und somit auch die spannenden Bogenwettbewerbe – werden im Fernsehen und per Livestream von ARD und ZDF übertragen.

​Bereits 2022 hat der Deutsche Schützenbund (DSB) sein Programm für dieses Event modifiziert; seitdem richtet der DSB die Deutschen Meisterschaften im Mixed und im Team aus. Die Bogensportler (ausschließlich Vereinsmannschaften) treten in Zweier- (Mixed) oder Dreierteams mit dem Recurve-, Compound- oder Blankbogen an. Ein Mixed-Team besteht aus zwei Aktiven (ein männlicher und ein weiblicher Athlet), während ein Team aus drei Aktiven desselben Geschlechts gebildet wird. Die Qualifikationsrunde umfasst 72 Pfeile (6 Pfeile pro Passe). Es erfolgt keine Einzelwertung, die Ergebnisse fließen direkt in das Mannschaftsergebnis ein. Im Anschluss werden die Finalrunden im K.-o.-System ausgetragen.

​In den verschiedenen Bogenklassen und Wettbewerben schicken unsere Vereine folgende Athleten ins Rennen:

​Recurve – Mixed-Wettbewerbe:

​Itzehoer Hockey-Club: Hier geht unser talentiertes Jungschützen-Duo Jos Gröger und Ciara Götsche an den Start.

​SSC Fockbek: Für diesen Verein treten die internationalen Top-Schützen Florian Unruh und Charline Schwarz (Ü18) gemeinsam an die Startlinie.

​Itzehoer Bogenclub: Für die erste Mannschaft greifen Verena Schreiber und Stefan Bergfeld (Ü18) im Kampf um die Mixed-Medaillen ein.

​Team-Wertungen:

​SV Dauelsen: Florian Unruh (Ü18) schießt in der Teamwertung für den SV Dauelsen, für den er auch erfolgreich in der Bundesliga aktiv ist. Er bildet dort ein starkes Trio zusammen mit Holger Rohrbeck und Christian Dauel.

​Itzehoer Hockey-Club: Der Verein stellt ein eingespieltes Damenteam mit Verena Schreiber, Cathrin Hinrichsen und Kerstin Noeske (Master weiblich).

​SchGem Norderstedt: Von der SchGem Norderstedt geht das Trio Frank Sobirey, Niels Gäde und Markus Wolf (Master) an den Start.

​TSV Holm: Auch der TSV Holm, Gastgeber der letzten Landesmeisterschaft FITA Freien, ist mit einem Team (Michael Offermann, Dirk Carstens und Christian Paatsch / Master) in Hannover vertreten.

​Compound-Bogen:

Kellinghusener Bogenclub: Der 1. Kellinghusener Bogenclub schickt  mit Sebastian Voß,

Leon Hollas und Kai Janke eine schlagkräftige Mannschaft ins Rennen, die nach dem zweiten Platz im Vorjahr erneut die Podestplätze anpeilt.

​Blankbogen:

​Itzehoer Hockey-Club: Auch in der traditionellen Blankbogen-Klasse ist unser Verband vertreten. Der Itzehoer Hockey-Club schickt das Herren-Trio Boris Supper, Norman Geier und Majd Moualem auf die Jagd nach Ringen.

​Der Norddeutsche Schützenbund drückt allen unseren Starterinnen und Startern bei den Deutschen Meisterschaften im Mixed und im Team die Daumen! Wir wünschen euch starke Nerven und wie immer: Alle Pfeile ins Gold!

 

Bogen News

Zwei Tage lang stand Kellinghusen ganz im Zeichen des Bogensports. Bei der Deutschen Meisterschaft im Feldbogen kämpften 226 Schützinnen und Schützen aus 15 Landesverbänden um die begehrten Titel und Medaillen.

Jedes Ziel im anspruchsvollen Parcours war durchgehend von 1 bis 24 nummeriert. Sämtliche Teilnehmenden absolvierten ihren Wettkampf – 24 Scheiben mit Entfernungen von 5 bis zu 60 Metern – an jeweils einem Wettkampftag. Während sich in den Herren- und Damenklassen der Recurve- und Compound-Disziplinen viele Favoriten durchsetzten, überraschte der Nachwuchs mit komplett neuen Podestbesetzungen. Zudem gab es in allen Blankbogen-Klassen neue Titelträger. 

​In der Recurve-Herrenklasse wurde Olympiamedaillengewinner Florian Unruh (SSC Fockbek) seiner Favoritenrolle vollkommen gerecht. Mit starken 378 Ringen sicherte er sich den Titel des Deutschen Meisters. Titelverteidiger Jakob Herz (BCS Reuth) folgte mit 372 Ringen auf dem Silberrang, während Bronze an Sebastian Kutheius (SuSC Müllenborn / 362 Ringe) ging. 

​Bei den Recurve-Damen verteidigte Svenja Herrmann (ASC Göttingen) mit 338 Ringen erfolgreich ihren Titel. Dahinter tauschten die Medaillengewinnerinnen des Vorjahres die Plätze. Daniela Klesmann (SGes Bempflingen) erkämpfte sich mit 336 Ringen Silber, Bianca Speicher (Burgschützen Büschfeld) sicherte sich mit 334 Ringen Bronze. 

​In der Masterklasse gelang Guido Höfer (MBC München) nach dem Vizetitel im Vorjahr der Sprung an die Spitze. Mit 353 Ringen holte er sich Gold vor Dieter Reithmeier (TSV Natternberg / 335 Ringe) und Malte Lewerenz (BSFD Schallbach / 318 Ringe). 

​Luna Winkelmann (BSC Wendisch Evern) triumphierte in der Schülerklasse mit 335 Ringen vor Paula Hander (SV Kadeltshofen / 307 Ringe) und Emmi Roß (ASC Göttingen / 259 Ringe). 

​Paul Kiefer (TG Konz) dominierte die Jugend-Konkurrenz und holte sich mit 348 Ringen den Meistertitel. Silber ging an Julian Weise (BC Ismaning / 331 Ringe), Bronze an Bálint Zavaschi (TSV Natternberg / 330 Ringe). 

​Siebter Titel für Henning Lübkemann und Zentrums-Sechs entscheidet Krimi. Mit dem Compoundbogen überragte Henning Lübkemann (SV Loccum) in der Herrenklasse erneut das Feld und feierte mit beeindruckenden 415 Ringen seinen siebten Deutschen Meistertitel in Folge. Dahinter entwickelte sich ein enges Match um Silber. Pascal Schmidt (1. BSC Gießen) und Valentin Wolf (TS 1861 Bayreuth) erzielten beide 411 Ringe und wiesen mit jeweils 15 Fünfern exakt die gleiche Trefferanzahl auf. Erst die Auswertung der Zentrums-Sechser entschied über die Platzierung: Pascal Schmidt setzte sich mit 55 Sechsern hauchdünn gegen Valentin Wolf (54 Sechser) durch und holte Silber. 

​Bei den Compound-Damen triumphierte Titelverteidigerin Julia Böhnke (TV Meßkirch) mit 404 Ringen. Dana Leonie Dorfner (BS Pfeil Treysa /398 Ringe) holte Silber, Katharina Landrock (Treff Schimborn / 385 Ringe) sicherte sich Bronze. 

​Nach Platz sechs im Vorjahr konnte sich Stefan Butz (SV Hirschburg)  steigern und holte sich mit 400 Ringen den deutschen Meistertitel. Platz zwei ging an Roland Pepperl (TV Spaden) mit 392 Ringen, gefolgt von Bernd Deters (SuS Schwichteler) auf dem dritten Rang (390 Ringe).

In den Blankbogen-Klassen gab es in allen Kategorien neue Titelträger.  Jona Molz (Kölner Klub für Bogensport) setzte sich in der Herrenklasse mit 341 Ringen deutlich ab und sicherte sich souverän den Meistertitel. Silber ging an Michael Stumpf (Feldbogensport Elters /313). Bronze ging an Dennis von Holdt (SV Altheim-Thalheim / 303 Ringe). 

​In einem bis zum letzten Pfeil engen Podiumskampf triumphierte Martina Boscher (Bogenschützen Münster)  bei den Damen mit 315 Ringen. Nora Kipferler (BC Keltenschanze München) folgte mit 310 Ringen auf dem Silberrang, während Jennifer Lieb (Bogensportclub Müllheim) mit nur einem Ring Rückstand (309 Ringe) Bronze gewann. 

​In der am stärksten besetzten Klasse, der Masterklasse, entschied ein einziger Ring über Gold. Rüdiger Schäfer (1. FC Passau) behielt mit 339 Ringen knapp die Oberhand vor Armin Raab (SF Gechingen / 338 Ringe). Tim Hubrich (BS Vaterstetten / 324 Ringe) komplettierte das Treppchen. 

Jonathan Sprau (SV Bruchmühlbach) dominierte das Feld der Schülerklasse klar und gewann mit 238 Ringen vor Karl Seidl (SV Kadeltshofen / 211 Ringe) und Lorenz Ridolfo (Lindenberger Bogenschützen / 164 Ringe). 

​In einem packenden Jugend-Wettkampf setzte sich Silas Lutz (SG Ludwigshafen) mit 295 Ringen knapp vor Paula Imminger (Kgl. Priv. SG Weißenhorn /290 Ringe) und Rieke Auf der Landwehr (Bogenschützen Münster / 287 Ringe) durch. 

​Ein besonderes Highlight für die Nachwuchsschützen gab Bundessportleiter Jörg Gras vor der Siegerehrung bekannt: Alle gestarteten Schüler, Jugendlichen und Junioren erhielten eine Meisterschaftsmedaille. Zudem nutzten viele Athleten die Möglichkeit, die Leistungsnadeln und Medaillen des „Arrowheads“ zu beantragen. 

​Neben den sportlichen Höchstleistungen trugen die exzellente Organisation und ein engagiertes Helferteam maßgeblich zum Erfolg der Meisterschaft bei. Hauptorganisator Kai Janke (1. Vorsitzender des ausrichtenden 1. Kellinghusener Bogenclubs) hatte an beiden Wettkampftagen gemeinsam mit dem Kampfrichterteam und den vielen Helfern die Fäden fest in der Hand. 

​An beiden Tagen waren jeweils rund 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Dauereinsatz – sowohl aus dem Gastverein als auch aus weiteren Vereinen des Kreisverbandes. Ob Catering, Scheibenwechsel, Verpflegungsstationen oder spontane Hilfseinsätze im Gelände (wie das Freiräumen von Wegen oder das Absichern eines Wespennests) – das Organisationsteam sorgte für einen reibungslosen Ablauf. 

​DSB-Vizepräsident Sport Volker Kächele und Landessportleiter Bernd Sinner nahmen am ersten Wettkampftag die Siegerehrung vor. Volker Kächele lobte die optimalen Bedingungen vor Ort und dankte allen Aktiven. Am Sonntag begleitete NDSB-Präsident Lars Rothfuß das Geschehen im Gelände, wünschte allen Athleten „alle Pfeile ins Gold“ und ehrte zusammen mit Bernd Sinner die Sieger des zweiten Tages. Sonntag schaute auch Kellinghusens Bürgermeister Axel Pietsch in Begleitung seiner Frau bei der Deutschen Meisterschaft vorbei. Während eines kurzen Gang zu den Scheiben eins und zwei informierte er sich über das Feldbogenschießen und nutzte die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit Schützen und Kampfrichtern.

​Vor dem Start wurden alle Teilnehmenden vom leitenden Kampfrichter Peter Lonny ausführlich über Sicherheits- und Disziplinrichtlinien informiert – inklusive eines Hinweises auf das ab dem Sportjahr 2027 greifende Tarnkleidungsverbot (Camouflage). 

​Mit erstklassigen sportlichen Leistungen, toller Atmosphäre und optimalen Wettkampfbedingungen bleibt die Deutsche Meisterschaft Feldbogen in Kellinghusen sicherlich allen Beteiligten in bester Erinnerung.

Limitzahlen für die DM Bogen 3D in Neustrelitz veröffentlicht

29.07.2026 14:25

Die DSB-Sportleitung hat die Limitzahlen für die Deutsche Meisterschaft im Bereich Bogen 3D, 

die in der Zeit vom 29. bis 30. August 2026 auf dem Bogenplatz der Strelitzer Feldbogensportgilde in Neustrelitz stattfinden wird, veröffentlicht. 

Alle wichtigen Informationen zu diesem Event gibt es über den folgenden Link

Limitzahlen

Die Landesmeisterschaft 3D fand am 19.07.2026 zum ersten Mal in Flensburg statt. Für die Verantwortlichen der St. Nicolai Schützengilde war die Landesmeisterschaft erst das zweite große Turnier, das die Bogensparte durchgeführt hat.

Da es für den NDSB der erste LM-Parcours in Flensburg war, wurde der Parcours im Vorfeld von Nadine Kleinfeld und Matthias Heidelberg (beide KR A) sowie den Verantwortlichen der Bogensparte überprüft. Zum Abnahmetag am Samstag gab es dann keine Beanstandungen mehr.

​58 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gemeldet, die am Sonntag bei guten Bedingungen nach und nach am Platz ankamen. Das Cateringteam hatte Kaffee und Brötchen vorbereitet, sodass die Gruppen nach einer Stärkung und der Begrüßung durch den Landesbogenreferenten Kai Janke und die Verantwortlichen des Vereins um 10:00 Uhr in den Wald zu ihren Zielen losmarschierten.

Die Stimmung war ruhig und entspannt, und gegen 12:00 Uhr trafen die Gruppen am Startplatz zur Pause wieder ein.

​In der Pause wurden durch das Team der Gilde die Entfernungen verändert. 3D beinhaltet das Schießen auf gänzlich unbekannte Entfernungen. Da der Parcours mit 12 Zielen zweimal durchlaufen wird, muss in der Pause eine Veränderung der Weiten für die zweite Runde durchgeführt werden.

​Um 13:00 Uhr startete der zweite Durchgang, der wieder gut zwei Stunden dauerte. Auch hier gab es keine Vorkommnisse.

Kai Janke, Landesbogenreferent, konnte bei der Siegerehrung feststellen, dass es eine sehr gelungene LM gewesen sei und der NDSB sich freue, möglichst bald wieder zu Gast zu sein. 

Besonderer Dank galt dem gesamten Team der Schützengilde, das mit Planung, Durchführung und Hilfestellungen sowie einem leckeren Catering den Tag so erfolgreich gestaltet hat. Die Siegerehrung nahm die 2. Vizepräsidentin des NDSB, Inge Lindahl-Koitsch, vor, die den gesamten Tag im Kreise der Schützen verbracht hatte.

Ergebnisse LM 3D

DM Kellinghusen Feldbogen Teilnehmerinformationen

DM Kellinghusen Feldbogen Teilnehmerinformationen

Startlisten für die LM Bogen

Startliste für Samstag 04.07       Startliste für Sonntag 05.07      Startliste Feld

 

Aktuelles vom Bogen

Starker Auftritt des NDSB

beim Vorkampf zur Jugendverbandsrunde in Norderstedt.

Der Norddeutsche Schützenbund (NDSB) lud am 7. Juni 2026 zum Vorkampf der DSB-Jugendverbandsrunde auf die Anlage der Schützengemeinschaft Norderstedt ein. Der Einladung folgten die Landesverbände SVBB (Berlin Brandenburg) und SVHH (Hamburg) der Gruppe 1 der Jugendverbandsrunde, sodass sich die besten Nachwuchsschützen Norddeutschlands in einem hochklassigen Wettkampf messen konnten.

Das Wetter präsentierte sich dabei von seiner typisch norddeutschen Seite. Regen, wechselnde Windverhältnisse und Sonnenschein forderten die jungen Athletinnen und Athleten gleichermaßen heraus. Umso bemerkenswerter sind die Leistungen, die unter diesen anspruchsvollen Bedingungen erzielt wurden.

In der Schülerklasse Recurve männlich setzte Jamy Marc Dögow ein echtes Ausrufezeichen. Mit hervorragenden 646 Ringen sicherte er sich souverän den ersten Platz. Noah Strohof erreichte einen starken vierten Rang, während der frisch berufene NDSB Kaderschütze Tom Westphal mit Platz sechs ebenfalls überzeugte. Gemeinsam belohnten sich die drei Nachwuchsschützen mit dem zweiten Platz in der Mannschaftswertung und unterstrichen damit eindrucksvoll die Stärke des NDSB-Nachwuchses.

Besonders dominant präsentierten sich die NDSB-Schützen in der Jugendklasse Recurve männlich. Gleich sechs Kaderschützen gingen an den Start und sorgten für ein herausragendes Mannschaftsergebnis. Jos Ove Gröger gewann die Konkurrenz vor Emil Sperber und machte damit den Doppelsieg für den NDSB perfekt. Luca Marc Dögow verpasste das Podium als Vierter nur knapp, gefolgt von Jan-Henrik Bruhn auf Rang fünf. Jan Philip Schuwald und Matthes Pochadt komplettierten mit den Plätzen sieben und acht das starke Mannschaftsergebnis.

Auch in der Jugendklasse Recurve weiblich zeigte sich die Leistungsdichte des NDSB. Ciara Göttsche sicherte sich einen hervorragenden dritten Platz und stand damit erneut auf dem Podest. Larissa Thiel belegte Rang vier und verpasste die Medaillenränge nur knapp. Luise Rackwitz komplettierte das starke Ergebnis der NDSB-Athletinnen mit Platz fünf.

In der Mannschaftswertung der Jugendklasse ließ das Team des NDSB der Konkurrenz keine Chance. Jos Ove Gröger, Emil Sperber und Ciara Göttsche sicherten sich souverän den ersten Platz und bestätigten damit eindrucksvoll die hervorragende Nachwuchsarbeit im Verband.

Die Ergebnisse des Vorkampfes zeigen, dass der NDSB für den Endkampf der DSB-Jugendverbandsrunde am 22. und 23. August 2026 auf der Bogensportanlage in Suhl bestens aufgestellt ist. Der Endkampf ist gleichzeitig auch die Deutsche Meisterschaft der Schülerklassen Recurve. Die zahlreichen Spitzenplatzierungen und der Gewinn der Mannschaftswertung machen deutlich, dass die Schützinnen und Schützen des NDSB mit berechtigten Ambitionen nach Suhl reisen könnten.

Denn nach dem Gespräch mit dem NDSB Landestrainer Bogen Markus Wolf ist dies noch nicht sicher. Trotz sehr guter Ergebnisse seiner Schützen ist die Qualifikation zum Endkampf nicht sicher. Denn dazu müsse man erst die Ergebnisse der anderen Gruppen abgewartet werden, die bis zum Ende der Veranstaltung noch nicht da waren. Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen dass sich die Schüler- und Jugendklasse Recurve Bogen für den Endkampf qualifiziert haben.

Der NDSB kann stolz auf seine Nachwuchsathletinnen und -athleten sein. Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihren starken Leistungen.

Ein ganz besonderer Dank geht raus an das Orgateam von Norderstedt die für einen reibungslosen Ablauf des Wettkampftages gesorgt haben. Stellvertretend hier zu erwähnen Andrea Wolf + Team. Aber auch an die beiden Kadertrainer Marcus Jacubczik und Niels Gäde die mit einem Nicken ihren Schützen die nötige Sicherheit vermitteln konnten. Aus dem NDSB Präsidium durften wir den Jugendleiter NDSB Andreas Seibt und den Kaderbeauftragten Markus Lais in Norderstedt begrüßen. Danke, dass ihr da wart. Nur als Team sind wir stark.

Bericht: Dominic Göttsche

NDSB-Talente beim European Youth Cup in Bulgarien

Ein weiterer Meilenstein für den Nachwuchs des Norddeutschen Schützenbundes: Mit Ronja Tabea Ulka (Compound Juniorinnen, NK2) und Jos Ove Gröger (Recurve Jugend) wurden gleich zwei vielversprechende NDSB-Athleten für den European Youth Cup 1st Leg 2026 nominiert.

Das internationale Top-Event des europäischen Bogensport-Nachwuchses findet vom 1. bis 6. Juni 2026 im bulgarischen Ruse statt. Im städtischen Stadion Yalta treffen die besten U18- und U21-Schützinnen und Schützen Europas aufeinander, um sich auf höchstem Niveau zu messen und wichtige internationale Erfahrungen zu sammeln.

Die Nominierung von Ronja und Jos kommt nicht von ungefähr. Beide überzeugten zuletzt bei der Rangliste in München mit starken Leistungen und empfahlen sich eindrucksvoll für höhere Aufgaben. Mit großem Trainingsfleiß, sportlichem Ehrgeiz und konstanten Ergebnissen haben sie sich diese Chance verdient.

Für die beiden Nachwuchstalente ist die Teilnahme am European Youth Cup ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung. Gleichzeitig ist ihre Berufung eine besondere Auszeichnung für den NDSB und ein Beleg für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verband.

Wir sind stolz darauf, gleich zwei Athleten aus unseren Reihen auf dieser internationalen Bühne vertreten zu sehen und wünschen Ronja und Jos für ihren ersten Youth Cup viel Erfolg, starke Nerven und vor allem jede Menge Treffer ins Gold.

Der gesamte NDSB drückt euch die Daumen – viel Erfolg in Bulgarien

 

Bericht: Dominik Göttsche

Vom 14.06.2026 bis 16.06.2026 trafen sich auf der Olympiaanlage in Garching die Elite der deutschen Bogenschützinnen und Bogenschützen, um wichtige Punkte für die Rangliste und gleichzeitig für die Qualifikation zur Jugend-Europameisterschaft in Rom zu sammeln. Es standen Olympiakaderschützen, Weltrekordhalter und  Nationalkaderschützen an der Schießlinie um dieses Ausrufezeichen einmal einordnen zu können. 

Mit dabei für den NDSB: Ronja Tabea Ulka (NK II Compound), Jos Ove Gröger (Recurve Jugend), Ciara Göttsche (Recurve Jugend) sowie Emil Sperber (Recurve Jugend).

Schon am ersten Wettkampftag zeigte das Quartett eindrucksvoll, dass es zur absoluten Spitze Deutschlands gehört. Alle vier Athletinnen und Athleten erreichten die Matchrunden wobei man hier noch einmal verdeutlichen muss, nur die  8 Besten ziehen automatisch in die Matchrunde bzw. Finalrunde ein. Sie  lieferten sich dort Wettkämpfe voller Spannung, Emotionen und Nervenstärke.

Jos zog als Vierter, Ciara als Zweite, Emil als Fünfter und Ronja sogar als Erstplatzierte in die Finalmatches ein. Dort ging es Schlag auf Schlag weiter. Klare Siege wechselten sich mit dramatischen 5:5-Duellen ab, bei denen der Stechpfeil über Sieg oder Niederlage entschied. Teilweise lagen zwischen Triumph und Ausscheiden nur wenige Millimeter.

Die Leistungen der vier NDSB-Schützen waren an diesem Wochenende schlicht herausragend.

Jos Ove Gröger und Ciara Göttsche sicherten sich jeweils den Tagessieg. Ronja Tabea Ulka belegte Rang zwei und Emil Sperber Rang drei. Doch besonders beeindruckend ist der Blick auf die Gesamtpunktzahlen – denn enger kann eine Rangliste kaum sein.

Jos Ove Gröger erkämpfte sich starke 31 Punkte. Der Führende liegt lediglich bei 37 Punkten – ein Abstand, der bei der zweiten Rangliste in Hamm jederzeit aufgeholt werden kann.

Emil Sperber folgt direkt dahinter mit 30 Punkten und liegt damit ebenfalls voll im Rennen um die Spitzenplätze.

Auch bei den Mädchen ist die Leistungsdichte enorm hoch: Ciara Göttsche sammelte mit dem gesamt vierten Platz 27 Punkte. Platz drei liegt bei 28 Punkten, Platz zwei bei 29 Punkten und die Führende bei 33 Punkten. Nur wenige Punkte trennen hier die gesamte Spitze.

Ronja Tabea Ulka sicherte sich mit starken 35 Punkten Gesamtplatz drei. Vor ihr liegen lediglich 38 und 44 Punkte. Auch hier ist im Kampf um die Top-Platzierungen noch alles offen.

Diese extrem enge Punkteverteilung zeigt, auf welch unglaublich hohem Niveau sich die NDSB-Schützen bewegen. Jeder Satz, jeder Pfeil und jeder einzelne Ring kann am Ende entscheidend sein. Genau das macht diese Leistungen so außergewöhnlich.

Auch am zweiten Wettkampftag bewiesen alle vier erneut enorme Konstanz und mentale Stärke. Wieder erreichten alle die Finalmatches – allein das ist bei einer Rangliste mit den besten deutschen Nachwuchsschützen eine absolute Spitzenleistung.

Die Finalduelle entwickelten sich erneut zu echten Nervenschlachten. Mehrfach mussten die Kampfrichter sogar mit dem Zirkel messen, um Sieger und Platzierungen festzustellen.

Mitten in diesem Wettkampf-Marathon stand auch Kadertrainer Marcus Jacubczik permanent unter Strom. Zwischen den weit auseinanderliegenden Scheiben legte er unzählige Kilometer zurück, um für seine Schützen jederzeit da zu sein. Doch egal auf welcher Scheibe geschossen wurde – seine Athletinnen und Athleten konnten sich jederzeit auf ihn verlassen. Oft reichten ein kurzes Nicken, ein ruhiger Blick oder wenige Worte, um Sicherheit, Ruhe und neues Vertrauen zu geben. Genau diese Ruhe half den Schützen, ihre außergewöhnlichen Leistungen auf den Punkt abzurufen. Dafür gilt ihm großer Dank von Schützen und Betreuern.

Am Ende standen überragende Gesamtergebnisse für den NDSB:

Jos Ove Gröger belegte Gesamtplatz zwei.

Ronja Tabea Ulka und Emil Sperber sicherten sich jeweils Rang drei.

Ciara Göttsche erreichte einen starken vierten Platz.

Damit schaffen sich alle vier eine hervorragende Ausgangslage für die 2. Rangliste vom 26.06.2026 bis 28.06.2026 in Hamm (NRW) – und gleichzeitig für die Qualifikation zur Jugend-Europameisterschaft in Rom.

Der NDSB kann stolz auf diese Athletinnen und Athleten sein. Leidenschaft, Teamgeist, Kampfwillen und Nervenstärke – genau das war in München auf jedem Meter der Olympiaanlage zu spüren.

Für Hamm wünschen wir euch weiterhin starke Nerven, Selbstvertrauen und viele Pfeile ins Gold

Aktualisierung der Ausschreibung: Landesmeisterschaften Bogen

Entgegen der ursprünglichen Ausschreibung vom 14. November 2026 hat sich der Termin für die LM 3 D verschoben.

Der neue Termin ist am 19.07.2026, der Veranstaltungsort bleibt: St. Nikolai Schützengilde.

Meldungen müssen vom 01.07. - 12.07.2026 erfolgen.

Meldungen für die LM Feld müssen in der Zeit vom 08.06. – 15.06.2026 erfolgen.

Bitte die Meldungen an: Landessportleiter.Bogen@ndsb-sh.de

 

Siehe aktualisierte Zusatzausschreibung Bogen

Erfolgreiches Wochenende für den NDSB Bogen in Suhl

Am vergangenen Wochenende wurde Suhl (Thüringen) zum Treffpunkt der besten Nachwuchs-Bogenschützen Deutschlands. Beim Landeskadervergleich trafen sich amtierende Deutsche Meister und Nationalkader-Athleten – mittendrin: der NDSB-Nachwuchs mit Jos Ove Gröger, Ciara Göttsche und Luise Rackwitz.

Die drei jungen Talente stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass sie sich vor der nationalen Konkurrenz keineswegs verstecken müssen. Besonders im Fokus stand dabei Luise Rackwitz (Jugend): Sie bestritt ihr erstes großes Turnier für den NDSB. Trotz schwieriger Windverhältnisse zeigte sie eine starke Qualifikation und belegte am Ende einen respektablen 23. Platz – nur knapp an der Finalrunde vorbei.

Doch an Aufgeben war nicht zu denken. Mit einem Lächeln packte sie ihren Bogen zusammen, schüttelte den Wettkampf ab und richtete den Blick nach vorn: „Dann halt nächstes Jahr.“ Stattdessen fieberte sie nun für ihre Teamkollegen mit – und das mit vollem Einsatz. Denn sowohl Jos als auch Ciara hatten den Sprung in die Finals geschafft:

Jos zog als Vierter der Qualifikation ein, Ciara folgte als Elfte.

In den KO.-Runden wurde es dann richtig spannend. Beide lieferten sich im Achtelfinale nervenaufreibende Duelle und konnten sich jeweils durchsetzen. Auch das Viertelfinale verlangte den Schützen alles ab. Für Jos war hier zwar Schluss im direkten Duell, doch der Wettkampf war für ihn noch nicht beendet: In den Platzierungsrunden kämpfte er weiter – und sicherte sich am Ende mit starken Matches einen hervorragenden 4. Platz.

Ciara hingegen bewies im Viertelfinale Nervenstärke und gewann ihr Match im Stechen. Im Halbfinale wartete mit Merle Edlich, der amtierenden Deutschen Meisterin Halle, eine bekannte und äußerst starke Gegnerin. Was folgte, war ein hochklassiges und packendes Duell auf Augenhöhe – mit dem besseren Ende für Ciara, die sich mit 7:3 durchsetzen konnte.

Der Jubel war riesig. Während Ciara ins Finale einzog, konnte Luise ihre Emotionen kaum zurückhalten und vergoss Freudentränen für ihre Teamkollegin.

Im Finale traf Ciara schließlich auf eine sehr erfahrene Schützin. Nach einem intensiven Match musste sie sich mit 2:6 geschlagen geben – und sicherte sich damit einen starken 2. Platz.

Besonders bemerkenswert: Bereits am Vortag hatten die drei rund zwölf Stunden an der Schießlinie gestanden – eine enorme körperliche und mentale Belastung. Umso beeindruckender ist die gezeigte Leistung.

Viel Zeit zum Feiern blieb jedoch nicht, denn am Sonntag standen bereits die Teamfinals an. Als 11. gesetztes Team gingen die drei an den Start, mussten sich jedoch direkt im Auftaktmatch gegen Niedersachsen geschlagen geben und beendeten den Wettbewerb auf Platz 11.

Was jedoch besonders in Erinnerung bleibt, ist der außergewöhnliche Teamgeist der jungen Schützen. Sie unterstützten sich gegenseitig, feuerten sich an und lebten den Sport mit Leidenschaft – ganz nach dem Motto:

„Einer für alle, alle für einen.“

Ein solcher Erfolg ist jedoch nicht nur das Ergebnis sportlichen Talents, sondern auch einer exzellenten Vorbereitung und Organisation. Ein besonderer Dank gilt dem Landesjugendkaderbeauftragten Markus Lais sowie Nicole Jacubczik, die für den Nachwuchs im Vorwege alles geplant und organisiert haben.

​Ebenso beeindruckt zeigten sich die jungen Athleten, Trainer und Betreuer von der reibungslosen Organisation vor Ort durch Lars-Derek Hoffmann und sein Team. Die gesamte Anlage in Suhl begeisterte die Teilnehmer und bot den perfekten Rahmen für hochklassigen Bogensport. Dies war gleichzeitig ein gelungener Vorgeschmack auf ein weiteres Highlight des Jahres: In dieser Saison wird auf derselben Anlage auch die Deutsche Meisterschaft der Schüler ausgetragen.